Mehr Platz für Holzbau in VS
: Brüninghoff erweitert Standort

Das Geschäft brummt – auch am Standort Tannheim. Die Brüninghoff Holz GmbH will dort erweitern. So lief die Diskussion im Technischen Ausschuss.
Von
Cornelia Hellweg
Oberndorf
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Das Werk Brüninghoff in Tannheim wird erweitert.

Brüninghoff

Die Brüninghoff Group mit Hauptsitz in Heiden im Münsterland ist ein Generalunternehmer für schlüsselfertige Gebäude und hat am Standort in Tannheim eine gute Entwicklung genommen. Jetzt soll kräftig erweitert werden.

Am Standort „Bei der Talmühle“ in Tannheim betreibt Brüninghoff Holz seit 2013 eine Niederlassung für die Belieferung an Süddeutschland und das angrenzende Ausland. Der Standort wurde seit 2013 stetig erweitert und ausgebaut. So wurden die Produktions-, Lager- und Büroflächen in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt auf aktuell rund 5000 Quadratmeter Hallenfläche und 330 Quadratmeter Bürofläche. Heute ist Villingen-Schwenningen der zweitgrößte Standort des Unternehmens Brüninghoff Holz.

Das Vorhaben stellten der geschäftsführende Gesellschafter Sven Brüninghoff und Geschäftsführer Frank Steffens in der Sitzung des Technischen Ausschusses der Stadt VS am Dienstagabend im Theater am Ring vor. Bisher produziert das Unternehmen laut Steffens an drei Standorten – darunter Tannheim – mehr als 200 000 Quadratmeter Holzelemente im Jahr. Außerdem unterstütze man in der Planung und bei individuellen Lösungen für den Ingenieurholzbau.

Das Fertigungsvolumen der drei Standorte soll bis zum Jahr 2030 wegen der steigenden Nachfrage auf 312 000 Quadratmeter Fassadenfläche hochgefahren werden. Das entspreche umgerechnet einem Bauvolumen von etwa 8000 Wohneinheiten. Die Mitarbeiterzahl in Tannheim ist von 16 im Jahr 2013 auf aktuell 38 gestiegen. Bis 2030 plant man für das Werk in Tannheim mit knapp 50 Mitarbeitern. Umsetzen möchte man jetzt die Erweiterung der Produktions- und Lagerkapazitäten. Eine Baustelle in Freiburg, so der Geschäftsführer, habe sich beispielsweise um acht Monate verzögert, so dass man in dieser Zeit die für dort eingeplanten Produkte zwischenlagern muss bis sie endlich ihrer Bestimmung zugeführt werden können. Für die Mitarbeiter erstellt man „moderne Kommunikations- und Sozialräume“.

Es soll auf dem Gelände sicherer werden

Ganz wichtig sei das Thema Sicherheit, weil sich bislang gefährliche Situationen ergäben durch die Kreuzung von Park- und Lkw-Anlieferverkehr. Außerdem sei der öffentliche Verkehrsweg tangiert. „Das ist ein Sicherheitsrisiko“, dass das Unternehmen abstellen wolle. Daher werden die Mitarbeiterparkplätze erweitert und anders auf dem Werksgelände platziert.

Das Holz, das das Unternehmen in Tannheim verwende, komme aus verschiedenen Regionen Deutschlands – unter anderem aus dem Schwarzwald – und stamme aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Man wolle trotz Erweiterung das Bild am Standort erhalten, so der Geschäftsführer weiter. Darüber hinaus sei die Erweiterung nicht nur Bestandspflege sondern ein Ausbau der Kapazitäten. Der Ortschaftsrat Tannheim hatte sich abends zuvor schon einhellig für das Vorhaben ausgesprochen.

„Wir sind froh, das sich ein Unternehmen an dem Standort gesund erweitert“, sagte Dietmar Wildi (CDU). Andreas Flöß von den Freien Wählern meinte, es werde viel Fläche für die Erweiterung in Relation zu der Mitarbeiterzahl benötigt. Dass in Holzbauweise umgesetzt werde, sei positiv.

Kritischer Blick auf Flächenverbrauch

„Die Flächenversiegelung ist groß“, merkte auch Armin Schott (Grüne) an. Er erkundigte sich nach dem Energiekonzept und dem Umgang mit dem Wolfsbach in Tannheim. Bernd Lohmiller (SPD) verwies ebenfalls auf den Flächenverbrauch, kam für seine Fraktion allerdings zu dem Ergebnis: „ Wir stehen der Erweiterung einer ortsansässigen Firma nicht im Wege“. Ihn interessierten die gesetzlich vorgesehenen Ausgleichsflächen. Die will das Unternehmen im nahe gelegenen Tannheimer Wald umsetzen, hieß es. Ein Linksabbiegerspur zum Werksgelände sei auch nach der Erweiterung nicht nötig, hieß es auf Nachfrage.

Zum Wolfsbach hin seien Abstandsflächen vorgesehen, berichtete Sven Brüninghoff. Photovoltaik und eine elektrische Ladeinfrastruktur sind eingeplant. Schott hatte ein zweigeschossiges Parkhaus ins Gespräch gebracht, das aus Unternehmenssicht nicht nötig ist. Frank Steffens wies darauf hin, dass die Außenflächen nicht asphaltiert sondern Rasengitter verwendet werde. Oberbürgermeister Jürgen Roth sagte: „Ich bin mega dankbar, dass wir Sie hier haben und bei uns investieren“. Der Ausschuss fasste dann auch einstimmig den Projektbeschluss.

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