Jugendarbeit Villingen-Schwenningen: Gewerbeschule hilft beim Arbeit

Großes Engagement für die Mobile Jugendarbeit in Villingen-Schwenningen mit dem Einsatz der Gewerbeschule (von links): Evangelos Gkoniaris, Philipp Grathwol, Raphael Thoma (Lehrer), Rabeea Alrefaei und Laura Werth.
Jaqueline StarkDie Gewerbeschule Villingen-Schwenningen (GSVS) sorgt für frischen Wind in der Mobilen Jugendarbeit der Stadt: Im Rahmen des Berufspraktischen Unterrichts Metalltechnik wird das bestehende E-Lastenfahrrad des Streetworker-Teams umgebaut.
Was ursprünglich als Transportmittel für bis zu sechs Kinder konzipiert wurde, wird nun mit einem kreativen Twist umfunktioniert – und das alles unter der fachkundigen Anleitung von Raphael Thoma, Lehrer an der Gewerbeschule VS.
Die Mobile Jugendarbeit, die dem Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport (JuBIS) angegliedert ist, sucht gezielt öffentliche Plätze auf, an denen sich Jugendliche und junge Erwachsene aufhalten.
Ihr Ziel ist es, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem Lebensumfeld zu erreichen, sie zu beraten und zu unterstützen. Dabei setzen sie auf freiwillige und vertrauensvolle Beziehungen, um individuelle Herausforderungen gemeinsam anzugehen – sei es bei schulischen Problemen, Konflikten mit dem Gesetz oder Zukunftsfragen.
Jugendlichen Perspektiven öffnen
Ihr Ansatz ist aufsuchend und niedrigschwellig: Sie kommen ohne Vorbedingungen ins Gespräch, hören zu und vermitteln bei Bedarf weitere Unterstützung. Neben individueller Beratung organisieren sie Freizeit- und Bildungsangebote, um Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen neue Chancen und Perspektiven zu eröffnen.
Das E-Lastenfahrrad der Mobilen Jugendarbeit wurde vor allem für die höhere Mobilität der sozialpädagogischen Fachkräfte im Sozialraum angeschafft. Dabei haben die Streetworker bewusst auf eine große Lastenbox geachtet, mit dem Gedanken im Hinterkopf, sich die Möglichkeit für einen Umbau offen zu halten.
Viele Spiele im Innern verborgen
Dieses Upgrade des Lastenfahrrads soll nun von den Schülern und Schülerinnen der Gewerbeschule VS übernommen werden. Zukünftig wird die große Lastenbox des Fahrzeugs mit einem Tischkicker als Deckel ausgestattet sein, was das Fahrrad zu einem innovativen Freizeitangebot für die Jugendlichen macht. Im Inneren der Box wird künftig Platz für verschiedenste Spielgeräte wie Bälle, Tischtennisschläger, eine Musikbox sowie Snacks und Getränke sein.
Schüler setzen Projekt selbstständig um
„Den Umbau des Rads habe ich einem sehr engagierten 18-jährigen Schüler, Philipp Grathwol, anvertraut. In enger Zusammenarbeit mit mir erstellt er den Bauplan und setzt diesen eigenständig um“, erklärt Raphael Thoma, der das Projekt im Unterricht betreut.
Der Schüler der Gewerbeschule VS übernimmt bei diesem Umbauprojekt zahlreiche Aufgaben: Vom Ausbau des alten Systems über das Einbauen neuer Ausstattungen bis hin zur Konzeption des neuen Designs der Lastenbox.
Durch das praktische Arbeiten am Fahrrad erweitern die Schüler ihre technischen Kenntnisse und erleben, wie sie mit ihrer Arbeit einen direkten positiven Einfluss auf die Freizeitgestaltung ihrer Stadt haben. Das Projekt wird voraussichtlich im Juni abgeschlossen sein, sodass das umgebaute E-Lastenfahrrad schon bald in Betrieb gehen kann.
Die Mobile Jugendarbeit wird das Lastenrad in Zukunft noch gezielter einsetzen können, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Stadt eine Anlaufstelle für Spaß, Spiel und gesellige Momente zu bieten.