Hitze in VS: Was die Grünen nach dem Dürresommer fordern

Ausgetrocknete Böden gibt es an vielen Stellen in Villingen-Schwenningen. (Symbolfoto)
IMAGO/Florian Gaertner- Nach dem Hitzesommer fordert die Grüne-Fraktion in VS mehr Klimaschutz und Anpassung.
- Sie kritisiert Neuversiegelung, Kürzungen bei Sanierungen, Stadtgrün, ÖPNV und Radwegen.
- Gefordert werden Trinkwasserbrunnen in allen Stadtgebieten und 1000 neue Bäume 2026 und 2027.
- Zudem sollen Wind- und PV-Projekte schnell umgesetzt werden – inklusive Schwammstadt-Maßnahmen.
- Geplant sind mehr Entsiegelung, Schutz von Grundwasser und Quellen sowie Ausbau der Radwege.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Was bleibt übrig vom Dürresommer 2026 außer Ernteausfällen, Wasserknappheit und vielen Hitzetoten und was erwarten wir von der Stadt VS?“, fragt Ulrike Salat für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat.
Die Fraktion arbeite seit Jahren sehr intensiv an Klimaschutzthemen. „Die Ergebnisse aus vielen Stunden Sitzungen, die Verwaltungsvorschläge und die Abstimmungen in den Gremien bringen uns aber leider öfter zum Verzweifeln“, so Ulrike Salat.
Und weiter: „Unnötige Neuversiegelungen für Neubaugebiete in Außenbereichen, Reduzierung von energetischen Sanierungen als Sparmaßnahmen, zögerliche und verzögernde Vorgänge beim Ausbau von lokaler regenerativer Energieerzeugung, große Einsparungen beim Stadtgrün, beim ÖPNV und den Radwegen treiben uns Tränen in die Augen. Wir möchten nach diesem furchtbaren Trockensommer mit einer fast unerträglichen Hitze für viele Bürger in VS festhalten, dass Klimaschutz und Klimafolgenanpassung wichtige Kernthemen der Stadt VS sein müssen.“
Und das sind die Forderungen
Diese Themen gehören nach Meinung der Grünen-Fraktion nach ganz oben priorisiert und können nicht bei Sparmaßnahmen als Erstes gekürzt oder gestrichen werden.
„Jeder Baum, den wir heute pflanzen, schützt uns vor Hitze. Jeder Quadratmeter, den wir heute nicht versiegeln, lässt Wasser vor Ort versickern. Jede Tonne CO₂, die wir heute durch energetische Sanierung oder Fahrradfahren einsparen, hilft uns dabei, dass die Temperaturen weltweit auf ein noch erträgliches Maß steigen. Für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder in unserer schönen Stadt Villingen-Schwenningen“, schreibt Ulrike Salat weiter.
Und das sind die Forderungen der Grünen-Fraktion an Oberbürgermeister Jürgen Roth und die Stadtverwaltung: flächendeckende Installation von Trinkwasserbrunnen in allen Stadtgebieten, Pflanzung von 1000 neuen Bäumen im Stadtgebiet in den Jahren 2026 und 2027 und schnelle Umsetzung der regenerativen Stromproduktion in VS (Wind und PV).
Und außerdem: die Schwammstadt VS mit Maßnahmen zur direkten Versickerung nicht nur bei Neubaugebieten, verstärkter Schutz des Grundwassers und der Quellen, Investitionen in Entsiegelung von Flächen sowie, Ausbau von Fahrradwegen und Moorpflege.