Helfer vor Ort in Weilersbach
: Zu Notfällen mit neuem Fahrzeug

Die First Responder, die Helfer vor Ort, in Weilersbach sind schnell bei Notfällen. Und jetzt mit einem neuen Einsatzfahrzeug.
Von
Gertrud Hauser
Oberndorf
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Mit reichlich Weihwasser segnet Pfarrer Frederik Reith nicht nur das neue Einsatzfahrzeug der Weilersbacher First Responder, sondern vor allem die Ersthelfer und Helferin (von rechts): Christian Schwierz, Michael Grimm, Steffen Grimm, Tobias Langer und Juliane Laufer, die alle stolz auf ihr neues „Schätzchen“ blicken.

Gertrud Hauser

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger von Weilersbach wollten miterleben wie das neue Einsatzfahrzeug gesegnet und so in Betrieb genommen wurde.

Schon das gut gefüllte Gotteshaus zeigte das große Interesse. Dem Anlass entsprechend wurde der Gottesdienst in einem festlichen Rahmen gefeiert, hier trug wesentlich das Weilersbacher Saxofon-Quartett bei. Auch die Predigtworte von Pfarrer Frederik Reith lehnten sich an das Thema der First Responder an, ehrenamtlich für Menschen da zu sein, die in Not geraten. Also christliche Nächstenliebe auszuüben.

Zum Ende der Messfeier übergab Pfarrer Reith den anwesenden Helfern vor Ort eine gesegnete Christopherus-Plakette für das neue Einsatzfahrzeug, und wünschte allseits gute unfallfreie Fahrt. Nach dem Gottesdienst lud der Pfarrer alle Gottesdienstbesucher ein mit in den Pfarrgarten zu kommen. Gekommen waren auch die Mitglieder des Ortschaftsrates, Ortsvorsteherin Yvonne Schuler, eine Abordnung des DRK-Ortsvereins Villingen und die Weilersbacher Vereinsvorstände.

Viel Applaus

Dort stand schon der verhüllte Einsatzwagen. Michael Grimm, mit Tobias Langer und Juliane Laufer sowie Steffen Grimm machten es spannend und enthüllten nach und nach ihr abgedecktes neues „Schätzchen“ natürlich in Begleitung von Blaulichtsignalen. Großer anhaltender Applaus der Zaungäste zeigte auch, dass nicht nur die First Responder stolz auf ihre neue Errungenschaft sind, sondern die ganze Bürgerschaft von Weilersbach.

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Bei der Segnung bemerkte Pfarrer Frederik Reith, dass man eigentlich kein Auto segnet, sondern die Personen, die in diesem unterwegs sind, damit sie immer gesund und heil von ihren Einsätzen zurückkommen. In Weilersbach spüre man, was echte Gemeinschaft bedeutet. Wenn man etwas bewegen möchte, dann machen dies die Weilersbacher mit Herz und großem Engagement und mit vollem Einsatz.

Aus Plan wird Projekt

„Aus einem Plan wird ein gemeinsames Projekt. Das stolze Ergebnis dürfen wir heute feiern, mit der Segnung und Inbetriebnahme unseres neuen Einsatzfahrzeuges den Audi Q5 Baujahr 2021“, so Christian Schwierz. Er ging dabei näher auf die Anschaffung dieses neuen Fahrzeuges ein. Schon länger habe man sich bei den Weilersbacher Ersthelfern damit beschäftigt einen Ersatz für den BMW 325xi Baujahr 2000 zu finden. Dieser leistete in den vergangenen 25 Jahre treue Dienste, doch die anfallenden Reparaturen verursachten höhere Kosten, auch war die Funktechnik nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand. Insgesamt wurden mit dem Auto 800 Einsätze unfallfrei gefahren.

Zunächst ein Rückschlag

Also fiel die Entscheidung, ein neues Fahrzeug muss angeschafft werden. Ziel dabei war es, einen Neuwagen zu kaufen. Doch hier zeigte sich bald, dass das gesetzte Budget von 45 000 Euro längst nicht reicht.

Das war natürlich ein Rückschlag für die Weilersbacher First Responder. Doch der Zufall wollte es, dass man einen sehr gut ausgestatteten Gebrauchtwagen, einen Audi Q5, Automatik Baujahr 2021, in Grafenhausen gefunden hat. Dieser habe einige Vorteile gegenüber dem bisherigen Fahrzeug, so unter anderem mehr Bodenfreiheit, größeren Kofferraum, höhere Sitzposition und natürlich sei er mit Digitalfunk und Rettungsdienst-Navi ausgerüstet.

„Dass wir nun an diesem Sonntagmorgen dieses Einsatzfahrzeug segnen dürfen, haben wir vielen Menschen zu verdanken“, so Schwierz. Zunächst ging der Dank an den Villinger DRK-Ortsverein für die Finanzierung. Schon am Pfarrfest im vergangenen Jahr habe man Werbung für diese Neuanschaffung gemacht. Dort habe man gleich Unterstützung gespürt und auch die ersten Spenden erhalten. So dankte Schwierz allen Weilersbacher Privatpersonen, Firmen und Vereinen für die große Spendenbereitschaft an die Helfer vor Ort.