Kirche im Schwarzwald-Baar-Kreis
: Jetzt stehen die Köpfe fürs Dekanat fest

Welche Pfarrer werden künftig vor Ort sein? Diese Frage treibt angesichts der Neu-Organisation der Kirche viele um. Jetzt stehen die pastoralen Leitungspersonen der künftigen Pfarreien im Dekanat Schwarzwald-Baar fest.
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(red/pm)
Oberndorf
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Das Dekanat im Kreis erfindet sich neu – auch organisatorisch. Der Prozess ist jetzt ein gutes Stück vorangekommen.

Friso Gentsch/dpa/Friso Gentsch

Die Bekanntgabe der leitenden Referenten sowie der stellvertretenden Pfarrer gilt als Meilenstein der Kirchenentwicklung 2030 im Landkreis.

Für die 36 neuen Pfarreien und Kirchengemeinden der Erzdiözese Freiburg, die zum 1. Januar 2026 gebildet werden, stehen die leitenden Referenten sowie die stellvertretenden Pfarrer fest – und damit weitere Leitungsfunktionen für die pastorale Arbeit.

Diese Personalien stehen

Erzbischof Stephan Burger entschied über die Stellenvergaben unter breiter Beteiligung diverser Gremien, heißt es in einer Pressemitteilung. Dazu zählen die Stellungnahmen von Ausschüssen der Pfarrgemeinderäte und Seelsorgeteams, der designierten Pfarrer, der Dekane sowie der Personalkommission. Im Ergebnis werden 17 Frauen und 19 Männer als leitende Referenten fungieren – in einem Fall als Tandem. Eine weitere Stellenvergabe ist aktuell noch nicht abgeschlossen.

Für die künftige Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit mit Sitz in Donaueschingen soll die Stelle des stellvertretenden leitenden Pfarrers mit Pfarrer Karlheinz Brandl besetzt werden. Die Stelle des leitenden Referenten wird dort an Michael Schlegel übertragen. Für die zukünftige Pfarrei Unsere Liebe Frau Villingen soll die Stelle des stellvertretenden leitenden Pfarrers mit Pfarrer Harald Bethäuser besetzt werden. Die Stelle des leitenden Referenten wird dort an Tobias Hofmann übertragen.

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Bereits im Januar 2024 wurden die designierten Pfarrer für die künftigen Pfarreien ernannt – für die Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit Donaueschingen handelt es sich um Pfarrer Fabian Schneider; für die Pfarrei Unsere Liebe Frau Villingen handelt es sich um Pfarrer Thomas Mitzkus.

Organisation im Team

Gemäß Kirchenrecht obliegt den Pfarrern die Leitung einer Pfarrei, wobei sie mit ihrem Amt verbundene Aufgaben delegieren können, heißt es weiter.

Damit einher geht ein neues Verständnis von Leitung im Team. So soll die pastorale Vielfalt, Kreativität und Handlungsspielräume gefördert werden. Zum Aufgabengebiet der leitenden Referenten gehören die Leitung und Koordinierung pastoraler Prozesse, die Mitarbeit an der strategischen Weiterentwicklung der Pfarrei und die Steuerung der Pfarreiaktivitäten. Gleichzeitig sind die Ernannten Dienstvorgesetzte von Mitarbeitenden im pastoralen Dienst.

Mit der Bekanntgabe des stellvertretenden Pfarrers ist je nach Größe der Pfarrei ebenfalls die Übertragung differenzierter Aufgaben mit einer spezifischen Verantwortung oder eine Abwesenheitsvertretung verbunden. Die Berufung des stellvertretenden Pfarrers erfolgt für eine Amtsdauer von acht Jahren, in der Regel mit der Möglichkeit einer einmaligen Verlängerung um sechs Jahre.

Eine ungeklärte Position

Sowohl die Stellen der leitenden Referenten als auch die der stellvertretenden Pfarrer werden noch vor Bildung der neuen Pfarreien am 1. Januar 2026 – in der Regel bis zum 1. Oktober 2025 – besetzt werden. Noch nicht entschieden wurde über die Besetzung der Pfarreiökonomen, die die Verwaltung und Finanzen der künftigen Pfarrei verantworten. Hierbei handelt es sich um eine neu geschaffene Leitungsposition im Rahmen der Kirchenentwicklung, die Bewerbungsverfahren laufen noch. Die Stellenvergabe läuft im Dekanat Schwarzwald-Baar voraussichtlich bis Mitte November. Dann werden die künftigen Leitungsfunktionen besetzt sein und sind vorbereitet für die Errichtung der 36 neuen Pfarreien.