Kartoffeln werden ihm zum Verhängnis: So erlebt Florian Wehrle aus Unterkirnach die ZDF-„Küchenschlacht“

Florian Wehrle aus Unterkirnach traut sich bei der ZDF-"Küchenschlacht" vor die TV-Kameras.
ZDF und Gunnar Nicolaus- Florian Wehrle aus Unterkirnach nahm an der ZDF-„Küchenschlacht“ teil und kochte 35 Minuten.
- Er wartete über ein Jahr vom ersten Bewerben bis zur Ausstrahlung – der Ablauf war sehr schnell.
- Gleich am Montag gewann er den Tagessieg, womit er selbst nicht gerechnet hatte.
- Am Mittwoch schied er aus: Seine Kartoffeln waren nicht durchgegart, was er als Fehler einräumt.
- Trotz Enttäuschung bleibt die Erfahrung positiv, weitere Kochshows kann er sich vorstellen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Das Fleisch brutzelt auf dem Grill, die Messer fliegen über die Schneidebretter und die Uhr tickt unerbittlich herunter. Während am Herd noch die letzten Zutaten ihren Platz finden müssen, wartet am Ende bereits das Urteil von Spitzenkoch und Juror Maurizio Oster. Willkommen bei der „Küchenschlacht“ im ZDF. Hier treten Hobbyköche aus ganz Deutschland gegeneinander an, um mit ihren Gerichten die Juroren zu überzeugen und eine Runde weiterzukommen.
Und mittendrin steht in dieser Woche Florian Wehrle aus Unterkirnach. Der 34-jährige Notfallsanitäter und Leitstellendisponent setzt bei der Kochsendung auf eine Kombination verschiedener Aromen. „Ich möchte einfach mal meine Gerichte bewerten lassen“, erzählt er im Gespräch mit unserer Redaktion.
Gekocht habe er schon immer gerne. Nach einem Kochkurs kam ihm schließlich die Idee, sich für die bekannte Fernsehsendung zu bewerben. Doch ganz so einfach war der Weg vor die Kameras dann doch nicht.
Ein Jahr warten auf den großen Auftritt
Denn wer bei der „Küchenschlacht“ mitmachen möchte, muss zunächst zeigen, was er am Herd draufhat. Neben einem Bewerbungsbogen muss Wehrle Bilder von sich und seinen Gerichten einschicken. Hinzu kamen Rezeptvorschläge und ein Video, das ihn beim Kochen zeigt. Anschließend folgen drei bis vier persönliche Gespräche, ehe seine Bewerbung in einer Art Lostopf landet. „Die Regie schaut dann, ob es passt und wann es passt“, erklärt Wehrle. Dabei spiele unter anderem eine Rolle, aus welcher Region die Kandidaten kommen.

Die Runde, mit der sich Wehrle am Herd misst: Werner Heim (von links), Corinna Clausert, Florian Wehrle, Moderatorin Cornelia Poletto, Kandidaten Andrea Tegen, Timo Szopieray "Andi Latte“ und Kristina Eberle.
ZDF und Gunnar NicolausUnd dann heißt es warten. Und zwar ziemlich lange. „Bei mir hat es von der ersten Bewerbung bis zur Ausstrahlung über ein Jahr gedauert“, erzählt der 34-Jährige. Bei einer Mitstreiterin seien es dagegen gerade einmal zwei Wochen gewesen. Als es für Wehrle schließlich so weit war, blieb kaum Zeit, sich an die ungewohnte Umgebung zu gewöhnen. Nach einem kurzen Briefing mussten die Kandidaten ihre Rezepte bei der Produktion abgeben, damit diese noch einmal überprüft werden konnten.
Und dann wurde es ernst. Denn für die Zubereitung ihrer Gerichte haben die Hobbyköche gerade einmal 35 Minuten Zeit. Während zu Hause auch mal etwas länger geschnippelt werden kann, läuft vor den Fernsehkameras die Uhr unerbittlich weiter. „Vor Ort ist es dann der Wahnsinn, ein unfassbares Erlebnis“, schwärmt Wehrle. Besonders überrascht habe ihn, wie schnell alles abläuft. „Es geht alles Schlag auf Schlag“, erzählt er. Selbst für Gespräche mit den anderen Kandidaten bleibe kaum Zeit.
Das Prinzip der Sendung ist dabei einfach: Sechs Hobbyköche starten in die Wettbewerbswoche. Jeden Tag muss ein Teilnehmer die Kochschürze an den Nagel hängen. Am Freitag wird schließlich der Wochensieger gekürt, der sich für weitere Wettbewerbe qualifizieren kann.
Gleich am Montag die große Überraschung
Und der Mut, sich überhaupt für die „Küchenschlacht“ zu bewerben, sollte sich für Wehrle direkt auszahlen. Denn schon am Montag gelang dem Unterkirnacher eine Überraschung: Er holte sich bei seinem ersten Auftritt den Tagessieg. Damit hatte der 34-Jährige überhaupt nicht gerechnet. Schließlich wollte er ursprünglich nur einmal seine Gerichte von einem Spitzenkoch bewerten lassen. Dass er gleich am ersten Tag die Jury überzeugen würde, kam für ihn völlig überraschend.
Doch so erfolgreich die „Küchenschlacht“ für Wehrle begonnen hatte, so schnell war das Abenteuer auch wieder vorbei. Denn am Mittwoch musste der Unterkirnacher seine Kochschürze an den Nagel hängen. Der Grund: Seine Kartoffeln waren nicht ganz durchgegart.
Ein kleiner Fehler mit großen Folgen. „Das war leider ein Leichtsinnsfehler und ich bin völlig zu Recht ausgeschieden“, räumt der 34-Jährige ein. Natürlich sei die Enttäuschung zunächst groß gewesen. Dennoch überwiegen für ihn die positiven Erinnerungen. „Trotzdem bin ich sehr zufrieden, auch wenn ich ein bisschen enttäuscht war“, blickt er zurück. Bereut hat Wehrle seine Entscheidung jedenfalls nicht. Ganz im Gegenteil. „Es war wirklich etwas Besonderes und ich kann jedem nur empfehlen, daran teilzunehmen“, schwärmt er.
Und wer weiß, vielleicht war die „Küchenschlacht“ für ihn ja erst der Anfang seiner Fernsehkarriere am Herd. Der 34-Jährige denkt bereits über andere Kochshows nach. So könnte er sich vorstellen, sich bei „Das perfekte Dinner“ oder „The Taste“ zu bewerben. Ganz so weit ist es allerdings noch nicht. „Dafür muss ich noch weiter üben“, sagt er. Dass er mit seinen Kochkünsten durchaus überzeugen kann, hat er bei der „Küchenschlacht“ aber bereits bewiesen.
