Kita in der Au Schwenningen: Brandschutz soll nachgebessert werden

Das Team der Kita in der Au hatte mit den Kindern während der Feierstunde ein Lied vorgetragen.
Jochen SchwilloJetzt hofft das Kindergartenteam auf den Gemeinderat, dass der Brandschutz im Gebäude an der Austraße bald nachgebessert wird.
„Unsere großen Funktionsräume sind nur auf 15 Personen ausgelegt, deswegen können wir nicht mit einer so großen Menge an Personen hier zusammenkommen“, erklärte Marius Voigt, der stellvertretende Einrichtungsleiter, der froh darum war, dass das Wetter mitspielte.
„Ich bin mir sicher, die Kita in der Au wird auch in den kommenden Jahren frisch und vital bleiben, wie es auch in den letzten 30 Jahren war“, sagte Marius Voigt. „Das hat die Au auch immer ausgezeichnet, dass sie erlebnisreich und lebendig bleiben wird“, sagte er.
Jubiläum nachgefeiert
Wegen der Coronakrise konnte vor fünf Jahren das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen nicht gefeiert werden. Da dachte man sich, dass es schade wäre, wenn der Geburtstag unter den Teppich gekehrt wird und da hatte sich das Team die 30 ausgesucht, so Voigt. Andrea Lienhard, die gut ein Jahr die Leitung in dem Schwenninger Kindergarten hat, stellte fest, dass die Au mit ihrer starken Gemeinschaft ein besonderes Haus ist. Zusammen mit Antje Kanaske als langjährige Mitarbeiterin gab es einen kleinen Rückblick auf die bewegte Vorgeschichte.
Oberbürgermeister Jürgen Roth meinte, dass 30 Jahre schon etwas Besonders seien. „Die Kita in der Au ist eine der größten Kindertagesstätten innerhalb von Schwenningen“, so Roth. Mit Blick auf die Architektur mitten in der Stadt auch eine ganz besondere Einrichtung mit einem tollen, grünen Außenbereich. Für den Oberbürgermeister ein Geschenk für Viele. Jürgen Roth lobte auch das Team um Einrichtungsleiterin Andrea Lienhard. „Sie erfüllen diese Kindertagesstätte mit Leben, Heimat und Zuneigung“, betonte Roth. Neben der Unterstützung der Kinder würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Pädagogik, ihrem Verständnis und ihrer Sensibilität auch die Eltern begleiten.
„In Schwenningen haben wir die Tatsache, dass es einen hohen Migrationsanteil gibt“, berichtete der Oberbürgermeister. Das sei nichts Negatives, sondern durchaus eine Bereicherung, auch für die Kita in der Au. Ausblickend kündigte Jürgen Roth an, dass man jetzt nach der Schließung der Wilhelmspflege mit der Kita in der Bürkstraße fest daran sei, dass bald die nächste Einrichtung in der Nachbarschaft kommt. Wenn diese dann in Betrieb ist, habe man noch einmal eine große Entlastung innerhalb des Kernbereiches der Innenstadt.
Ein Teil von zu Hause
Für den Elternbeirat betonte Felicitas Duru, dass die Kindertagesstätte nicht nur ein Ort der Betreuung sei, sondern auch ein Teil von zu Hause. Denn die Erzieherinnen und Erzieher sind neben den Eltern die wichtigsten Bezugspersonen. Die Kita ist auch ein kleines Stück der großen Welt mit 15 Nationen. Hier sei beeindruckend, wie eine große Gemeinschaft entsteht. Die Qualität der Kindertagesstätte von heute ist die Qualität der Gesellschaft von morgen“, sagte Felicitas Duru.
Beim Tag der offenen Tür konnte sich die Bevölkerung beim Rundgang durch das Gebäude, über die Heimat der Maskottchen dem Kellergeist „Aurelia“ und der Eula „Aurora“ umfassend informieren. Für die Kinder wurden viele Aktivitäten geboten und der Fanfarenzug der Narrenzunft Schwenningen sorgte für den würdigen musikalischen Rahmen zur 30-Jahr-Feier.
Rückblick
Der Name
Antje Kanaske berichtete unter anderem, dass die Au zuerst eigentlich Kindertagesstätte Neue Wilhelmspflege heißen sollte, als Ersatz für das alte Gebäude in der Metzgergasse. Das galt schon lange als sanierungsbedürftig. Weiterhin habe die Kindertagesstätte ihren Namen nach der gleichnamigen Flurbezeichnung In der Au erhalten, so Antje Kanaske. Der Bau und der Einzug wurde dadurch verzögert, dass wegen Schadstoffen der Boden abgetragen werden musste. „Mit den ersten 20 Kindern sind wir damals im Februar 1995 in die ersten Räume eingezogen“, sagte die Erzieherin. Im Mai folgten die restlichen Kinder. 2007 wurden erneut Schadstoffe entdeckt, diesmal im Garten. Es gab sogar Bohrungen in einem Gruppenraum. Flexibel waren damals die Öffnungszeiten. Hier arbeitete man nach dem Zeitblockmodell. Die Kita war von sechs bis 18 Uhr geöffnet und die Familien konnten flexible Stunden nutzen – ein echtes Baukastensystem das auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt war, berichtete Antje Kanaske.