Muttermilch rettet Frühchen: „Echtes Wundermittel“ – Milchbank am Schwarzwald-Baar-Klinikum sucht Spenderinnen

Gespendete Muttermilch kann Frühchen oder kranke Säuglinge stärken, schützen oder gar lebensrettend für sie sein - wenn deren eigene Mutter aus unterschiedlichen Gründen nicht stillen kann. Jetzt gibt es auch im Schwarzwald-Baar-Klinikum am Standort Villingen-Schwenningen eine Milchbank. (Symbolfoto)
Bernd Thissen/dpa- Frauenmilchbank am Schwarzwald-Baar-Klinikum sammelt Spenden für Früh- und kranke Neugeborene.
- Gespendete Milch gilt als gut verträglich und kann vor schweren Darmentzündungen schützen.
- Spenden können gesunde Mütter mit Kind zwischen 14 Tagen und zwölf Monaten und Milchüberschuss.
- Spenden und Abgabe sind unentgeltlich – Kontakt per E-Mail an frauenmilchbank@sbk-vs.de.
- Klinikum ist Perinatalzentrum höchster Stufe und versorgt auch extrem kleine Frühgeborene.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Schwarzwald-Baar Klinikum am Standort Villingen-Schwenningen gibt es seit Kurzem eine Frauenmilchbank. Hier wird gespendete Muttermilch gesammelt und nach entsprechender Aufbereitung für Frühgeborene und kranke Neugeborene bereitgestellt.
„Frauenmilch gilt aufgrund ihres hohen Nährstoffgehalts als echtes Wundermittel – vor allem für Frühchen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikums. Bei einem Milchmangel bei der leiblichen Mutter sei gespendete Frauenmilch die beste Alternative für das Baby, weiß Marianne Brunner, Pflegerische Klinikleitung des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Schwarzwald-Baar-Klinikum, „denn Frühgeborene oder kranke Neugeborene profitieren enorm von der Zusammensetzung der humanen Milch.“
Dr. med. Julia Renner, Oberärztin im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde und Ärztliche Leitung der Frauenmilchbank am Schwarzwald-Baar-Klinikum, erklärt: „Frauenmilch schützt kleine Frühgeborene vor lebensbedrohlichen Entzündungen des unreifen Darmes und eignet sich besonders aufgrund der besseren Verträglichkeit für die Ernährung von Neugeborenen nach einer Darmoperation. Außerdem vermindert sie die Infektanfälligkeit.“
Welche Frauen können Muttermilch spenden?
Damit davon möglichst viele Babys profitieren können, sucht das Klinikum Spenderinnen. Gefragt sind gesunde Mütter, deren eigenes Kind zwischen 14 Tagen und zwölf Monaten alt ist und die täglich einen Überschuss an Muttermilch haben.
Für Frühgeborene und kranke Neugeborene ist das Schwarzwald-Baar-Klinikum schon ein zentraler Versorger in der Region. Das Haus ist als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe ausgewiesen und arbeitet in der Geburtshilfe eng mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin zusammen.
Dort können auch alle schwerkranken Frühchen und Neugeborenen sowie extrem kleine Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1250 Gramm versorgt werden. Wie groß das Einzugsgebiet ist, zeigen auch die Geburtenzahlen. Im Jahr 2025 kamen im Schwarzwald-Baar Klinikum 2338 Babys zur Welt, darunter 55 Zwillingsgeburten. Rund 31 Prozent der frisch gebackenen Eltern kamen aus Villingen-Schwenningen.
Über die Frauenmilchbank
Die Frauenmilchbank am Schwarzwald-Baar-Klinikum ist Teil des Netzwerkes der Frauenmilchbank des Universitätsklinikums Freiburg. Das Klinikum verfügt über eine eigene Frauenmilchbank und baut diese stetig weiter auf.
Die Frauenmilchspenden werden gesammelt, streng kontrolliert und aufbereitet. Sowohl die Frauenmilchspende als auch die Ausgabe der gespendeten Milch erfolgt unentgeltlich.
Weitere Auskünfte gibt es unter der E-Mail-Adresse frauenmilchbank@sbk-vs.de. Auch Frauen, die noch unsicher sind, ob sie überhaupt als Spenderin infrage kommen, können sich dort informieren.
