Kur und Bäder Projekt für Bundespreis nominiert: Grünes Klassenzimmer in Bad Dürrheim in Endausscheidung

Ein Aktion im Rahmen des Grünen Klassenzimmers mit der Grund- und Werkrealschule ist der Nistkastenbau oder auch Insektenhotels.
Kur und Bäder- „Grünes Klassenzimmer im Kurpark“ aus Bad Dürrheim ist für den Deutschen Engagementpreis 2026 nominiert.
- Träger ist die Kur und Bäder GmbH mit der Grund- und Werkrealschule – Start im Jahr 2023.
- Kinder schaffen Lebensräume wie Wildbienenhotel, Sandarium und Heckenbiotop und lernen vor Ort.
- Angebot wuchs: Ostbaarschule nimmt teil, zudem Interesse von Vereinen und Unternehmen.
- Publikum kann vom 1. bis 29. Oktober online abstimmen – Preisverleihung am 26. November 2026 in Berlin.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das „Grüne Klassenzimmer im Kurpark“ erhält bundesweite Anerkennung: Die Kur und Bäder GmbH Bad Dürrheim ist mit ihrem gemeinsam mit der Grund- und Werkrealschule Bad Dürrheim umgesetzten Projekt für den Deutschen Engagementpreis 2026 nominiert. Damit gehört das Bildungsangebot zu insgesamt 626 Projekten aus ganz Deutschland, die in diesem Jahr für den Dachpreis des freiwilligen Engagements vorgeschlagen wurden.
Vorausgegangen war die Auszeichnung mit dem LEA Mittelstandspreis für soziale Verantwortung Baden-Württemberg 2025. Denn für den Deutschen Engagementpreis können ausschließlich Preisträgerinnen und Preisträger anderer Engagementpreise nominiert werden.
Start im Jahr 2023
Seit 2023 verwandelt die Kur und Bäder den Kurpark regelmäßig in einen besonderen Lernort. Im „Grünen Klassenzimmer“ entdecken Kinder Natur nicht aus dem Schulbuch, sondern unmittelbar: Sie beobachten, gestalten, forschen und schaffen selbst neue Lebensräume. „Wir schaffen einen Ort, an dem Kinder Natur unmittelbar erleben, verstehen und wertschätzen lernen. Aus dieser Erfahrung wächst die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und unsere Umwelt zu schützen. Zugleich tragen die Kinder ihre Begeisterung und ihr Wissen in ihre Familien und ihr Umfeld weiter“, sagt Markus Spettel, Geschäftsführer der Kur und Bäder.
Schon viele Projekte
Gemeinsam mit Klaus Lang, Referent für Kurortentwicklung und Prädikatisierung, haben die Schülerinnen und Schüler bereits zahlreiche Projekte im Kurpark umgesetzt. Entstanden sind unter anderem ein Wildbienenhotel, ein Sandarium, ein Totholzbereich und ein Heckenbiotop. Dabei lernen die Kinder nicht nur, welche Bedeutung diese Lebensräume für Tiere und Pflanzen haben – sie werden selbst aktiv und leisten einen konkreten Beitrag zum Artenschutz.
Informationsschilder machen das erworbene Wissen dauerhaft sichtbar und vermitteln auch Besucherinnen und Besuchern des Kurparks Wissenswertes über Biodiversität und Naturschutz.
Lernen mit allen Sinnen
Das Konzept setzt bewusst auf Abwechslung und unmittelbare Erfahrungen. Je nach Jahreszeit reinigen die Kinder Nistkästen, säen Blumen oder gestalten Naturmandalas. Beim Waldbaden im Heilklima entdecken sie den Kurpark ganzjährig mit allen Sinnen. Ergänzend lernen sie die traditionelle Sole sowie weitere regionale Besonderheiten Bad Dürrheims kennen.
Gerade für Kinder einer innenstadtnahen Schule, deren Pausenhof zu großen Teilen versiegelt ist, schafft das Projekt wertvolle Naturerfahrungen, die im regulären Schulalltag nur begrenzt möglich sind, findet die Kur und Bäder. Die fachliche Grundlage liefert dabei auch die interdisziplinäre Expertise der Kur und Bäder.
Langfristiger Nutzen
Klaus Lang bringt seine Erfahrung als Klimatherapeut, Shinrin-Yoku-Trainer und Physiotherapeut in das Bildungsangebot ein. Investitionen in Materialien und Infrastruktur sorgen dafür, dass das „Grüne Klassenzimmer“ langfristig genutzt und weiterentwickelt werden kann.
Längst reicht die Wirkung des „Grünen Klassenzimmers“ über die ursprüngliche Kooperation hinaus. Inzwischen besuchen auch Klassen der Ostbaarschule regelmäßig das Angebot. Gleichzeitig wächst das Interesse von Vereinen und Unternehmen, die Führungen durch den Kurpark als Bestandteil von Teambuilding-Maßnahmen oder Betriebsausflügen nutzen.
Die positive Resonanz von Eltern, Lehrkräften, Gästen und der Bevölkerung zeigt, wie vielfältig das Projekt wirkt: Es verbindet Umweltbildung mit regionaler Identität, fördert das Bewusstsein für Biodiversität und schafft Begegnungen zwischen unterschiedlichen Generationen.
Publikum kann im Oktober abstimmen
Für den Deutschen Engagementpreis 2026 wurden bundesweit 626 Projekte von 170 Engagementpreisen vorgeschlagen. Eine Jury zeichnet Projekte in fünf Kategorien aus: Anstoßen, Verbinden, Verändern, Bewahren und Ich für uns. Jede Auszeichnung ist mit 10.000 Euro sowie einem professionellen Imagevideo verbunden. Darüber hinaus wird ein Publikumspreis vergeben.
10.000 Euro für Sieger
Vom 1. bis 29. Oktober kann online für die nominierten Projekte abgestimmt werden. Die drei Projekte mit den meisten Stimmen erhalten Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro, 7.500 Euro und 5.000 Euro. Den ersten zehn Plätzen wird die Reise zur Preisverleihung nach Berlin erstattet. Die 50 Nominierten mit den meisten Stimmen werden außerdem zu einem gemeinsamen Vernetzungstreffen eingeladen. Die Preisverleihung findet am 26. November 2026 im Colosseum Berlin statt.