Markanter Blickfang in Schwenningen
: Eine Krone sucht einen neuen Besitzer

Die XXL-Krone steht noch an ihrem Platz am Gebäude in der Schwenninger Marktstraße, eigentlich soll das gute Stück versteigert werden. Das sagt Besitzer und Auktionator Reiner Schorer.
Von
Cornelia Hellweg
VS-Schwenningen
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Die XXL-Krone ist nach wie vor ein markanter Blickfang an der Schwenninger Marktstraße.

Die XXL-Krone ist nach wie vor ein markanter Blickfang an der Schwenninger Marktstraße.

Cornelia Hellweg
  • XXL-Krone in der Marktstraße bleibt vorerst, eine Versteigerung ist für November 2026 geplant.
  • Reiner Schorer kaufte das frühere Jauch-Gula-Gebäude, investierte minimal und verkaufte es weiter.
  • Neuer Eigentümer des Gebäudes ist Patrick Wiehl, Betreiber des Pfandhauses VS in der Sturmbühlstraße.
  • Die Krone ist 8 Meter hoch und 6 Meter im Durchmesser – gefertigt in Alpirsbach, mehrfach umgesetzt.
  • Öffentliche Versteigerungen dürfen seit 2025 online stattfinden, Schorer sieht darin Effizienz und Sicherheit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auktionator Reiner Schorer hatte das Gebäude des traditionsreichen Haushaltswarengeschäftes Jauch-Gula gekauft. „Platz brauche ich immer“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion. Außerdem erschien ihm die Lage reizvoll.

Denn das benachbarte Grundstück des ehemaligen Kindergartens Wilhelmspflege war auserkoren als potenzieller Museumsstandort. Das hätte aus seiner Sicht gut gepasst mit den Themen, mit denen er geschäftlich zu tun hat.

Inzwischen ist der Standort als neue Heimat für ein Museum offenbar passé. Ein wenig investierte Schorer in das Gebäude. „Es war ein bisschen heruntergekommen, das Nötigste ist gemacht.“ Mittlerweile wechselte es erneut den Besitzer. Käufer ist Patrick Wiehl, der – ebenfalls in Schwenningen – das Pfandhaus VS an der Sturmbühlstraße betreibt.

Die XXL-Krone wollte Reiner Schorer bereits im Herbst des vergangenen Jahres unter den Hammer bringen. Das hat sich allerdings verzögert. Jetzt nimmt er sich das für eine Versteigerung im November 2026 vor. „Sollte das gute Stück nicht weggehen, werde ich einen adäquaten Platz dafür finden.“ Der 63-Jährige konzentriert seine beruflichen Aktivitäten in seinem Auktionshaus in Bad Dürrheim auf die Bereiche Kunst und Sonderpfändungen ab einer Größenordnung von 20.000 bis 30.000 Euro.

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„Es findet sich ein Platz“

Ihm zur Seite steht dort eine Kunsthistorikerin. „Ihr Wissen und meine Erfahrung“, umschreibt er das Erfolgsrezept. Ferner engagiert er sich als Präsident des Bundesverbandes deutscher Auktionatoren und ist Mitglied im Zentralverband der Pfandleiher.

Reiner Schorer möchte die XXL-Krone versteigern.

Reiner Schorer möchte die XXL-Krone versteigern.

Cornelia Hellweg

Schorer hat bundesweit Einsätze als Auktionator. „Seit 2025 dürfen öffentliche Versteigerungen auch online durchgeführt werden.“ Ein für ihn überfälliger Schritt. Denn die früheren Präsenz-Veranstaltungen wandern nach der Neuregelung mehr und mehr ab auf Online-Plattformen. Das sei effizienter und sicherer. Ziel öffentlicher Versteigerung bleibe, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, damit beispielsweise Gläubiger zu ihrem Geld kommen.

Kann man Pfandleiher beziehungsweise Auktionator lernen? Nicht als Ausbildungsberuf, sagt Schorer. Hilfreich als Basis sei eine Ausbildung als Uhrmacher oder Goldschmied. Ansonsten gelte das Prinzip Learning bei Doing. Moderne Pfandleihen präsentieren sich wie Juwelierbetriebe: hell und freundlich. „Es geht schließlich um viel Geld.“

Eine Krone – viele Standorte

Die überdimensionale Nachbildung der Krone  wurde vor mehr als 20 Jahren in einer Schlosserei in Alpirsbach gefertigt. Sie ist acht Meter hoch mit einem Durchmesser von sechs Metern. Im Einsatz war das gute Stück bei der Ausstellung „Monarchie und Moderne“ am Alten Schloss in Stuttgart ab dem Jahr 2006. Zweite Adresse war im Anschluss das Blühende Barock vor dem Schloss in Ludwigsburg, bevor die Krone erstmals ihren Weg nach Schwenningen fand. Reiner Schorer war damals von der Schmiedearbeit so begeistert, dass er sie erwarb und im Hinterhof an seinem damaligen Geschäftssitz an der Sturmbühlstraße hinsetzen ließ. Dort stand sie bis 2016 und wanderte dann auf das Gelände des Golf- und Country-Clubs in Königsfeld. Schließlich kam die Riesenkrone zurück nach Schwenningen an die Marktstraße.