Mein Lokal – dein Lokal in VS
: So zahlt sich der Spitzenplatz aus

Nach Platz eins bei der Fernsehsendung „Mein Lokal – dein Lokal“ kann Safiye Kilicoglu im „Felsen“ die Gewinnertafel anbringen. Die Teilnahme macht das Schwenninger Gasthaus noch bekannter.
Von
Jochen Schwillo
Oberndorf
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Stolz präsentiert Safiye Kilicoglu vom Schwenninger „Felsen“ die Gewinnertafel von „Mein Lokal, dein Lokal“, die im Eingangsbereich des Restaurants einen Ehrenplatz bekommen hat.

Jochen Schwillo

„Ich werde es rocken, weil wir aus zwei Welten kommen, mit deutscher Bodenständigkeit und dem orientalischen Pfiff“, machte Safiye Kilicoglu zum Auftakt der Schwarzwaldrunde von der Fernsehsendung „Mein Lokal, dein Lokal – der Profi kommt“, der Konkurrenz eine deutliche Ansage.

Am Ende sollte sie Recht behalten und stand als Siegerin fest. Dass sie jedoch den ersten Platz mit dem Donaueschinger „Schützen“ teilt, trübt ihre Freude keinesfalls. Safiye Kilicoglu ist Autodidaktin, Köchin aus Leidenschaft. Seit mittlerweile 30 Jahren ist sie mit dem „Felsen“ in der Turnerstraße in Schwenningen verbunden. Die Leidenschaft fürs Kochen habe sie von ihrer Mutter und von der damaligen „Felsen“-Wirtin Resi Rödel, die ihr einiges beibrachte, auf das sie heute noch stolz ist.

Seit 2008 hat sie den Spagat zwischen der deutschen und der orientalischen Küche vollzogen. „Ich hebe mich ab mit meiner Küche, weil ich schon hochwertiger koche“, so Safiye Kilicoglu selbstbewusst. Dass sie es versteht, Qualität auf den Tisch zu bringen, haben ihre vier Konkurrenten bei der Kabel-eins-Sendung festgestellt. Überrascht sei sie gewesen, als sich die Kölner Fernsehleute meldeten und anfragten, ob sie nicht Lust habe, bei der Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ mitzumachen.

Gute Bewertungen

Dass der „Felsen“ überhaupt in den Blick geriet, wird auch an den guten Bewertungen im Internet gelegen haben. „Das war für uns alles schon sehr aufregend“, so Safiye Kilicoglu und ergänzt, dass sie bei so etwas noch nie mitgemacht habe. Doch sei es eine sehr schöne und neue Erfahrung gewesen.

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Das Fernsehteam war insgesamt an zwei Tagen im „Felsen“. Am ersten Drehtag mit Sternekoch Ali Güngörmüş ging es insgesamt zehn Stunden. Der zweite Tag mit den anderen Mitbewerbern noch einmal zwölf Stunden, erzählt Safiye Kilicoglu. Interessant sei gewesen, wie der ganze Dreh ablief. „Die Redakteure hatten schon ihre Ideen und Planungen, was sie sich vorstellten“, sagt Safiye Kilicoglu. Ein ganz neues Erlebnis sei für sie gewesen, dass beim Kochen immer eine Kamera über ihre Schultern blickte. Groß sei der Aufwand gewesen, dass die Drei-Gänge-Menüs, welche die Konkurrenz bestellte, zweimal angerichtet werden mussten: einmal fürs Testessen selbst und für verschiedene Fotos.

Tolle Reaktionen

Das Ergebnis des Wettbewerbs bekam das „Felsen“-Team im Februar mitgeteilt. „Wir durften vorher nicht sagen, wie wir abgeschnitten haben, das war vertraglich so vereinbart“, erklärt Safiye Kilicoglu. Erst als die Ausstrahlung im Fernsehen war, durften sie sich offenbaren.

„Die Reaktionen von unseren Gästen und den Bekannten war natürlich toll“, freut sich die Wirtin. „Wir haben nur gute Feedbacks bekommen.“ Mittlerweile seien viele Gäste, die die Sendung anschauten, ins Lokal gekommen. „Nach der Ausstrahlung kamen viele Neue, die uns zuvor nicht gekannt haben“, betone die Köchin. Man habe gleich gemerkt, dass die Gäste die Speisen bestellten, die Safiye Kilicoglu im Fernsehen gekocht hatte. „Das lief sehr gut, den Leuten schmeckte es“, freut sie sich. „Wir haben schon Reservierungen für die nächste Zeit.“ Etliche Gäste kamen, die den „Felsen“ zuvor nicht kannten.

Der Fernseh- und Sternekoch Ali Güngörmüş führte die TV-Zuschauer durch die kulinarische Küche des Schwarzwaldes. Zum Auftakt kam er nach Schwenningen und stellte fest, dass Safiye Kilicoglu ein herzlicher Mensch sei. „Das mag ich, das steht ihr sehr gut“, so der Sternekoch. Er lobte außerdem die Einrichtung des Restaurants, die zum Konzept passe. Das Essen, ein Crispy Kadayif-Steak, schmeckte ihm.

„Ein herzlicher Mensch“

Gut ausgekommen sei sie mit allen anderen Teilnehmern, berichtet Safiye Kilicoglu. Zu Mitgewinner Marco Garofalo aus dem „Schützen“ in Donaueschingen pflege man gute Kontakte. Auch kenne sie Dogan Yüksel vom Bun-Bun-Burger vom Schwenninger Marktplatz, der schließlich auf den zweiten Platz kam.