Im Austausch mit Landwirten
: Finanzsituation setzt dem Feldwegebau in Niedereschach Grenzen

Martin Ragg traf sich zum Austausch mit den Niedereschachern Landwirten. Beim Feldwegenetz stehe die Gemeinde gut da, an einen Ausbau sei aktuell jedoch nicht zu denken.
Von
Albert Bantle
Oberndorf
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Das Feldwegenetz sei laut Bürgermeister Martin Ragg in einem guten Zustand. Der Ausbau liegt den Niedereschacher Landwirten jedoch am Herzen. (Symbolfoto)

© Polarpx – stock.adobe.com

Breit gestreut waren am Donnerstagabend die Themen beim Landwirtegespräch von Bürgermeister Martin Ragg im Cafe-Restaurant „Bantle“. Die Themen reichten von der Feldwegeunterhaltung und dem vom Bürgermeister und den Landwirten als dringend angesehenen Bürokratieabbau, der Rehkitzrettung, einem verständnisvolleren Miteinander zwischen Veterinäramt und Landwirten sowie Pachtfragen und Heckenpflegemaßnahmen entlang von Bächen bis hin zur geplanten Biotopverbundplanung.

„Seit 16 Jahren führe ich das Landwirtegespräch durch und ich freue mich über den stets spannenden Austausch und die Gelegenheit, zu erfahren, welche Themen, Sorgen und Nöte Sie umtreiben“, betonte der Bürgermeister bei der Begrüßung. Mit Blick auf das seitens der Landwirte in jüngster Zeit immer wieder angesprochene Thema „Feldwegebau“, machte der Schultes deutlich, dass die Gemeinde, was den Zustand des Feldwegenetzes betrifft, durchaus gut dastehe und schnell reagiere, wenn Schäden gemeldet werden.

Angesichts der Finanzprobleme, von denen auch Niedereschach, genau wie fast alle Gemeinden und Städte betroffen seien, werde es jedoch mit Blick auf das Feldwegenetz kein großes Feldwegeausbauprogramm geben. Es sei jedoch klar, dass die Gemeinde danach schaue, wenn „Löcher in der Straße“ sind.

Was die Finanzprobleme der Städte und Gemeinden betreffe, wies Ragg darauf hin, dass sich da strukturell etwas tun müsse. Das Sondervermögen des Bundes, das aktuell den Kommunen finanziell sehr helfe, sei einmalig, zudem mit Schulden finanziert und könne nicht jedes Jahr neu aufgelegt werden. „Die vorhandenen Defizite werden die Politik zwingen zu handeln“, ist sich Ragg sicher und man werde im Rahmen eines vorhersehbar „schmerzlichen Prozesses“ entscheiden müssen, was man sich noch leisten kann und leisten will. „Wir konzentrieren uns auf das Notwendige“, so Ragg.

Biotopverbundplanung

Was die Verpflichtung der Gemeinde angehe, eine Biotopverbundplanung zu erstellen, gab Ragg bekannt, dass man diese in enger Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Dauchingen erstellen werde. Ein Fachbüro, das die Planung erstellt, habe man zwischenzeitlich gefunden und werde demnächst starten. „Sie als Landwirte werden eng in die Planung eingebunden“, versicherte der Schultes aufgrund bei den Landwirten aufkommender Bedenken, dass diesen „da wieder etwas übergestülpt“ werde.

Wichtig war es Ragg darauf hinzuweisen, dass sich die Verpflichtung der Gemeinde nur auf die Planung beschränke, dass der Landschaftsunterhaltungsverband mit einbezogen sei und die Planung in der Gemeinde und damit auch den Landwirten im Detail vorgestellt werde.

Lob für den Winterdienst

Gerne gab der Bürgermeister immer wiederkehrendes Lob aus den Reihen der Bürgerschaft für die Arbeit des Winterdienstes an die Landwirte weiter. In Niedereschach liege der Winterdienst in den Händen des Bauhofes und von örtlichen Landwirten. Diese Kombination funktioniere sehr gut und es freue ihn stets, wenn zum Beispiel bei seinen Jubilar-Besuchen der Winterdienst in Niedereschach gelobt werde. Er wisse sehr wohl, dass die Durchführung des Winterdienstes ein harter Job sei und die Winterdienstleistenden einiges mitmachen müssten.

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