Längere Diskussion: So geht es mit dem Streichelzoo in Kappel weiter

Der Streichelzoo in Kappel erfreut sich großer Beliebtheit bei Familien.
Albert BantleDer Streichelzoo in Kappel, der ein Besuchermagnet für Familien aus der gesamten Region darstellt, wird auch künftig im Auftrag der Gemeinde Niedereschach von Roland Heimburger betrieben.
Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nach längerer Diskussion bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen.
Der Streichelzoo wird seit Oktober 2005 von Roland Heimburger betrieben. Der jetzige Vertrag läuft zum 31. Dezember aus. Heimburger hat sein Interesse bekundet, weiterhin aktiv zu sein.
Der neue Vertrag samt Zuschuss der Gemeinde für Heimburger wurde im Vorfeld der Sitzung mit ihm abgestimmt und läuft bis 2030. Für die laufende Unterhaltung und den Betrieb des Streichelzoos zahlt die Gemeinde dem Betreiber ab 2026 einen Tagessatz in Höhe von 135 Euro (bisher 120 Euro). Die Jahressumme erhöht sich somit von 43 800 Euro auf 49 275 Euro. Zuletzt wurde dieser Satz im Jahr 2016 erhöht.
Die Diskussion
Corina Link hinterfragte, ob der Vertrag mit Blick auf die Summe und die aktuell bestehende Haushaltssperre überhaupt verlängert werden kann. Rechnungsamtsleiterin Melanie Cziep sieht diesbezüglich kein Problem.
Rüdiger Krachenfels stimmte gegen die Vertragsverlängerung. Er wunderte sich, weshalb angesichts einer Summe in Höhe von rund 250 000 Euro auf die Vertragslaufzeit von fünf Jahren bezogen, keine weiteren Angebote eingeholt wurden. „Wieso schreiben wir das nicht aus?“, lautete seine Frage. Er würde sich davon unter anderem neue Ideen und mehr Attraktivität für den Streichelzoo erhoffen. „Herr Heimburger hat sich bewährt“, betonte Bürgermeister Martin Ragg in seiner direkten Antwort an Krachenfels. Ortsvorsteher Daniel Ruf wies darauf hin, dass auch der Ortschaftsrat Kappel für eine Vertragsverlängerung mit Heimburger sei.