In Herzogenweiler: Claudia Neininger macht das Dorf schöner

Seit zehn Jahren kümmert sich Claudia Neininger (rechts), hier mit Inge Lienhard, in Herzogenweiler um den Blumenschmuck an den öffentlichen Einrichtungen.
Willi Zimmermann- In Herzogenweiler pflegen Ehrenamtliche seit zehn Jahren den Blumenschmuck im Ort.
- Claudia Neininger übernimmt meist die Arbeit, unterstützt von Resi Sigwart, Ana und Inge Lienhard.
- Anlass war die starke Kostensteigerung des städtischen Dienstleisters, die den Rat zum Umdenken brachte.
- Material und Logistik organisierten Billy Marfing und später Herbert Lienhard – zuletzt half auch ein Radlader.
- Der Ortsvorsteher dankt dem Team und nennt das Engagement „gelebter Gemeinschaftssinn“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Wechselflorbepflanzung in den Beeten vor dem Rathaus Herzogenweiler, die Bepflanzung der Blumenkästen an den Rathausfenstern sowie das Beet an der Straßenkreuzung beim Mitfahrbänkle gegenüber der Kirche werden seit nunmehr zehn Jahren in ehrenamtlicher Eigenregie von den Bürgern übernommen.
Der Ortschaftsrat entschloss sich damals, Einwohner um Mithilfe zu bitten, nachdem in den Jahren zuvor die Kosten des städtischen Dienstleisters um weit mehr als das Doppelte explodiert waren.
Der damalige Ortsvorsteher Martin Wangler erklärte in der Sitzung im Dezember 2015 deutlich, dass es nicht daran lag, dass die TDVS keine qualitativ gute Arbeit gemacht hat. Wenn aber bei dem bescheidenen Haushaltsbudget rund 20 Prozent nur für Blumenschmuck ausgegeben werden müssen, dann muss man sich etwas überlegen.
Weitere Helfer
Relativ spontan ließ sich damals Claudia Neininger für das Vorhaben gewinnen. Ja, kann man ja mal machen, nichts ahnend, dass sich daraus quasi eine Dauerbeschäftigung entwickeln könnte. Meistens hat Claudia Neininger die Arbeiten alleine gemacht. Mitgeholfen haben zwischendurch Resi Sigwart, Ana Birkle und Inge Lienhard.
Und im Herbst musste die ganze Bepflanzung wieder abgeräumt werden. Solange Inge Lienhard als Gemeindearbeiterin tätig war, säuberte sie die Kästen für die Überwinterung. Für Materialbesorgung und logistische Hilfen sorgten Billy Marfing und später Herbert Lienhard, der als Mann für alle Fälle immer ansprechbar war.
Um die Blumenkästen etwas bequemer ab- und aufzuräumen, erhielt sie im vergangenen Jahr auch Hilfe von Daniela Lienhard und ihrem Sohn mit dem Radlader.
Fragt man die Leute, dann heißt es lapidar: In einem so kleinen Ort auf dem Land müsse man schon etwas anders miteinander zusammenarbeiten als in der Großstadt. Ortsvorsteher Andreas Neininger ist für dieses großartige innerörtliche Engagement sehr dankbar. Diese Freiwilligkeit betrachtet er auch als „gelebter Gemeinschaftssinn“ mit viel Herz für den Ort.
