Nach dem Sommersound VS 2025
: Eine vielversprechende Bilanz krönt das Musikfestival

Ein großartiges Festival mit drei starken Konzerten und 9000 Besuchern: Das ist die Bilanz vom Sommersound VS 2025. Doch war es so erfolgreich, dass es eine Fortsetzung geben wird?
Von
Mareike Kratt
Oberndorf
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Das Sommersound-Festival lockt drei Tage lang aufs Gelände des Druckzentrums Südwest in Villingen-Schwenningen. Die Stimmung ist immer ausgelassen.

Marc Eich

Die Melodien der Nena-Zugaben, allen voran von „Irgendwo, irgendwie, irgendwann“, hallten bei den rund 3400 Besuchern des letzten Konzertabends am Sonntag noch nach, da wurde auf dem Gelände des Druckzentrums Südwest, dem Veranstaltungsort des dreitägigen Festivals, schon wieder eifrig zusammengepackt.

Stück für Stück – aber eigentlich so schnell wie möglich – verwandelt sich das Gelände nun wieder in seine eigentliche Funktion zurück.

„Bis 2 Uhr haben wir gewurschtelt“, erzählt Mike Held von der Freiburger Firma Konzert Service am Montagmorgen, als es Auf Herdenen weitergeht mit dem Rückbau der großen Bühne, dem Technikturm, den Getränke- und Essenspavillons sowie mit dem Verstauen von Absperrzäunen oder diversen anderen Materialien, die für ein Festival benötigt werden.

Mike Held ist mit seinem Konzert Service zum dritten Mal beim Sommersound dabei und arbeitet im Auftrag der Veranstaltungsagentur Karoevents, die das Festival am Druckzentrum seit Beginn im Jahr 2021 auf die Beine stellt.

Er ist Crew-Chef und Stage-Manager, packt aber auch ganz normal mit an, sagt er, nachdem er aus dem Gabelstapler ausgestiegen ist. Sieben zusätzliche Helfer sind am Montag vor Ort, um den Mitarbeiterparkplatz wieder in seinen Normalzustand zu bringen.

„Das Gelände ist cool“

Helds Steckenpferd: Bühnenbau, Bodenplatten legen oder auch Garderoben einrichten. Am Druckzentrum konnte er sich in den vergangenen Tagen richtig austoben. „Das Gelände ist cool“, findet der gelernte Industriekaufmann, der seine Veranstaltungstechnik-Firma im Jahr 1992 gegründet hat, etwa im Hinblick auf Bodenbeschaffenheit und gegebene Infrastruktur. Und lobt die „mega gute Unterstützung“ des Druckzentrums-Teams vor Ort.

Mike Held (rechts) von der Firma Konzert Service sowie Bernd Weißhaar (B&HP Weißhaar) bauen am Montag ab.

Foto: Mareike Kratt

Sein Ziel: Am Montagabend fertig zu werden und „das Gelände so zu verlassen, wie wir es vorgefunden haben“, ist Mike Held wichtig. Von den Konzerten zeigt er sich beeindruckt – allen voran vom Nena-Auftritt. „Sie hat abgeliefert“, sagt er und lacht laut.

„Es hat alles gepasst“

Erleichtert durchschnaufen kann Tom Khuu, Produktionsleiter bei Karoevents, der seit vergangenem Mittwoch federführend vor Ort war, schon am Sonntagabend beim ersten Gesamtfazit. „Es hat alles gepasst – egal ob Wetter, Stimmung oder Künstler“, freut er sich – und auch, dass die Konzerte so viele Fans angezogen haben.

Wenn er und sein Team das eigene Equipment vom Gelände eingepackt haben, geht es am Montagmittag zurück in die Heimat nach Teningen nahe Emmendingen. Doch dort wartet zusätzliche Arbeit: Weil es beim Abbau regnet, müssen die feuchten Materialien erst einmal ausgebreitet und getrocknet werden.

„Einwandfrei“

„Einwandfrei“, beschreibt Thomas Albrecht, Leiter des Druckzentrums Südwest, nicht nur den Ablauf des Festivals, sondern auch des Druckzentrums-Betriebs, der von Freitag auf Samstag sowie von Sonntag auf Montag parallel gelaufen ist – und von dem die Besucher nichts mitbekommen haben.

Großes Kompliment

Ein großes Kompliment zollt Thomas Albrecht seinen Mitarbeitern, für die das Arbeiten in den vergangenen Tagen mit größerem Aufwand und Herausforderungen verbunden gewesen sei, was Logistik und Produktion angeht. „Diesmal hatten wir so viele Einsätze wegen Stromabbruchs wie noch nie“, berichtet er, dass mehrmals kurzfristig Abhilfe geschaffen werden musste.

Timo Fasching (Zweiter von links) mit den „Machern“ des Sommersounds von Karoevents: (von links) Martin Müller, Philipp Jörger und Tom Khuu.

Foto: Marc Eich

Er freut sich zudem über das gegenseitige Verständnis von Veranstalter und Künstlern auf der einen und Mitarbeitern auf der anderen Seite „Sie machen den Job auf dem Hof, wir machen unseren Job drinnen – und es hat gepasst!“

Künstler sind selber beeindruckt

Und Thomas Albrecht plaudert weiter: Sowohl Ben Zucker als auch Nena seien durchs sogenannte Rollenlager hinausgegangen und hätten sich beeindruckt von den Räumlichkeiten und dem, was in ihnen passiert, gezeigt.

Überhaupt findet der Druckzentrumsleiter, dass sich das Gelände gut präsentiert hat und prädestiniert für solch ein Veranstaltungsformat ist.

Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) VS, das an allen drei Konzertabenden stets mit rund zehn Einsatzkräften rund ums Druckzentrum präsent war, ist man ebenso zufrieden mit dem Verlauf. „Es ist nichts Außergewöhnliches vorgefallen“, resümiert Einsatzleiter Hardy Hutt, vor allem im Hinblick auf die Besuchermengen, die jeweils vor Ort waren.

„Nichts passiert“

„Drei tolle Künstler mit verschiedenen Musikrichtungen, die 9000 Besucher anlocken – das lässt eigentlich kein Wünsche offen“, zieht Timo Fasching, Leiter des Verlagsmarketings beim mitveranstaltenden Schwarzwälder Boten, ein eindeutiges Fazit. Und erwähnt sofort den Sicherheitsaspekt: „Wichtig war, dass nichts passiert ist – und dass es nicht gewittert hat.“ Das anfänglich regnerische Wetter beim Rea Garvey-Konzert hätte der ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch getan.

Familiärer Charakter

Timo Fasching, bei dem vor allem vor dem Festival die Fäden in Sachen Organisation zusammengelaufen sind, hebt zudem den stets familiären Charakter des Sommersounds hervor. Das liege zum einen an der friedlichen Atmosphäre, die auf dem Platz herrsche, auch vor und nach den Konzerten. Zum anderen sei die Bühne von jeder Stelle des Platzes aus gut einsehbar und die Künstler gut hörbar. So etwas trage einfach zu einem tollen Erlebnis für alle bei.

Perfekt werde solch ein Erlebnis, wenn die Künstler dann noch auf Tuchfühlung mit den Fans gehen – so wie Rea Garvey, Ben Zucker und Nena am vergangenen Wochenende, ist Timo Fasching glücklich.

Der Sommersound VS habe sich inzwischen in der Region etabliert und sei zu einer richtigen Marke geworden – die im Übrigen gut zum Schwarzwälder Boten passe. Und das liege vor allem auch an der guten Zusammenarbeit mit dem Veranstalter Karoevents, zeigt sich der Marketingleiter auch nach der fünften Auflage dankbar.

„Wir freuen uns schon“

Und so gilt sowohl bei Timo Fasching als auch bei Karoevents-Geschäftsführer Christoph Römmler das Motto „Nach dem Sommersound ist vor dem Sommersound“.

Denn: „Es geht weiter“, verrät der Marketingleiter. Man sei bereits in gegenseitigen Gesprächen für eine erneute Auflage am Druckzentrum. „Wir freuen uns schon auf den Sommersound 2026!“

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