Geldregen für Mönchweiler
: Warum 6,1 Millionen Euro plötzlich zum Problem werden

Mönchweiler kann sich über unerwartete Gewerbesteuer-Nachzahlungen in Millionenhöhe freuen. Doch der Geldsegen hat Folgen: In den kommenden Jahren drohen hohe Umlagen und ausbleibende Zuweisungen.
Von
Monika Hettich-Marull
Mönchweiler
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Möchweiler meldet eine unerwarete Gewerbesteuer-Nachzahlung in Höhe von 6,1 Millionen Euro. (Symbolfoto)

Pixabay
  • Mönchweiler erhält unerwartete Gewerbesteuer-Nachzahlungen von 6,1 Millionen Euro.
  • Der Ergebnishaushalt kann deutlich positiv abschließen – es droht aber ein späterer Rückschlag.
  • Laut Verwaltung fallen wegen Finanzausgleich voraussichtlich 2027/2028 keine Schlüsselzuweisungen an.
  • Für 2027 werden Umlagen von 3,2 Millionen Euro erwartet, für 2028 rund sechs Millionen.
  • Rat und Verwaltung wollen Mehreinnahmen zurückhalten und Ausgaben bremsen; Zuschüsse für Feuerwehrbau.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Finanzbericht hinterlässt beim Mönchweiler Gemeinderat zum einen Freude über einen ungeplanten Geldregen – auf der anderen Seite schrillen die Alarmglocken. Nicole Dold konnte für das erste Halbjahr den Eingang von 6,1 Millionen Euro an unerwarteten Gewerbesteuer-Nachzahlungen vermelden.

„Sofern diese Zahlungen nicht aufgrund einer späteren Änderung der Steuerfestsetzung zurückzuerstatten sind, verbessert sich das ordentliche Ergebnis des Haushalts 2026 erheblich“, erklärte Dold. Anstelle des ursprünglich eingeplanten Fehlbetrags in Höhe von rund 296.000 Euro ist nach aktuellem Stand mit einem Jahresüberschuss von fünf bis sechs Millionen Euro zu rechnen.

Geldsegen hat eine Kehrseite

Finanzwirtschaftlich, so Dold, sei dies jedoch ein zweischneidiges Schwert. Zwar könne Mönchweiler – entgegen dem landesweiten Trend – den Ergebnishaushalt deutlich positiv abschließen. Andererseits wirken sich diese hohen Steuererträge wegen des kommunalen Finanzausgleichs mit Zeitversatz negativ aus.

Nach derzeitigem Stand ist wohl davon auszugehen, dass die Gemeinde in den Jahren 2027 und 2028 keine Schlüsselzuweisungen des Landes erhalten wird. Gleichzeitig werden aufgrund der hohen Steuerkraft große Belastungen durch den Finanzausgleich und die Kreisumlage entstehen.

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Millionenbelastungen in den kommenden Jahren

Die Verwaltung rechnet für 2027 mit Umlagen in Höhe von 3,2 Millionen Euro und für 2028 mit rund sechs Millionen Euro. Da man angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht davon ausgehen kann, dass die Steuererträge weiterhin so hoch ausfallen werden, sollten die Mehreinnahmen zur finanziellen Vorsorge für die kommenden Jahre zurückgehalten werden.

Auch im Gemeinderat wird der kritische Blick auf die Zukunft geteilt. Mit einem maßvollen Umgang mit den Finanzen und dem Fuß auf der Ausgabenbremse möchte man auch durch wirtschaftlich schwere Zeiten kommen.

Gute Nachrichten gab es dagegen mit Blick auf die Feuerwehr: Insgesamt mehr als eine Million Euro erhält die Gemeinde an Zuschüssen für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses.