Industrie im Schwarzwald-Baar-Kreis: Robotik ist Schlüsseltechnologie für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Moderne Robotik gehört zur Grundausstattung von Industriebetrieben.
© xiaoliangge – stock.adobe.comDie Industrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Moderne Robotik, intelligente Assistenzsysteme und autonome Produktionstechnologien gehören zunehmend zur Grundausstattung der Wertschöpfung. Betriebe stehen vor der Frage: Wie kann Automatisierung helfen, Kapazitäten zu sichern und neue Innovationspotenziale zu erschließen?
Bei einem Besuch am renommierten Robotik-Institut (WLRI) der Hochschule Offenburg konnte die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg zusammen mit dem Partner IHK Südlicher Oberrhein den teilnehmenden Unternehmen tief gehende Einblicke geben, wie sich die Robotik in der Praxis entwickelt und welche Chancen sich daraus für regionale Industriebetriebe ergeben.
„Robotik ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie ist eine Schlüsseltechnologie für die Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit und hilft, Fachkräfteengpässe abzufedern, Prozesse zu stabilisieren und völlig neue Wertschöpfung möglich zu machen“, betont Marvin Lehmann, IHK-Referent für Innovation und Technologie
Die hohe Resonanz unterstreicht den Bedarf: Rund 75 Prozent der Teilnehmer stammten aus Unternehmen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg – viele davon auf der Suche nach konkreten Lösungen für Produktion, Logistik oder Qualitätskontrolle. Die Veranstaltung bot den Unternehmen Orientierung über zentrale Technologietrends und praxisnahe Einblicke in konkrete industrielle Anwendungsbeispiele und einen Austausch mit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Für viele Betriebe zeigten sich neue Ansatzpunkte, um Prozesse zu automatisieren, Qualität zu steigern oder Fachkräfte gezielt zu entlasten. Das WLRI zeigte den Gästen dabei, wie nah Zukunftstechnologie bereits am industriellen Alltag ist: Eine kollaborative Robotik, die Hand in Hand mit Menschen arbeitet, optische Systeme und KI-basierte Objekterkennung, etwa für vollautomatisierte Montageprozesse, mobile Robotersysteme, die flexibel Materialflüsse abbilden oder innovative Greif- und Assistenztechnologien, die Präzisionsarbeit unterstützen. In Führungen wurden zudem Forschungsprojekte präsentiert.