Katholiken in Villingen: So laufen die Pfarreiratswahlen ab

Der Wahlausschuss (von links): Ludger Trilken (stellvertretender Vorsitzender, Stimmbezirk Villingen), Diana Schober (Bregtal), Uwe Nottensteiner (Vorsitzender, An der Eschach), Sabine Effinger (Zwischen Brigach und Kirnach), Josef Broghammer (St. Georgen-Tennenbronn) und Raimund Rösler (Triberg) haben die Wahlen geplant und sind für ihre Durchführungen verantwortlich
Martin DischIm Wahlgebiet der „Römisch-Katholischen Kirchengemeinde Im Quellenland“sind 23 Mitglieder des Pfarreirates zu wählen. Die sechs Stimmbezirke entsprechen den Grenzen der heutigen Seelsorgeeinheiten.
Die Sitzverteilung: An der Eschach und Bregtal, jeweils vier Sitze. St. Georgen-Tennenbronn, Triberg und Zwischen Brigach und Kirnach jeweils drei Sitze und in Villingen sechs Sitze.
Schon seit September wurden die Unterlagen verschickt und man konnte seit dem 5. Oktober online seine Stimme abgeben. Der Wahlausschuss hat sich gebildet.
Und nun hoffen die Verantwortlichen, allen voran Pfarrer Thomas Mitzkus und der leitende Referent Tobias Hofmann auf viele Wähler am kommenden Sonntag, 19. Oktober. Ab 20 Uhr gibt es eine Wahlparty im Münsterzentrum in Villingen.
Der Pfarreirat
Beide sind dankbar dafür, dass viele Menschen sich entschieden haben, sich zur Wahl zu stellen. In Villingen treten neun Kandidaten an. „Der Pfarreirat“, so Hofmann in einem Gespräch in seinem Büro im Münsterzentrum, „ist das entscheidende Gremium in der neuen Pfarrei. Zusammen mit dem Kernteam tragen die Pfarreirätinnen und -räte die nächsten fünf Jahre die Verantwortung für die pastorale Arbeit vor Ort, gestalten mit, wie Kirche vor Ort gelebt wird und wie sie sich weiterentwickelt.“

Der leitende Pfarrer der neuen Kirchengemeinde im Quellenland Thomas Mitzkus (links) und der leitende Referent Tobias Hofmann sind gespannt auf die Pfarreiratswahl am Wochenende.
Foto: Martin DischDie Aufgaben des Pfarreirats sind vielfältig. Er entwickelt und beschließt gemeinsam mit anderen engagierten Menschen Ziele für die pastorale Arbeit der neuen Pfarrei. Er unterstützt die Aktivitäten kirchlicher Teams, Gruppen und Verbände. Er vertritt die Pfarrei in Kirche, Gesellschaft und Öffentlichkeit. Er wirkt bei pastoralen Stellenbesetzungen mit und berät die Pfarreileitung bei der Einsatzplanung des pastoralen Personals und er trägt Sorge, durch Beschließen des Haushaltes, dass das Vermögen der Pfarrei verantwortungsvoll eingesetzt wird, um kirchliches Leben und soziales Engagement zu fördern.
Die Arbeit wird der Pfarreirat zum 1. Januar aufnehmen, wenn die bisher sechs Seelsorgeeinheiten mit ihren jetzt 30 Pfarreien sich einer gemeinsamen Pfarrei zusammenschließen. Die neue Pfarrei hat dann eine Fläche von 628 Quadratkilometer in der etwa 48 000 Katholikinnen und Katholiken leben.
Schon jetzt sitzen Pfarrer Mitzkus und Tobias Hofmann mit weiteren Verantwortlichen zusammen und planen. Mitzkus ist dankbar dafür, dass sich Menschen gefunden haben, die mitgestalten wollen, dass die Kirche im Quellenland Menschen anspricht. Er und seine Mitstreiter sehen sich als Team, die nun ein Netzwerk aufbauen wollen, das trägt und Menschen in Beziehungen bringt. Sie wollen ein Glaubensangebot geben, das aber immer auch ein Beziehungsangebot von Christen mit Christen ist. Das Symbol „Quelle“ kann dazu Inspiration sein.
Zu den 23 gewählten Personen kommen noch ein Mitglied des Caritasverbandes, eines der italienischen Mission sowie ein Mitglied aus den pastoralen Mitarbeitern dazu. „Mit circa 30 Personen wird ein arbeitsfähiges Gremium geschaffen“, so Hofmann. Die Mitglieder müssen lernen, über den eigenen Kirchturm zu schauen.
Mut zu Neuem
Trotz allem sollte aber auch die „Kirche im Dorf“ bleiben. Diesem Spannungsfeld müssten sich alle stellen und das erfordere Mut zum Neuen. „Neue Strukturen zu schaffen, ohne die Menschen zu betrachten, die sich darin befinden, geht an den Bedürfnissen vorbei“, so der Referent, der seit 2021 schon in der Dekansarbeit mitgewirkt hat.
Für alle Katholiken in der neuen Kirchengemeinde wird sich einiges ändern. „Es ist aber auch eine Chance“, so Pfarrer Mitzkus. Er will seine Arbeit als Priester als Dienst an den Menschen sehen und ist sich bewusst, dass er im Glauben an Jesus Christus getragen wird.
Auch Hofmann sieht seine primäre Aufgabe in der pastoralen Arbeit. Den Rahmen schaffen für eine gute Zusammenarbeit wollen sie beide. Hofmann ist dabei ein Bindeglied für die verschiedenen pastoralen Mitarbeiter, die Laien sind.