Kunstsprechstunde am Samstag, 10. Oktober: Noch nie gezeigte Werke in Villingen

Die vom Mannheimer Auktionshaus veranstaltete Kunstsprechstunde nächsten Samstag in der Villinger Tonhalle wartet mit einer kleinen Sensation auf: In einer Ausstellung werden noch nie gezeigte Werke der Jazzlegende Miles Davis gezeigt.
Mannheimer Auktionshaus- In Villingen zeigt das Mannheimer Auktionshaus noch nie gezeigte Werke von Miles Davis.
- Anlass ist der 100. Geburtstag Davis' – gezeigt werden 20 bis 30 Zeichnungen und Bilder.
- Die Sammlung umfasst 600 bis 700 Werke sowie 30 signierte E-Gitarren, teils bereits verkauft.
- Besucher sehen Aquarelle und Ölbilder, bisher waren vor allem Skizzen aus den 1980ern bekannt.
- Kunstsprechstunde: Samstag, 10. Oktober, Neue Tonhalle Villingen, 10 bis 17 Uhr, ohne Anmeldung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es klingt fast ein wenig wie im Märchen. Vor etwa einem Dreivierteljahr rief die Schwägerin der US-amerikanischen Jazzlegende in Mannheim an und bot 600 bis 700 bislang komplett unbekannte Werke Davis' an. Dass dieser kurz vor seinem Tode im Jahr 1991 nochmals heiratete, und zwar eine Pfälzerin, das weiß nicht einmal die Künstliche Intelligenz. Diese und andere einschlägige Informationsquellen im Internet weisen Cicely Tyson nämlich als letzte Ehefrau bis 1989 aus.
Nach dem Tod der deutschen Ehefrau des Musikers ging das Erbe komplett auf deren Schwester über. „Die Schwägerin von Davis war mit dem großen Erbe überfordert und wandte sich an uns“, so Charles Bamberger. Neben den Hunderten von Bildern übernahm das Mannheimer Auktionshaus auch 30 durch Miles Davis signierte E-Gitarren, die teils schon verkauft seien.
Bei der riesigen und exklusiven Kunsthinterlassenschaft handelt es sich um kleinere Werke mit einer Größe von 40 mal 60 Zentimetern, „bunt und schrill“. Inzwischen seien die Bilder gerahmt. Nach Villingen bringt das traditionsreiche Auktionshaus einen Bruchteil von 20 bis 30 ausgewählten Zeichnungen und Bildern mit.
Bislang sind von Miles Davis vor allem schnell hingehuschte Bleistiftzeichnungen und Skizzen aus den 1980er Jahren bekannt. Die Besucher der Kunstsprechstunde kommen aber darüber hinaus in den Genuss von unbekannten Aquarellen und Ölbildern des prominenten Musikers. Dies sei ein „Highlight“, schwärmt Bamberger, der das Auktionshaus in Mannheim führt und nun die Ausstellung in Villingen initiiert hat.
Exklusive Sammlung
Dass dieses Jahr der 100. Geburtstag Davis' gefeiert wird, sei der Anlass, die exklusive Sammlung in die Zähringerstadt zu bringen. „Das macht es für uns spannend“, so der Chef des Mannheimer Auktionshauses. Auch für die Besucher stelle sich sicher die Frage „Was hat Miles Davis denn gemalt?“
Da seien einige schöne Bilder mit dabei, wie Bamberger verrät. Die Gemälde böten sich auch als Wertanlage an. Derzeit werde ein Katalog der nun aufgetauchten Miles-Davis-Sammlung erstellt. Dass der am 26. Mai 1926 geborene sich vor allem als Jazztrompeter und Bandleader einen Namen machte, ist bekannt. Kaum aber, dass er auch malte und zeichnete.
Kunstsprechstunde
Ein Besuch der Kunstsprechstunde ist ohne Voranmeldung möglich. Dies gilt auch für Interessenten der Davis-Ausstellung. Spontane Besucher der Kunstsprechstunde müssen sich bei der Veranstaltung, die sich an das Format der bekannten Fernsehserie „Kunst und Krempel“ des Bayerischen Rundfunks orientiert, mit Wartezeiten rechnen. F
ür die fachliche Beratung bezüglich der Werke des Musikers steht ein eigener Kunstsachverständiger zur Verfügung. „Man kann die Leute mit dem Werk nicht alleine lassen“, erklärt hierzu Bamberger.
Das Mannheimer Auktionshaus veranstaltet jedes Wochenende in einer anderen Stadt in Baden-Württemberg, Hessen und in der Pfalz solche Kunstsprechstunden. In dieser werden Gemälde, Schmuckstücke, Uhren, Münzen und weitere Kunstgegenstände kostenfrei geschätzt. Die Werke der Musikerlegende können käuflich erworben werden. Die Kunstsprechstunde findet am Samstag, 10. Oktober, in der Neuen Tonhalle in Villingen von 10 bis 17 Uhr statt.
