Kinderferienprogramm auf der Zielgeraden
: Manege frei für Trossinger Zirkuskinder

Der Traum vom Auftreten als Artist in einem echten Zirkus wurde in der letzten Sommerferienwoche für 40 Kinder im Zelt des Projektzirkus Bingo war.
Von
Ingrid Kohler
Trossingen
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Zirkusluft schnuppern hieß es für 40 Kinder beim Projektzirkus „Bingo“. Im Rahmen des Trossinger Kinderferienprogramms wurden sie zu Artisten und präsentierten ihren Familien als Abschluss ihr Können in einer zweistündigen Aufführung.

Zirkusluft schnuppern hieß es für 40 Kinder beim Projektzirkus „Bingo“. Im Rahmen des Trossinger Kinderferienprogramms wurden sie zu Artisten und präsentierten ihren Familien als Abschluss ihr Können in einer zweistündigen Aufführung.

Ingrid Kohler
  • Projektzirkus Bingo trainierte 40 Kinder im Trossinger Kinderferienprogramm.
  • Fünf Tage Üben endeten mit einer zweistündigen Aufführung für Familien.
  • Kinder wählten zwei Disziplinen, etwa Trapez, Jonglage, Zauberei oder Clownerie.
  • Leiter Roman Fiala betonte Bewegung, Konzentration und Teamgeist als Ziele.
  • Zirkus Bingo ist auf Schulprojekte spezialisiert – Infos unter www.zirkus-bingo.de.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach einem Jahr Pause schlug der Projektzirkus Bingo aus Horb auf dem Bolzplatz bei der Solwegschule im Rahmen des Trossinger Kinderferienprogramms wieder seine kleine Zirkusstadt auf.

Fünf Tage lang hieß es für insgesamt 40 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren: üben und trainieren für den großen Auftritt am letzten Tag. Organisiert wurde die Zirkuswoche vom Stadtjugendreferat Trossingen. Von morgens 8 Uhr bis nachmittags um 15.30 Uhr, dazwischen gab es auch Mittagessen, durften die Kinder ihre Fähigkeiten als Artisten ausprobieren und stetig steigern.

Der Projektzirkus Bingo sei seit 26 Jahren spezialisiert auf Schulprojekte und Ferienprogramme, erzählte der Leiter Roman Fiala, der seit 43 Jahren in Horb wohnt. Bereits vor rund einem Viertel Jahrhundert sei er schon beim Trossinger Kinderferienprogramm dabei gewesen. „Dann gab es viele Jahre Pause.“ Über den Kontakt zu Stadtjugendreferent Marc Molsner sei er vor zwei Jahren erstmals wieder gekommen.

„Etwa 15 der 40 Kinder, die 2024 dabei waren, sind wieder gekommen“, freut sich der Zirkuschef. „Also hat es ihnen damals Spaß gemacht.“ Er freue sich immer, wenn Kinder zum wiederholten Male dabei seien und sich schon zu kleinen Profis entwickelt hätten. Roman Fiala, der ursprünglich aus Prag kommt, ist die Zirkusluft bereits in die Wiege gelegt worden: „Meine Oma hatte schon in Tschechien einen Zirkus und ich bin ehemaliger tschechischer Staatsartist mit Ausbildung.“

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Vier Mitarbeiter unterstützen

Vier Mitarbeiter hat er in Trossingen dabei. „Das sind alles engagierte Profi-Artisten aus dem Zirkus oder dem Varieté mit jahrelanger Erfahrung.“ Am ersten Tag durften die angehenden jungen Artisten zunächst alle Kunststücke ausprobieren und sich anschließend für zwei entscheiden. Jonglage, Tellerdrehen, Artistik am Trapez, Zauberei, Fakir, Hula-Hoop, Rola-Bola, Bodenartistik und natürlich Clownerie– schnell hatte jeder seine Lieblingsprojekte gefunden.

Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache, scheuten sich weder vor dem Stehen oder Liegen auf dem Nagelbrett, noch vor dem Kopfstand auf den Glasscherben. Viel Spaß hatten die angehenden Clowns und brachten ihre eigenen lustigen Ideen mit ein. Die Frage, warum er solche Projekte mache, beantwortete Roman Fiala so: „Es macht Spaß und liegt im Blut, denn ich komme aus einer Zirkusfamilie.“ Ein wichtiger Punkt sei auch: „Es gibt Kinder, die können nicht mal einen Purzelbaum machen.“

Bewegung für Kinder ist gut

Viel sitzen nur an der Spielkonsole oder am Handy. Doch Kinder bräuchten Bewegung. „Es ist doch sehr schön, wenn sie zusammen spielen und hier gemeinsam auftreten.“ Die Jungen seien oft hyperaktiv und könnten sich austoben. „Im Laufe der Woche werden sie aber viel ruhiger und können sich viel besser konzentrieren“, so Fiala.

Es gehe aber auch um den sozialen Aspekt. „Beispielsweise müssen sich zwei Kinder am Trapez total aufeinander verlassen können.“ Aus Erfahrung wisse er, dass beide, die sich vorher kaum oder gar nicht kannten, auch später befreundet bleiben. Selbst die Eltern knüpfen oft Kontakte zu anderen Familien und es entstehen langjährige Freundschaften. „Es ist somit alles nicht umsonst“, betont Fiala schließend. „Es ist so wie im Zirkus – wir sind alle eine Familie.“

Zwei Stunden Aufführung

Dabei freute er sich bereits auf den letzten Tag mit der einstudierten rund zweistündigen Aufführung. „Das ist der Höhepunkt für die Kinder unseres Projektzirkusses und deren Familien als Publikum.“ Weitere Informationen und die Möglichkeit, den Zirkus Bingo zu buchen für Schulprojektwochen oder Kinderferienprogramme, gibt es unter www.zirkus-bingo.de