Kinderbetreuung in VS
: Stadt greift zu – Grundstück neben Kita in der Au gesichert

Um die 30 Jahre alte Einrichtung fit für die Zukunft zu machen, sichert sich die Stadt das Areal entlang der Austraße. Wie der Ausbau aussehen soll, bleibt aber noch offen.
Von
Daniela Schneider
Oberndorf
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Die Kita in der Au soll erweitert werden. Dafür hat die Stadt jetzt von ihrem Vorkaufsrecht für ein angrenzendes Grundstück Gebrauch gemacht.

Daniela Schneider

Wie Oberbürgermeister Jürgen Roth im Gemeinderat bekannt gab, macht die Stadt von ihrem Ankaufsrecht eines Grundstücks Gebrauch, das links neben der Kindertagesstätte in der Au in Schwenningen liegt.

Dem liegt ein entsprechender Beschluss des Gemeinderats zugrunde.

Der Grundstückskauf soll erfolgen, um die Kita erweitern zu können. Das bestätigte der städtische Pressesprecher Patrick Ganter auf Nachfrage.

Die Kita hatte im vergangenen Sommer ihr 30-jähriges Bestehen feiern können und bei der Gelegenheit war auch berichtet worden, dass in den Räumlichkeiten beim Brandschutz nachgebessert werden muss.

Brandschutz schon länger Thema

Wegen Brandschutzauflagen hatte die Feierstunde nicht drinnen in dem Haus, sondern nur im Garten stattfinden können. Wie berichtet wurde, sind die großen Funktionsräume der Kita nur jeweils auf 15 Personen ausgelegt, für größere Gruppen wird es da eng.

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.kita-in-der-au-schwenningen-brandschutz-soll-nachgebessert-werden.50fc1d4e-3f25-490a-9d69-46b28fed910c.html

Wie genau eine mögliche Erweiterung der Kindertagesstätte aussehen soll, dazu machte der städtische Sprecher vorerst noch keine Angaben.

Aktuell entsteht am Mauthepark eine neue städtische Kindertagesstätte. Insgesamt ist der Bedarf an Betreuungsplätzen weiterhin sehr hoch in VS.

Für das Gelände links der Kita, entlang der Austraße, auf dem bislang dieses Gebäude steht, hat sich die Stadt das Vorkaufsrecht gesichert.

Foto: Daniela Schneider

Die Kita in der Au steht an der Stelle der ehemaligen Milchzentrale. Diese war im August 1991 abgerissen worden. Spatenstich für die Kita war dann am 18. August 1992. Sie war ursprünglich als Ersatz für die seinerzeit schon in die Jahre gekommene Wilhelmspflege an der Metzgergasse angedacht gewesen. So sollte sie erst auch selbst Neue Wilhelmspflege heißen. So kam’s dann aber nicht.

Die Kita gibt es seit 1995. Sie feierte im vergangenen Jahr 30. Geburtstag.

Foto: Daniela Schneider

Die 1995 eröffnete neue Kita wurde stattdessen nach der Flurbezeichnung In der Au benannt. Probleme hatte es vor der Eröffnung gegeben, weil man erst noch Schadstoffe aus dem Boden abtragen musste. Eingezogen wurde dann mit den ersten 20 Kindern im Februar 1995, kurz darauf folgten weitere Kinder.

Das Gebäude mit der Adresse Winkelstraße 12 hat eine sehr besondere Architektur, zumal sich die Planer mit einer schwierigen Topographie des Grundstücks arrangieren mussten. Sie entschieden sich für eine sehr differenzierte Höhenstaffelung der einzelnen Gebäudeteile und dafür, dass Gebäudeform und die Gestaltung auf die besondere Nutzung hinweisen sollten.

Rund 15 Nationen versammelt

Heute besuchen drei- bis sechsjährige Kinder, deren Familien aus rund 15 verschiedenen Nationen stammen, die Einrichtung mit ihren fünf Gruppen. Es stehen verschiedene Betreuungsformen zur Verfügung. Das Haus verfügt zum Beispiel auch über einen Bewegungsraum, einen Rhythmikraum, einen Werkraum und auch verschiedene Nischen des Flures sind bespielbar. Der Kletterturm, der vom Untergeschoss bis hinauf in das zweite Obergeschoss reicht, ist zudem der Hit bei den Kindern. Für die Verpflegung wird in einer eigenen Küche und auch durch einen externen Lieferanten gesorgt.

Zur großen Gartenanlage gehören ein Ballsportplatz, Sandkästen, eine große Matschanlage, ein Klettergerüst mit Rutsche, gruppeneigene Hochbeete mit Gemüse und Kräutern, Bäume zum Klettern und „viel Fläche, um das Fangen, Federball, Seilspringen und andere Bewegungsformen auszuprobieren“, wie es auf der städtischen Homepage hierzu heißt.

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