Nach Vandalismus in VS: Der alte ging in Flammen auf – und drum gibt’s einen neuen Blitzer

Nicht mehr zu gebrauchen: Der Geschwindigkeitsmessanhänger wurde von Unbekannten angezündet. Jetzt wird er ersetzt.
Erich BiebersteinDie Stadt Villingen-Schwenningen will einen neuen mobilen Geschwindigkeitsmessanhänger – auch Enforcement Trailer genannt – beschaffen, da der bisherige Ende Mai durch einen Brandanschlag zerstört wurde.
Weil ein Totalschaden vorliegt, ist eine Reparatur ausgeschlossen.
Aus dem zuständigen Bürgeramt wurden im zuständigen Verwaltungs- und Kulturausschuss des Gemeinderats die Argumente für die Ersatzbeschaffung geliefert. Der Trailer soll zum Erhalt der Verkehrssicherheit und zur Unfallprävention beitragen, Geschwindigkeitsverstöße reduzieren und das Sicherheitsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer stärken. Und dann wäre da ja noch das liebe Geld. Rund 355 000 Euro jährlich nimmt man durch Bußgelder in den städtischen Säckel ein, was gerade in Zeiten knapper kommunaler Kassen natürlich willkommen ist.
Rund 19 000 Euro zu bezahlen
Die Neubeschaffung kostet rund 167 000 Euro die Entsorgung des zerstörten Anhängers rund 24 000 Euro, wobei die Versicherungsleistung abzüglich zehn Prozent Selbstbehalt rund 172 000 Euro übernimmt. So bleibt für die Stadt ein Restbetrag von rund 19 000 Euro.
Auf Nachfrage von Oskar Hahn (Grüne), ob eigentlich ein weiterer Enforcement Trailer der Stadt beschädigt worden sei – er habe ihn kürzlich passiert und dabei gesehen, dass die Glasscheibe komplett zugesprayt worden sei– bestätigte Amtsleiter Ralf Glück genau das. Zudem sei auch noch die Antenne abgeschlagen worden – beides waren aber Beschädigungen, die man nach rascher Reparatur wieder habe beheben können.
„So schlau sind sie ja“
Auf die Frage, ob man denn denjenigen, die hier Vandalismus betreiben, nicht mittels Videoaufnahmen auf die Schliche kommen könne, zuckte Glück mit den Schultern: Die Kamera nehme zwar „bis zum Ende auf“ und könnte damit auch jedenfalls theoretisch die Angreifer ablichten. So schlau seien die dann aber schon, dass sie nicht frontal, „sondern von der Seite und hinten angreifen” – und da gibt’s keine Kamera. Eine zu installieren – da komme einem dann wieder der Datenschutz in die Quere, so das altbekannte Argument.
