Männerchorgemeinschaft VS im Schwenninger Pflegezentrum Arte Care
: Besonderes Geschenk für die Bewohner

Die Männerchorgemeinschaft Villingen-Schwenningen hat ihren ersten offiziellen Auftritt in Schwenningen gefeiert – im Arte Care-Pflegezentrum, wo die Sänger mit einem abwechslungsreichen Programm für spürbare Freude sorgten.
Von
Jochen Schwillo
VS-Schwenningen
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Die Männerchorgemeinschaft Villingen-Schwenningen trat erstmals im Arte Care in Schwenningen auf. Die musikalischen Darbietungen kamen beim Publikum bestens an.

Die Männerchorgemeinschaft Villingen-Schwenningen trat erstmals im Arte Care in Schwenningen auf. Die musikalischen Darbietungen kamen beim Publikum bestens an.

Jochen Schwillo
  • Premiere in Schwenningen: Männerchorgemeinschaft VS singt im Pflegezentrum Arte Care.
  • 24 Sänger gehören dazu, 17 traten auf – Programm von „Bajazzo“ bis „Amazing Grace“.
  • Entstanden aus drei schrumpfenden Männerchören, Auftritt unter Dirigent Samuel Sembach.
  • Proben jeden Donnerstag um 19.45 Uhr im Villinger Zeughaus, neue Sänger sind willkommen.
  • Arte Care setzt auf Kulturangebote, plant Kooperationen mit Musikschule, Schulen und Kitas.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für die Gemeinschaft war dieser Nachmittag ein besonderer Moment: Zwar existiert der Chor seit rund vier Jahren, doch ein öffentlicher Auftritt in Schwenningen hatte bisher noch nicht stattgefunden.

Die Männerchorgemeinschaft setzt sich aus Sängern der früheren Männerchöre aus dem MGV Frohsinn Schwenningen, dem Sängerkreis Villingen und dem Männerchor Villingen zusammen. Alle drei Vereine hatten über die Jahre mit stark schrumpfenden Mitgliederzahlen zu kämpfen, bis schließlich kein eigenständiger Männerchor mehr bestehen konnte, wie Gerd Regge vom Frohsinn berichtet.

Da die Sänger bereits zuvor freundschaftliche Kontakte pflegten, entschieden sie sich, ihre Kräfte zu bündeln und gemeinsam weiterzumachen. So entstand die Männerchorgemeinschaft Villingen-Schwenningen – kein eigener Verein, sondern ein Zusammenschluss engagierter Sänger, die weiterhin Mitglieder ihrer Heimatvereine bleiben, aber ausschließlich gemeinsam auftreten.

Derzeit zählt die Gemeinschaft 24 Sänger. Für den Auftritt im Arte Care waren 17 Männer anwesend – der Singfreude tat dies keinen Abbruch. Nach den verschiedenen Sängergrüßen der einzelnen Vereine wurde dem Publikum in den Räumen an der Schwenninger Gartenstraße ein Programm in zwei Blöcken geboten. Der musikalische Bogen spannte sich dabei von „Bajazzo“ bis „Amazing Grace“. Für die musikalische Leitung war Dirigent Samuel Sembach verantwortlich, der kurzfristig für den eigentlichen Chorleiter Daniel Südhö eingesprungen war.

Geprobt wird jeden Donnerstag um 19.45 Uhr im Villinger Zeughaus, wo neue Sänger jederzeit willkommen sind. „Wir freuen uns über jeden, der Lust hat, mitzusingen – egal welchen Alters“, warb Gerd Regge.

Kontakt zur Einrichtung

Der Kontakt zur Einrichtung entstand unkompliziert: „Ich bin einfach vorbeigekommen und habe gefragt, ob Interesse besteht. Und die Leitung hat sofort zugesagt“, erzählte Regge. Einrichtungsleiterin Alla Kärcher zeigte sich sichtlich erfreut über den Besuch. Für die Bewohnerinnen und Bewohner sei musikalische Unterhaltung weit mehr als ein Programmpunkt, betonte sie. Das kleine Konzert bringe Abwechslung in den Alltag, fördere die soziale Teilhabe und rege die Sinne an. „Die Bewohner sollen Spaß haben, sich wohlfühlen und berührt werden“, sagt Kärcher. „Solche Nachmittage sind für viele ein echtes Highlight.“

Der Besuch der Männerchorgemeinschaft fügte sich nahtlos in das breite Kultur- und Begegnungsprogramm des Hauses ein. Regelmäßig kommen Musikgruppen wie eine Harmonika- und eine Mundharmonikagruppe, die zwei- bis dreimal im Jahr auftreten. Zudem arbeitet Arte Care an einer Kooperation mit einer Schwenninger Musikschule, die künftig im Haus proben und Aufführungen gestalten soll.

„Wir möchten unseren Bewohnern möglichst viele unterschiedliche Eindrücke ermöglichen“, so Kärcher. Neben Musik setzt die Einrichtung auch auf Kunst und Bildung. Für dieses Jahr sind weitere Vorträge und Begegnungsformate geplant. Am 30. Oktober wird eine junge Frau, die als Austauschschülerin in Japan war, über das Land, seine Bräuche und die Verbindung von Moderne und Tradition berichten. Auch Kooperationen mit der Gartenschule und verschiedenen Kindergärten sind im Aufbau.

Kinder sollen künftig Patenschaften übernehmen, Bewohner besuchen und kleine AGs gestalten. „So werden die Sinne angeregt, Gespräche entstehen, und die Menschen fühlen sich eingebunden“, sagte Alla Kärcher.

Der Auftritt der Männerchorgemeinschaft rundete diesen Ansatz ab: ein lebendiger Nachmittag, der musikalisch berührte, Gemeinschaft stiftete und den Bewohnern ein Stück Außenwelt ins Haus brachte. Für die Sänger war es eine Premiere – für die Bewohner ein Geschenk.