Kirchen in VS
: Arbeitsgemeinschaft baut Brücken

Die Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen in Villingen und Schwenningen haben sich vor einem Jahr zusammengeschlossen.
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(red/pm)
Oberndorf
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Im Vorfeld der Bundestagswahl bezog die Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen (ACK) Stellung und war mit der mobilen Fahrradküche Sancta Carla in den Innenstädten präsent.

Gunter Berberich

Vor einem Jahr haben die Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen (ACK) in Villingen und Schwenningen fusioniert, sodass nun zwölf christlichen Gemeinden in der ACK Villingen-Schwenningen vertreten sind. Damit verbindet die ACK nicht nur die Doppelstadt Villingen-Schwenningen, sondern ist auch die erste „Baden-Württemberg-ACK“, in der zwei Landeskirchen und zwei Diözesen vertreten sind, heißt es in einer Mitteilung.

Das Vorstandsteam spiegele die Vielfalt der Gemeinden wider: Pfarrerin Lisa Bender (evangelisch, Villingen), Werner Hoos (katholisch, Schwenningen), Dietmar Döring (evangelisch-methodistisch, Schwenningen), Erzpriester Dimitrios Katsanos (griechisch-orthodox, Schwenningen) und Pastoralreferent Gunter Berberich (katholisch, Villingen), der auch den Vorsitz inne hat.

„Bisher passte der Spruch: ‚Die größere Ökumene ist für mich, die Schwenninger Katholiken zu treffen, als die Villinger Evangelischen, mit denen wir sowieso eng zusammenarbeiten‘“, stellt Berberich fest, „nun sind wir ganz regelmäßig über die Diözesan- und Landeskirchen-Grenzen hinweg im Austausch“.

Das ganze Jahr hindurch wurden ökumenisch Gottesdienst gefeiert: Wöchentlich in den Friedensgebeten in Villingen und Schwenningen, in der Sommersaison im Kirchenpavillon auf der Schwenninger Möglingshöhe und am Pfingstmontag in beiden Stadtbezirken. Ein Thema, das immer wieder eine Rolle gespielt habe, sei das Glaubensbekenntnis von Nicäa, das vor 1700 Jahren formuliert wurde und bis heute die verbindende Basis ist.

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Im Vorfeld der Bundestagswahl habe die ACK klar Stellung bezogen: gegen menschenverachtende Stimmungsmache, gegen populistische Vereinfachungen und gegen rechtsextremistisches Gedankengut. Mit der Plakat-Aktion „Meine Kirche steht für Vielfalt und Demokratie“ und tausenden Flyern, Ansteck-Pins und Aufklebern brachte die ACK ihre Haltung in die Öffentlichkeit.

Gespräche spielen wichtige Rolle

„Position zu beziehen ist das eine, viel wichtiger ist es aber, darüber ins Gespräch zu kommen“, betont Pfarrerin Lisa Bender, weshalb die ACK mit der mobilen Fahrradküche Sancta Carla in den Innenstädten präsent war und zum Gespräch einlud. Und Berberich ergänzt: „Problematisch wird es vor allem dann, wenn die AfD versucht, gezielt Christen zu adressieren, indem sie von der ‚Überfremdung des christlichen Abendlandes‘ redet oder sich gegen Abtreibung positioniert. Sich hier verführen zu lassen, ist gefährlich, weil rechtsextreme Positionen mitgewählt werden.“

Dieses Engagement habe die ACK durch ein Statement fortgesetzt, in dem die Solidarität mit Menschen auf der Flucht und die gleiche Würde aller Menschen betont wurde. Praktisch würden diese Forderungen durch den Einsatz der Ehrenamtlichen im Arbeitskreis Asyl sowie den Beitritt zur Initiative „United4Rescue“, welche die zivile Seenotrettung im Mittelmeer stärkt. In der ACK seien auch muttersprachliche Gemeinden vertreten, die Kontakt zu Herkunfts- und Transitländern haben und von der Not der betroffenen Menschen berichten.

Bei der ersten Nachhaltigkeitswoche vertreten

Darüber hinaus ist die ACK im interreligiösen Dialog engagiert: Ein festes Format ist die christlich-muslimische Dialogrunde, sowie der Jahrtag der Friedenserklärung der Religionen, bei dem erinnert wird, dass alle unterzeichnenden Religionsgemeinschaft sich dafür einsetzen, dass der Name Gottes und Religion nicht für die Begründung von Gewalt und Terror missbraucht werden.

„Die ACK war auch bei der ersten Nachhaltigkeitswoche Villingen-Schwenningen prominent vertreten“, teilt die ACK mit. Mit einem gemeinsamen Stand hätten Mitgliedskirchen über globale Partnerschaften, faire Produkte und ihr Engagement für Klimagerechtigkeit in der Villinger Innenstadt informiert. Beim Kürbisfest wurde ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Thema „Schöpfungsverantwortung“ gefeiert.

Das Fazit der ACK

„Das Fazit nach einem Jahr ACK VS: Gemeinsam sind wir stärker, vernetzter, sichtbarer und christlicher. Wir bleiben dran“, nennen die Mitglieder ihre Devise .

www.ack-vs.de