Heimatverein in Schwenningen
: Eine Anlaufstelle für alle Geschichtsfans

Die Geschäftsstelle des Schwenninger Heimatvereins in der Bürkstraße besteht seit 50 Jahren. Die Leitung hat Marita Schneckenburger übernommen.
Von
Jochen Schwillo
Oberndorf
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50 Jahre alt ist die Geschäftsstelle des Schwenninger Heimatvereins an der Bürkstraße 18. Betreut wird sie von Marita Schneckenburger. Der zweite Vorsitzende Hans Martin Weber freut sich über das Engagement der ehrenamtlichen Geschäftsstellenleiterin.

Jochen Schwillo

Erster Anlaufpunkt wenn es um Belange der Schwenninger Geschichte geht, ist die Geschäftsstelle des Heimatvereins in der Bürkstraße 18. Diese besteht mittlerweile seit 50 Jahren. Geöffnet ist jeden Mittwoch von 14.30 bis 17.30 Uhr.

Unlängst übernahm Marita Schneckenburger die Aufgabe als ehrenamtliche Geschäftsstellenleiterin, die Unterstützung durch Barbara Bouyer erhält. Marita Schneckenburger, selbst langjähriges und aktives Mitglied des Schwenninger Heimatvereins, ist es durchaus auch ein Bedürfnis, sich für die Geschichte ihres Heimatortes einsetzen zu dürfen. Es mache ihr Spaß, berichtet sie.

Besonders habe es ihr die Ahnenforschung und Familienkunde angetan, berichtet die Schwenningerin. Wichtig sind ihr auch die Gespräche mit den Besuchern, die mit allerlei Fragen und Anliegen in die Geschäftsstelle kommen. Gerne nehme sie sich Zeit für ein Schwätzle bei einer Tasse Kaffee, sagt die Leiterin.

Geschenke und Postkarten

In der Geschäftsstelle des Schwenninger Heimatvereins kann man auch in den alten Monatsblättle und später dann Heimatblättle recherchieren. Von den ersten Ausgaben aus dem Jahr 1953 bis heute sind alle Jahrgänge zu finden. Weiterhin gibt es so ziemlich alle Bücher, die über Schwenningen erschienen sind. Verschiedene Geschenkartikel oder Postkarten mit den Wappen bekannter Schwenninger Familien runden dass Portfolio ab.

In der Geschäftsstelle wird auch die Vereinsverwaltung des Heimatvereins abgewickelt, der momentan 524 Mitglieder zählt. Außerdem sind im Obergeschoss des Hauses Bürkstraße 18 Archivräume, eine große Bibliothek und das Hugo-Müller-Stüble eingerichtet, das an den Schwenninger Kunstmaler erinnert.

Nachdem der langjährige Schatzmeister Willy Kuderer verstorben war, ging der Heimatverein auf die Suche von Nachfolgern für den Job in der Bürkstraße 18 und fand in Maria Schneckenburger und Barbara Bouyer zwei engagierte Frauen. Willy Kuderer war in der Geschäftsstelle gut 25 Jahre der Ansprechpartner. Auch kümmerte er sich um den Versand der handgeschriebenen Geburtstagskarten für die Mitglieder. Diese Tätigkeit hat mittlerweile Claudia Pavlidis übernommen.

Anfänge in 1950er-Jahren

Die Geschichte der Geschäftsstelle geht zurück in die 1950er-Jahre. Erster Geschäftsführer war Gerhard Friedrich Weber-Benzing, der auch Schriftleiter des Heimatblättles war. Die erste Geschäftsstelle war in den Privaträumen in der Hafnerstraße eingerichtet. Später war sie in der Wohnung in der Alleenstraße zu finden, erinnert sich der zweite Vereinsvorsitzende Hans Martin Weber. Von 1962 bis 1975 hatte der Heimatverein sein Domizil in einem Hinterhaus gegenüber des Rathauses am Marktplatz 19a. Im Laufe der Jahre waren die Räume zu klein geworden. Und da der Anbau kurz vor dem Abbruch stand, machte man sich auf die Suche nach einem adäquaten Ersatz.

Domizil der Trachtenträger

Mehr durch einen Zufall wurde vor 50 Jahren rund 200 Meter weiter das Haus an der Bürkstraße 18 auf dem Weg einer Leibrente angeboten. Da zog schließlich die Geschäftsstelle des Schwenninger Heimatvereins und die Schriftleitung des Heimatblättles ein. Außerdem wurde die Geschäftsstelle des Trachtengaus Schwarzwald und des Landesverbands der Heimat- und Trachtenverbände Baden-Württemberg neu eröffnet.

Für Weber ist die Geschäftsstelle ein besonderer Ort. Denn da schlage schließlich das Herz des Heimatvereins. Im September 1976 wurde schließlich im Anbau in der Bürkstraße das neue Hansjakobstüble eröffnet. Da trifft sich freitags die Trachtengruppe zu ihren Übungsabenden. Außerdem gibt es monatliche Mundartstammtische. Und auf Nachfrage öffnet Marita Schneckenburger auch die Geschäftsstelle.

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