Infrastruktur in Niedereschach
: Stolz auf die eigene Wasserversorgung

Die für die Trinkwasserversorgung notwendigen Anlagen müssen in Schuss gehalten werden.
Von
Albert Bantle
Oberndorf
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Unscheinbar unter einem schützenden Holzhäuschen sprudelt die Kohlbrunnenquelle in Fischbach und versorgt von dort aus die angrenzende Pumpstation. Das überschüssige Wasser der Quelle fließt direkt in den angrenzenden Bach.

Albert Bantle

Stolz ist man in Niedereschach auf seine eigene Wasserversorgung. Dass die Gemeinde über den Eigenbetrieb Wasserversorgung die hierfür notwendigen Anlagen bestens in Schuss hält, zeigte sich bei der jüngsten Trinkwasserversorgungsanlagenschau zusammen mit Vertretern des Landratsamtes und den bei der Gemeinde für die Wasserversorgung zuständigen Mitarbeitern, allen voran Wassermeister Reiner Schütz. Es ergaben sich keinerlei Beanstandungen.

Martin Ragg bezeichnet die eigene Wasserversorgung immer wieder als einen „ganz besonderen Schatz“ der Gemeinde Niedereschach.

Die Besichtigung, über deren Ergebnis der Gemeinderat in der bevorstehenden Sitzung am 15. September im Detail informiert wird, zeigte eines deutlich: eine Vielzahl von Anlagen und Komponenten muss zusammenpassen, damit der Betrieb reibungslos läuft.

Kohlbrunnenquelle ein Herzstück

Eines der Herzstücke ist dabei zweifellos die Kohlbrunnenquelle in Fischbach. Es handelt dabei sich um einen artesischen Brunnen, der regelmäßig und dies auch während der Trockenphasen zirka zehn Liter pro Sekunde schüttet. Die Quelle wurde rund 50 Meter vom Fischbacher Pumpwerk gefasst. Von dort fließt das Wasser in die beiden Röhrenbehälter des Pumpwerkes.

Jede dieser 1988 eingebauten Stahlbetonröhren hat ein Fassungsvermögen von 90 Kubikmeter Trinkwasser. Die maximale Verweildauer des Trinkwassers beträgt einen Tag. Im Rohrkeller findet eine geringfügige Chlorung statt, um ein Aufkeimen im Leitungsnetz zu verhindern. Hierfür wurde eine neue Steuer-, Mess- und Regeltechnik eingebaut.

Vom aus der Kohlbrunnenquelle gespeisten Pumpwerk Fischbach aus wird der Hochbehälter Pfaffenberg und von dort wird das Ortsnetz Fischbach und der Hochbehälter Hardt in Niedereschach versorgt.

Weitere wichtige Anlagen im Bereich der Niedereschacher Wasserversorgung sind der Hochbehälter Katzenbühl in Schabenhausen, die Pumpstation und der Tiefbrunnen Schabenhausen, der Hochbehälter Mailänder in Kappel, der Tiefbrunnen und das Pumpwerk Kappel, die Hochbehälter in der Dauchinger Straße und am Sportplatz in Niedereschach und der neue Hochbehälter Kappeler Berg, der erst vor kurzem im Betrieb genommen wurde. Er beinhaltet zwei Edelstahlbehälter mit jeweils 300 Kubikmeter Inhalt.

Im Notfall vom Dauchinger Wassernetz

Das Trinkwasser erhält er vom Hochbehälter Mailänder und im Notfall vom Netz Dauchingen. Vom Hochbehälter Kappel aus wird auch das Industriegebiet Niedereschach versorgt. Die Dauchinger Leitung wird einmal in der Woche für rund 2,5 Stunden gespült.

Über den Hochbehälter Kappeler Berg

Der Verbund zwischen Niedereschach und Dauchingen erfolgt über den Hochbehälter Kappeler Berg, von dem die Trinkwassernetze von Dauchingen und Niedereschach im Zuge einer Notwasserversorgung versorgt werden können.

Im Zuge der Besichtigung wurden auch die dazugehörigen Wasserschutzgebiete mit überprüft. Dabei konnten keine Missstände, die zu einer Gefährdung der Quellen/Brunnen führen, festgestellt werden, wurde mitgeteilt.

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