Kommunale Wärmplanung
: So will Mönchweiler die Wärmewende angehen

Weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien: Mönchweiler hat im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung einen Fahrplan für die kommenden Jahre vorgestellt.
Von
Monika Hettich-Marull
Mönchweiler
Jetzt in der App anhören
Strom und Wärme vom Dach – die Gemeinde Mönchweiler setzt neben anderen Maßnahmen auf ein 500-Dächer-Ausbauprogramm zur Umsetzung des kommunalen Wärmeplans.

Strom und Wärme vom Dach – die Gemeinde Mönchweiler setzt neben anderen Maßnahmen auf ein 500-Dächer-Ausbauprogramm zur Umsetzung des kommunalen Wärmeplans.

Monika Hettich-Marull
  • Mönchweiler stellt einen Fahrplan für die kommunale Wärmeplanung vor.
  • Im Bestand heizen rund 85 % mit Öl oder Gas, etwa 14,7 % nutzen Erneuerbare.
  • Ziel ist mehr erneuerbare Wärme – große Freiflächenanlagen gelten als zentral.
  • Wärmepumpen sollen in Einzelversorgungsgebieten dominieren – Sanierungen sollen den Bedarf senken.
  • Start mit sieben Maßnahmen, u. a. 500‑Dächer‑PV und Quartierskonzept; erste Info am 7. Oktober.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mönchweiler möchte in den nächsten fünf Jahren einen Teil der Ergebnisse aus der Bestands- und Potenzialanalyse der kommunalen Wärmeplanung umsetzen, weitere sollen folgen.

Gemeinsam mit den Gemeinden Unterkirnach und Tuningen hatte die Gemeinde vor rund zwei Jahren das Büro Greenventory mit der Planung beauftragt – am Donnerstag stellte Linus Nett die Ergebnisse und das Zielszenario im Gemeinderat Mönchweiler vor.

Im Ist-Bestand setzen in Mönchweiler rund 85 Prozent der Eigenheimbesitzer auf fossile Brennstoffe, dabei dominieren klar Heizöl- und Erdgaskessel. Rund 14,7 Prozent nutzen bereits erneuerbare Energien. Ziel muss es nun sein, den Anteil der erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren signifikant zu steigern.

Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren

Die Potenziale, sowohl bei Wärme, als auch beim Strom, so zeigen die Untersuchungen, liegen eindeutig in großen Freiflächenanlagen. Machbarkeitsstudien sollen weiterhin zeigen, in welchen Bereichen der Ausbau oder die Neugestaltung von Wärmenetzen angezeigt wären. Außerdem soll durch Gebäudesanierungen der Wärmebedarf bis 2040 sinken. „Bei einer Sanierungsrate von einem Prozent rechnet man mit einem Minus von 13,2 Prozent."

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

In den Einzelversorgungsgebieten – wo keine Versorgung durch ein Wärmenetz möglich ist – sollten Wärmepumpen dominieren. Das Wunschziel: Bis zum Jahr 2040 reduzieren sich die Treibhausgasemissionen bis auf ein kleines „Restbudget“.

Mit sieben Maßnahmen möchte man bei der Gemeinde Mönchweiler in das Thema einsteigen. Neben der Projektierung einer Freiflächen-PV-Anlage im Westen der Gemeinde und einem 500-Dächer-PV-Ausbau-Programm, setzt man auch auf die Transformation für das bestehende Wärmenetz im Ortskern von Mönchweiler. Mit der Erstellung eines Quartierskonzepts im Ortskern will man über Sanierung und „Dekarbonisierung“ (Umwandlung von fossilen zu erneuerbaren Energiequellen) dem Ziel näherkommen.

Erste Info-Veranstaltung am 7. Oktober

Regelmäßig soll es Informationsveranstaltungen zu Sanierungsmöglichkeiten, erneuerbaren Heizsystemen und Wärmenetzanschlüssen in den drei beteiligten Gemeinden für die Bürger geben. Die beiden weiteren Punkte betreffen die Planungs- und Verwaltungsprozesse der Gemeinden. Am 7. Oktober wird die erste gemeinsame Informationsveranstaltung in Unterkirnach stattfinden.

Das wohl größte Problem bei der Umsetzung der strategischen Punkte ist die Infrastruktur. „Wir brauchen eine leistungsfähige Netzstabilität – hier mangelt es noch an praktikablen Lösungen“, erklärte Nett.