Mobilität in Villingen-Schwenningen: Stadt VS setzt weiter auf Dienstrad-Leasing

Ein Fahrrad leasen? Geht, wenn man bei der Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen arbeitet.
© Kara – stock.adobe.comDie Stadt Villingen-Schwenningen setzt ihr Radleasing-Programm für die rund 200 teilnehmenden Beschäftigten und Beamten fort. Da der Vertrag mit dem bisherigen Dienstleister im September 2026 ausläuft, wurde das Projekt europaweit neu ausgeschrieben.
Im Rahmen der Ausschreibung gingen fünf Angebote ein. Nach einer detaillierten Bewertung der Kriterien setzte sich die Bike Mobility Services GmbH gegen die Konkurrenz durch.
Ausschlaggebend für die Entscheidung war vor allem die Wirtschaftlichkeit des Angebots, teilt die Verwaltung mit.
Über 200 Verträge bisher
Seit der Einführung des Modells im Jahr 2021 wurden bereits mehr als 200 Einzelleasingverträge abgeschlossen. Die Stadtverwaltung bewertet die Auswirkungen des Programms ausdrücklich positiv. Das Radleasing trage zu einem geringeren CO2-Ausstoß bei, fördere die Energieeffizienz und reduziere die Luftverschmutzung.
Der in der Sache zuständige Verwaltungs- und Kulturausschuss hat die Vergabe an den neuen Anbieter offiziell genehmigt.
Joachim Wöhrle, Leiter des Haupt- und Personalamtes, konnte in der Sitzung des Ausschusses lächelnd verkünden, dass es sich um den einzigen Vergabebeschluss handle, den der Gemeinderat fasse, der die Stadt nichts koste.
Mitarbeiter, die das Leasingangebot in Anspruch nehmen, können die Räder privat und dienstlich nutzen. Hier kommt eine sogenannte Entgeltumwandlung zum Tragen. Der entsprechende Betrag geht vom Brutto ab. Das Modell sei „recht attraktiv für die Mitarbeiter“, berichtete Wöhrle.
Der Ausschuss stimmte dem Vorgehen einstimmig zu. Auch Olaf Barth (AfD) hatte also so votiert, gleichzeitig aber auch betont, dass seine Fraktion das nur tut, weil’s nicht mit Kosten verbunden sei: „Wenn da nur ein Cent gewesen wäre, hätten wir nein gesagt.”