Janusz-Korczak-Schule muss weiter warten
: Jetzt gibt's endlich einen Zeitplan für den Umbau der Hirschbergschule

Die Hirschbergschule in Schwenningen soll kernsaniert und für die Janusz-Korczak-Schule zum Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum umgebaut werden. Doch von einer Eröffnung ist man noch weit entfernt.
Von
Mareike Kratt
VS-Schwenningen
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Steht leer und verlassen zwischen Paulinen- und Regerstraße da: die ehemalische Hirschbergschule in Schwenningen, die in den kommenden Jahren generalsaniert werden soll.

Mareike Kratt
  • Umbau der Hirschbergschule zum SBBZ für die Janusz-Korczak-Schule verzögert sich deutlich.
  • Verwaltung legt erstmals einen Zeitplan vor – Baubeginn soll Anfang 2028 sein.
  • Geplant ist eine Kernsanierung mit Aufstockung in Holzbauweise, kein Anbau.
  • Bezug wäre nach aktuellem Stand zum Schuljahr 2030/31 möglich, Kosten rund elf Millionen Euro.
  • Architekten- und Ingenieurleistungen werden vergeben, frühe Planungsphasen laufen im GHO bis Mitte 2027.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der geplante Umzug der Janusz-Korczak-Schule als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) vom jetzigen Standort in der Friedrich-Ebert-Straße in die ehemalige Hirschbergschule an der Paulinenstraße ist eine lange Geschichte, deren erstes Kapitel vor zehn Jahren begonnen hat.

Damals, im Jahr 2016 nämlich, wurde bekannt, dass die Hirschbergschule als eigenständige Grundschule aufhört, künftig als Außenstelle der benachbarten Friedensschule fungieren und somit sukzessive in diese übergehen wird. Seit Februar 2017 wurden keine neuen Erstklässler aufgenommen.

Darum braucht die Förderschule eine neue Heimat

Der Grund: Das marode Gebäude, das zwischenzeitlich sogar formaldehydbelastet war, sollte für das BBZ umgebaut werden. Denn es ist nichts Unbekanntes, dass dessen bisherige Heimat im denkmalgeschützten Alten Gymnasium in der Jakob-Kienzle-Straße zu eng und vor allem mit Blick auf die Bedürfnisse einer Förderschule nicht mehr zeitgemäß ist.

Dass dafür nicht nur ein Umbau, sondern auch eine umfassende Kernsanierung der ehemaligen Hirschbergschule notwendig sein wird, wurde erst klar, nachdem das Gebäude nahezu leer war. Zuletzt war an der Paulinenstraße noch der Schülerhort der Arbeiterwohlfahrt (AWO) untergebracht, der 2024 in den Neubau an der Neckarstraße gezogen ist.

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Start zum Schuljahr 2025/26 wird schnell unrealistisch

Die Folge: eine Verzögerung des Zeitplans, der laut des letzten Gemeinderatsbeschlusses vom Frühjahr 2023 ursprünglich einen Start der Förderschule am neuen Standort zum Schuljahr 2025/26 anvisiert hatte.

Dass dieses Ziel zu sportlich war, wurde schnell klar: Ging die Verwaltung zunächst von einem Jahr Verzögerung – also Start in 2026/27 – aus, sollten es bald mehrere Jahre werden. Jetzt kommt das Thema wieder auf die Tagesordnung der städtischen Gremien (Technischer Ausschuss am 13., Gemeinderat am 21. Oktober): Es geht um die Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen, es geht aber auch erstmals um einen konkreten Zeitplan.

Schulgebäude muss sogar erweitert werden

Inzwischen habe sich gezeigt, dass das Gebäude an der Paulinenstraße „auf jeden Fall erweitert werden muss“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Das bedeutet aber nicht etwa einen An- oder Erweiterungsbau, sondern vielmehr eine Aufstockung um ein Geschoss in Holzbauweise: Das sei ökologisch und wirtschaftlich sinnvoller und ziehe eine kürzere Bauzeit mit sich.

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Die Janusz-Korczak-Schule ist derzeit noch im Alten Gymnasium zwischen Jakob-Kienzle- und Friedrich-Ebert-Straße beheimatet. Wenn sie auszieht, soll das denkmalgeschützte Gebäude verkauft werden.

Mareike Kratt

Erfolgreich war die Verwaltung derweil bei der Tragwerks-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagenplanung und schlägt entsprechende Ingenieurbüros mit der Beauftragung vor. Die Architektenleistungen, zumindest für die späteren Leistungsphasen müssten jedoch erneut ausgeschrieben werden. Die ersten fünf Leistungsphasen, die sich auf die verschiedenen Planungsstufen konzentrieren und bis Mitte 2027 dauern sollen, erfolgten innerhalb des zuständigen Amts für Gebäudewirtschaft und Hochbau (GHO).

So viel kostet das Großprojekt

Sind weitere Ausschreibungen und Vergaben für die weiteren Leistungsphasen in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 vorgesehen, soll der Umbau, wenn alles klappt, Anfang 2028 starten und rund zwei Jahre dauern, macht die Verwaltungsvorlage deutlich. Das bedeutet: „Somit wäre ein Bezug der Hirschbergschule nach derzeitigem Stand zum Schuljahr 2030/31 möglich.“

Für das Gesamte sind rund elf Millionen Euro veranschlagt, die in den nächsten Haushaltsjahren bereitgestellt werden sollen.

Zwei leere Grundschulen in Schwenningen

Neben dem Gebäude der ehemaligen Hirschbergschule gibt es in Schwenningen das Schulgebäude Hallerhöhe, das leersteht und generalsaniert werden soll. Ähnlich wie im Fall der Hirschbergschule steht schon lange fest, dass die alte Hallerhöhe umgebaut werden soll, um neue Plätze für Schüler zu schaffen. Da der Bedarf für eine neue Grundschule in Schwenningen so hoch war, ist sie bereits vor der Gebäude-Generalsanierung in Betrieb gegangen: am vorübergehenden Standort im Containerbau am Deutenberg. Wann die Schule ins Bestandsgebäude ziehen kann, ist noch unklar.