Herausforderung für Trossinger Museumsbahn
: Ein Schatz auf Schienen braucht eine Zukunft

Vor der Kulisse der historischen Fahrzeuge informierte Stefan Ade, Vereinsvorsitzender und treibende Kraft der Eisenbahnfreunde, auf spannende Weise über die in der Welt einzigartige elektrisch betriebene Bahn, die OGL hatte dazu eingeladen.
Von
red/pm
Trossingen
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Gäste und Gastgeber inmitten der Trossinger Museumsfahrzeuge. Es ging um die Zukunft der historischen Trossinger Eisenbahn.

Gäste und Gastgeber inmitten der Trossinger Museumsfahrzeuge. Es ging um die Zukunft der historischen Trossinger Eisenbahn.

Martin Häffner
  • Zukunft der Trossinger Museumsbahn im Fokus: Stromsysteme von Ringzug und Museum kollidieren.
  • Geplante Elektrifizierung erfordert teure Umbauten, da Ringzug Wechselstrom nutzt, die Bahn Gleichstrom.
  • OGL lud zu Termin in den Stadtwerken ein – 15 Gäste hörten Stefan Ade zu und diskutierten.
  • Vorschlag von Jens Metzger: Kreistag im Museum informieren, um Unterstützung zu gewinnen.
  • Die Bahn von 1898 gilt als älteste betriebsbereite ihrer Art; Technikhistorie wurde vor Ort erklärt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Quasi als Ferienprogramm für Erwachsene organisierte die Offene Grüne Liste (OGL) Trossingen eine öffentliche Veranstaltung in den Räumen der Stadtwerke Trossingen. Kürzlich fanden sich zahlreiche Gäste, darunter der Grünen Landtagsabgeordnete Jens Metzger, zunächst in der Wagenhalle der Trossinger Museumsbahn ein.

1898 gegründet und original erhalten, handelt es sich um die weltweit älteste betriebsbereite Eisenbahn ihrer Art. Unter dem Dach der Stadtwerke kümmert sich der ausgesprochen aktive Verein vorbildlich um deren Erhalt. Besonders interessiert lauschten die 15 Gäste Stefan Ades Ausführungen zur problematischen Zukunft des Bahnbetriebs.

Stromarten das Problem

Die fest geplante Elektrifizierung der Ringzugstrecken, auch derjenigen zwischen Trossingen Stadt und Trossingen Bahnhof, würde zusätzliche millionenschwere Investitionen erfordern, um gleichzeitig den modernen Ringzug und die Museums-Triebfahrzeuge verkehren zu lassen, denn ersterer nutzt Wechselstrom und letztere Gleichstrom.

Fazit der angeregten Diskussion: Es bedarf regionaler und überregionaler Unterstützung, um das lohnenswerte Ziel zu erreichen. Der Museumszug soll auch in Zukunft fahren können. In der Region müssten die Sinne für das welt-einmalige technische Denkmal Trossinger Eisenbahn geschärft werden. So schlug Jens Metzger (MdL Grüne) vor, doch den Tuttlinger Kreistag ins Trossinger Bahnmuseum einzuladen, um dessen Mitgliedern vor Augen zu führen, welcher Schatz hier bewahrt wird.

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Technische Fortschritte gezeigt

Schließlich begab sich die Besuchergruppe in die einstige Transformatorenhalle, wo bereits 1898 der Strom für das „Bähnle“, für die Trossinger Straßenbeleuchtung und auch für Gewerbetriebe erzeugt wurde. Stefan Ade erläuterte eindrücklich die Funktionsweise. Er betonte dabei mehrfach, welch großen Fortschritt der Übergang von Kerzenlicht und Öllampe zur elektrischen Beleuchtung für das Industriedorf darstellte.

Zum Schluss gab es die Gelegenheit, die bestens gepflegten Museumsfahrzeuge auch innen zu besichtigen und bei einem Getränk weiterzudiskutieren. – Da waren weit über zwei Stunden wie im Fluge vergangen.