Diskussion in Schabenhausen
: Gemeinde weist Kritik an mangelnder Feldwegesanierung zurück

In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates Schabenhausen führte eine Wortmeldung von Walter Obergfell zu einer Debatte über den Zustand und die Sanierung landwirtschaftlicher Wege.
Von
Albert Bantle
Oberndorf
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Mehr Investitionen wünscht sich Bürger Walter Obergfell im Bereich des Feldwegebaues in Schabenhausen.

Albert Bantle

Für eine längere Diskussion sorgte in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates Schabenhausen eine Wortmeldung von Walter Obergfell.

Im Rahmen der Frageviertelstunde kritisierte er, dass aus seiner Sicht in Schabenhausen zu wenig in den Ausbau landwirtschaftlicher Wege investiert werde. Zudem sei es so, dass die Gemeinde für die Sanierung landwirtschaftlicher Wege Zuschüsse vom Land erhalten, nur wolle das keiner sagen und auch nicht wie viel man erhalte.

Unterstützung fand Obergfell bei Ortsvorsteher Wilfried Greinus. „Ich könnte mich nicht erinnern, dass in Schabenhausen mal ein Feldweg saniert wurde“, so der Ortsvorsteher.

Er und Obergfell stießen mit ihren Wortmeldungen bei Ortsbaumeister Hartmut Stern und Bürgermeister Martin Ragg auf heftigen Widerspruch. „Es ist nicht richtig, wenn man sagt, die Gemeinde investiert in diesem Bereich nicht“, konterte Stern. Auch in Schabenhausen sei investiert worden, so Stern mit Blick auf den Bereich „Auf den Höfen“. Zudem sei es so, dass der Bereich des Wegebaus nicht nur aus Asphalt bestehe, sondern dass dazu auch zum Beispiel die jährlichen Mulcharbeiten, Heckenschnitt oder auch das Verlegen von Dolen im Bereich von Ein- und Ausfahrten von und zu landwirtschaftlichen Grundstücken gehören.

Wege werden für Freizeitaktivitäten genutzt

In diesem Zusammenhang ärgerte sich der Ortsbaumeister, dass viele dieser Dolen nach der zurückliegenden Maisernte „zugefahren“ waren, ohne dass sich die Verursacher darum gekümmert haben.

Laut Obergfell sei zudem zu beachten, dass die landwirtschaftlichen Wege, die eigentlich für die Landwirte da seien, vermehrt für Freizeitaktivitäten genutzt werden und für manche Nutzer dieser Wege die Landwirte eher als Störenfriede betrachtet werden. „Alle wollen schöne Wege. Im Raum Rottweil ist dies besser“, so Obergfell weiter.

„Wir nehmen die Feldwegesanierung ernst“, betonte Bürgermeister Martin Ragg und beendete die Diskussion mit dem Hinweis darauf, dass der Gemeinde mit Blick auf den Haushalt aktuell auch gewisse finanzielle Grenzen gesetzt seien. Die Gemeinde müsse per Gesetz viele Pflichtaufgaben erfüllen, hinzu kommen Freiwilligkeitsleistungen, die auch niemand missen möchte.

Angespannte finanzielle Lage

„Sie können niemandem vorwerfen, man hätte den Feldwegebau nicht im Blick“, so Ragg weiter, verbunden mit dem Hinweis auf die angespannte finanzielle Lage der Gemeinde. Er verstehe zwar das Problem von Obergfell, aber aktuell könne die Gemeinde keine neuen Projekte in Angriff nehmen. Vielmehr gehe es darum, für 2026 einen genehmigungsfähigen Haushalt zu erreichen. Andere Gemeinde müssten diesbezüglich bereits Vorgaben des Landratsamtes einhalten.

„Das wollen wir nicht“, so Ragg, verbunden mit der Hoffnung, dass auch wieder bessere Zeiten kommen. In diesem Zusammenhang verwies er auf „hoffnungsvolle Signale“ die vom Bund und vom Land kommen.

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