In der Natur bei Brigachtal: Geschichte erleben und Wein genießen

Thomas Huber erläutert die historische Kapelle von Beckhofen.
Hella Schimkat- Brigachtal lud zur ersten Wanderung „Geschichte erleben und Wein genießen“ ein.
- Fünf Kilometer Geschichtspfad mit Stationen für Weinverkostung und kleine Speisen.
- Start am alten Mühlstein um 10 Uhr – Gebäck und eigenes Weinglas für Teilnehmende.
- Beckhofen: Info zur ältesten Hofkapelle, Wein und Suppe; seltene Glocke von 1802.
- Tonerde-Grube mit Rotwein und Käse, Abschluss am Bahngleis 1 mit Guggemusik Katzenjomer.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Sonntag war ein besonderer Tag in Brigachtal, fand doch eine neue Veranstaltung der besonderen Art statt. Das Partnerschaftskomitee der Gemeinde Brigachtal veranstaltete erstmals eine Wanderung, die unter dem Motto „Geschichte erleben und Wein genießen“ stand.
Es ging auf dem fünf Kilometer langen Geschichtspfad zwischen Klengen, Beckhofen und Überauchen mit mehreren Stationen, an denen Weinverkostungen und kleine Speisen angeboten wurden.
Wer den Geschichtspfad kennt, weiß, dass an vielen interessanten Punkten, wie zum Beispiel „Beckhofen“ und der „Alten Tongrube“, große Tafeln mit Informationen über die Geschichte dieser Gegend aufgestellt sind.
Am Sonntag kamen noch die Weinverkostung und kulinarische Genüsse dazu, nicht zu vergessen das Kaiserwetter mit einem wolkenlosen Himmel und strahlendem Sonnenschein.
Mit Gebäck begrüßt
Am Startpunkt, dem alten Mühlstein, ging es um 10 Uhr los. Die Teilnehmer wurden hier mit Gebäck begrüßt und erhielten ihr eigenes Weinglas, mit dem sie auf den Weg geschickt wurden.
In Beckhofen vor der alten Kapelle, hatte die Gruppe „Bundschuh“ Tische und Bänke aufgebaut und begrüßte die Wanderer mit einem köstlichen Wein und einer Suppe, die Simone Wohlgemuth schöpfte.
Die Tür zur Kapelle stand offen, und in der Kapelle gab Thomas Huber Auskunft über die interessante Geschichte der Kapelle. Diese Hofkapelle sei die älteste Kapelle von Brigachtal, so Huber. Diese Kapelle gehörte zu dem nebenstehenden Wohnhaus, das früher als Gesindehaus diente.
Wöchentlich kam der Pfarrer von Kirchdorf, um die „Mess“ zu lesen. Dafür mussten die beiden Hofbesitzer Hafergeld bezahlen, damit der Pfarrer mit dem Pferd kommen konnte. Die Glocke in der Kapelle ist eine Rarität, die 1802 in der Glockengießerei Grüninger in Villingen gegossen wurde. Sie zeigt auf der einen Seite ein Heiligenbild. Auf der anderen Seite findet sich die Darstellung Christi am Kreuz. Diese Glocke entging den Einschmelzanordnungen während der Kriege.
30 Wanderer
Um 10.30 Uhr hatten es sich schon rund 30 Wanderer in Beckhofen bequem gemacht, ließen sich in der Kapelle informieren und genossen die kulinarischen Angebote. Dann ging es frisch gestärkt zur ehemaligen Tonerde-Grube, wo sie vom Partnerschaftskomitee mit Rotwein, verschiedenen Käsesorten und Blätterteigpastete empfangen wurden.
Josef Vogt, der sich bestens in der Geschichte der alten Tongrube auskennt, konnte viel über die Arbeiten in der Tongrube erzählen, von deren Abbau viele Bürger in Überauchen lebten. Auch gibt es schönes Geschirr, das aus diesem Abbau entstand.
Schlusspunkt am Bahngleis
Am Sonntag war die Guggemusik Katzenjomer der Schlusspunkt am ehemaligen Bahngleis 1, die im Waggon, aber vor allem davor die Wanderer mit Wein, Prosecco und „Jomer Spritz“ empfingen. Auch andere Wanderer und Fahrradfahrer, die nicht an der Genusstour teilgenommen hatten, waren hier willkommen.
