Landratswahl in Rottweil: VS-Kandidat Frank Bonath muss sich deutlich geschlagen geben

Frank Bonath (rechts) gratuliert dem neuen Rottweiler Landrat Christoph Keckeisen zum Wahlausgang.
Bodo SchneckenburgerNach einem Wahlgang stand das Ergebnis fest: Neuer Landrat in Rottweil wird Christoph Keckeisen. Er erhielt 39 Stimmen – mehr als 90 Prozent der anwesenden 43 von 46 Kreistagsmitgliedern stimmten für den Kandidaten vom Bodensee. Er tritt die Nachfolge von Wolf-Rüdiger Michel an, der nach 24 Jahren im Amt nicht mehr angetreten war und Ende April in den Ruhestand eintreten wird.
Frank Bonath aus Villingen zog bei der geheimen Wahl am Montagnachmittag als Außenseiter deutlich den Kürzeren. Der 54-jährige Diplom-Volkswirt und FDP-Landtagsabgeordnete wirkt im Gespräch mit uns dennoch gefasst.
Auch wenn er das Wahlergebnis so nicht erwartet habe, wie er sagt, so erlebe man ihn nun nicht vollkommen niedergeschlagen. „Die Dinge laufen wie sie eben laufen. Das ist in Ordnung so“, sagt er. Er freue sich für Christoph Keckeisen. Das deutliche Wahlergebnis sei seine „super Grundlage“ für einen guten Start.
Wie es nun für ihn selbst weitergehe? Erst einmal feiere er am Dienstag Geburtstag. Am Tag danach werde er sich dann überlegen, was er nun als Nächstes angehe, so Bonath.
Erste Anzeichen für diesen Wahlausgang hatte es übrigens bereits im November gegeben. Da bezeichneten die CDU-Fraktion und die FWV-Fraktion Christoph Keckeisen als Favoriten, während sich die FDP-Fraktion zu Frank Bonath bekannte und die anderen Kreistagsfraktionen keine Tendenz erkennen ließen. Dass das Ergebnis dann doch so deutlich sein würde, zeigte am Montag, dass der Kreistag sich bei aller parteilicher Unterschiedlichkeit doch im Kern größtenteils einig zu sein scheint.