Hunde im Sitzungssaal: Dauchingerin mit Ehrennadel des Landes gewürdigt

Für ihr Lebenswerk bei der Rettungshundestaffel des DRK Villingen-Schwenningen wurde Ines Hölle-Laufer mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg durch Bürgermeister Torben Dorn geehrt. Zu ihrer Ehrung gratulierten die Kameraden mit ihren Einsatzhunden, wie auch Daniel Weißhaar, Staffelleiter der Rettungshundestaffel, und ihre Familie.
Gertrud HauserEin seltenes Bild bot sich Bürgermeister Torben Dorn und den Gästen bei der Verleihung der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg an Ines Hölle-Laufer im Sitzungssaal des Dauchinger Rathauses.
Hölle-Laufer wurde für ihre Verdienste als langjährige Mitarbeiterin und Ausbilderin der Rettungshundestaffel des DRK Villingen-Schwenningen geehrt und brachte ihre Einsatzhunde mit.
Seit dem 1998 ist Hölle-Laufer Mitglied beim DRK Villingen-Schwenningen. Sie ist auch eine der Initiatorinnen, die damals die DRK-Rettungshundestaffel VS mit gegründet hat.
Mehr als 100 Hunde
Schon ein Jahr nach der Gründung übernahm Ines Hölle-Laufer die Rolle als Ausbilderin. Wie sie selber sagte, sind es bis jetzt mehr als 100 Hunde, die sie für die Rettungsstaffel ausgebildet hat, verbunden mit der Ausbildung der Hundeführer.
So ist Hölle-Laufer der Motor und das Herzstück der Rettungshundestaffel, hier spüre man, dass sie bei ihrer Aufgabe mit viel Herzblut dabei ist, wenn es gilt, Menschen aus schwierigen Situationen mit Hilfe der Hunde zu bergen oder zu finden, so Bürgermeister Torben Dorn.
Um Flächenhunde oder Man Trailer (Personenspürhunde) auszubilden, bedarf es viel Training mit Hund und Hundeführer, das über zwei Jahre dauern kann.
Große Geduld
Was Hölle-Laufer besonders auszeichnet, ist ihre Geduld gerade bei jungen Hunden, wenn diese noch verspielt sind. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit erstreckt sich neben den Einsätzen auch auf regelmäßige Übungsabende. Hinzu kommen die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen mit den dazugehörenden Prüfungen.
Dahinter stehen unzählige Stunden, die Hölle-Laufer bei Wind und Wetter, an Wochenenden oder nach Feierabend dafür opfert. Manchmal gebe es belastende Einsätze, ob bei Such- und Ortungsarbeiten in unwegsamem Gelände, bei der Suche nach vermissten Personen oder bei Rettungseinsätzen unter schwierigen Bedingungen.
Auch in Dauchingen war Hölle-Laufer mit ihrer Rettungshundestaffel schon in einem Einsatz, der aber glücklicher Weise gut verlief. Die vermisste Person konnte unversehrt gefunden werden.
Auf Spenden angewiesen
Da die Mitarbeiter der Rettungshundestaffel ehrenamtlich ihren Dienst tun, sind sie auf Spenden angewiesen. Auf der Wunschliste der Rettungshundestaffel steht ein weiterer Mannschaftsbus.
Derzeit arbeitet die Rettungsdienststaffel mit sechs ausgebildeten Hunden, sechs weitere befinden sich in der Ausbildung. „Diese Aufgabe kann ich nur erfüllen, weil meine Familie mich dabei voll unterstützt – gerade bei Einsätzen, die ja nicht planbar sind, sondern akut reinkommen, sei es an Weihnachten oder bei Familienfeiern“, berichtet sie.
Bürgermeister Torben Dorn überreichte die Verleihungsurkunde und Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg als Würdigung langjähriger Verdienste im Ehrenamt. Bei der Verleihung merkte Dorn an, die Ehrennadel sei nur aus Metall, doch wofür sie stehe, sei weit kostbarer: „Es ist Ihre Lebenszeit, in der Sie für Menschen da sind, die Hilfe brauchen, wenn sie sich in Gefahr befinden – und dies schon über 27 Jahre.“