Mobilitätskonzept Bad Dürrheim
: Was tun mit dem Verkehr in der Stadt?

Eine nachhaltige, sichere und zukunftsfähige Mobilität ist ein zentrales Anliegen für die Stadt Bad Dürrheim.
Von
red/pm
Oberndorf
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Ein Blick auf die Friedrichstraße zwischen Volksbank und St. Johann – immer wieder taucht auch für die Bad Dürrheim Geschäftsstraße die Frage auf: Was passiert mit dem Verkehr?

Marc Eich

Die Anforderungen an den Verkehr haben sich in den letzten Jahren stark verändert: Der Klimaschutz gewinnt zunehmend an Bedeutung, der Wunsch nach attraktiven Rad- und Fußwegen wächst, neue Mobilitätsformen entstehen und der öffentliche Raum muss fair und effizient zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern aufgeteilt werden.

Vor diesem Hintergrund erarbeitet die Stadt Bad Dürrheim derzeit ein integriertes Mobilitätskonzept, das als strategischer Rahmen für die zukünftige Verkehrsplanung dienen soll. Ziel ist es, die Mobilität in Bad Dürrheim so zu gestalten, dass sie sowohl den heutigen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht wird als auch den Herausforderungen der kommenden Jahre standhält.

Ein wichtiger Baustein in diesem Prozess ist die frühzeitige und aktive Einbindung der Öffentlichkeit. Deshalb fand kürzlich eine Bürgerwerkstatt im Haus des Bürgers statt, bei der interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit hatten, ihre Perspektiven, Ideen und Vorschläge in die Konzepterstellung einzubringen.

28 Bürger dabei

28 Bürgerinnen und Bürger sowie Stadtbaumeisterin Petra Schmidtmann und Tiefbauleiter Joachim Petelka nutzten die Gelegenheit, sich aktiv in die Planung einzubringen. Eingeladen wurden die Teilnehmenden per Zufallsauswahl über das Beteiligungsportal des Landes Baden-Württemberg – ein Verfahren, das eine repräsentative Beteiligung sicherstellen soll. Zur offiziellen Begrüßung hieß Bürgermeister Jonathan Berggötz die Anwesenden herzlich willkommen.

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Im Anschluss gab Malte Novak aus dem Führungsteam des beauftragten Verkehrsplanungsbüros Brenner-Plan in einem kurzen Impulsvortrag einen Überblick über die Zielsetzung des Mobilitätskonzepts sowie den Ablauf des Abends.

Brenner-Plan war mit drei Mitarbeitenden vor Ort und begleitete die Gruppenarbeiten fachlich und kompetent. In vier moderierten Arbeitsgruppen wurden anschließend zentrale Themen der Mobilitätsentwicklung diskutiert. Die Gruppen bearbeiteten folgende Schwerpunkte: Fuß- und Radverkehr, hierging es um die Identifizierung von Wunschverbindungen, Problemstellen sowie Vorschläge zur Verbesserung der Fuß- und Radinfrastruktur.

In der Gruppe Ruhender Verkehr und Verkehrsberuhigung ging es in der Diskussion zur zukünftigen Gestaltung von Parkraum und verkehrsberuhigten Bereichen. Die dritte Gruppe war Zukunft der Mobilität in Bad Dürrheim. Hier stand die Sammlung von Ideen und Wünschen für neue Mobilitätsangebote und eine nachhaltige Verkehrsentwicklung im Mittelpunkt.

Großes Interesse

Rund 70 Minuten lang wurde engagiert gearbeitet, diskutiert und an Stellwänden skizziert. Die Arbeitsatmosphäre war durchweg offen, respektvoll und von großem Interesse an der gemeinsamen Entwicklung geprägt, so die Mitteilung der Stadt.

In einer abschließenden Präsentationsrunde stellten Vertreterinnen und Vertreter der Gruppen ihre Ergebnisse vor und erläuterten sie im Plenum. Die Bürgerwerkstatt wurde von allen Beteiligten sehr positiv aufgenommen. Die zahlreichen Anregungen und Ideen fließen nun in die weitere Ausarbeitung des Mobilitätskonzepts ein.

Mit der Veranstaltung wurde ein wichtiger Grundstein für eine breit getragene und nachhaltige Mobilitätsstrategie gelegt, zeigen sich die Verantwortlichen der Stadt überzeugt. Die Stadt und das Team von Brenner-Plan setzen auf eine weiterhin konstruktive Fortsetzung des Beteiligungsprozesses.