Lokführer waren in Villingen tätig
: Spendenaktion nach Zugunglück bei Riedlingen gestartet

Die beiden verstorbenen Lokführer des Zugunglücks in Riedlingen waren in der DB-Einsatzstelle in Villingen tätig. Eine Spendenaktion soll ihre Familien nun unterstützen.
Von
Simone Neß
Oberndorf
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Bei dem Zugunglück in Riedlingen sind drei Menschen verunglückt.

Bernd Weißbrod/dpa

Noch immer sitzt der Schock nach dem verheerenden Zugunglück am Sonntagabend in Riedlingen (Kreis Biberach) tief und die Betroffenheit reicht bis in die Region. Bei dem Unfall, bei dem ein Regionalexpress entgleist war, sind drei Menschen ums Leben gekommen: der 32-jähriger Lokführer, ein 36-jähriger Bahn-Auszubildender und eine 70 Jahre alte Reisende. Nun hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für die Hinterbliebenen eine Spendenaktion gestartet.

Inzwischen steht fest, dass die beiden Lokführer in der DB-Einsatzstelle am Bahnhof in Villingen tätig waren. Der 36-jährige Lokführer in Ausbildung war wohnhaft in Blumberg. Um die Hinterbliebenen der beiden Unglücksopfer zu unterstützen, hat die GDL eine Spendenaktion gestartet: Die GDL-Ortsgruppen Ulm und Villingen richteten dafür ein Paypal-Spendenkonto ein.

„Die Anteilnahme aus der gesamten Eisenbahnerfamilie ist tief bewegend: Innerhalb weniger Stunden wurden über 20 000 Euro gespendet. Wir sind sprachlos und dankbar“, schreibt die GDL auf ihrer Webseite.

Da das ursprüngliche PayPal-Spendenkonto die Grenze von 20 000 Euro bereits erreicht habe, sei ein weiteres Spendenkonto eingerichtet worden, um weiterhin helfen zu können. Die eingehenden Spenden werden demnach jeweils zur Hälfte an die betroffenen Familien weitergeleitet, schreibt die GDL. Über diesen Link geht es zur Spendenaktion: https://www.paypal.com/pools/c/9gXyukaP9F

DB-Mitarbeiter wünschen sich Spendenkonto

Auch die Deutsche Bahn habe ein Spendenkonto eingerichtet. Ein Bahnsprecher teilt auf Anfrage unserer Redaktion mit: „Auf vielfachen Wunsch von DB-Mitarbeitenden hat DB Regio ein Spendenkonto für Eisenbahnerinnen und Eisenbahner eingerichtet, um die Hinterbliebenen der verstorbenen Kollegen zu unterstützen.“

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