Geld für Villinger Wahrzeichen
: So wird Stadtmauer weiter saniert

Die Sanierung der Villinger Stadtmauer kann fortgesetzt werden. Denn jetzt gibt es besondere Unterstützung.
Von
Willi Zimmermann
Oberndorf
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Der Teil der Villinger Stadtmauer südlich vom Pulvertürmle, hier im Hintergrund, wird mit GlücksSpirale-Mitteln saniert. Es freuen sich (von links) Anita Auer (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Christine Blessing (Projektleiterin Stadtmauersanierung) und Marina Roßmann (Lotto Baden-Württemberg).

Willi Zimmermann

Der nächste Bauabschnitt der Mauerwerkssanierung der Villinger Stadtmauer im südlichen Bereich des Pulvertürmles kann dank der finanziellen Unterstützung von 50 000 Euro der GlücksSpirale in Angriff genommen werden.

Im Mittelalter war die größte Bauaufgabe einer Kommune der Bau einer Stadtmauer. Motto: Wer keine Mauer hat, ist keine Stadt.

Und heutzutage: Wenn man eine Mauer hat, da ist das Wieder-Herrichten die Daueraufgabe, weiß Christine Blessing als Sonderbeauftragte der Stadt für diese Aufgabe aus Erfahrung. Außerdem ist man ja für die Verkehrssicherheit dieser „städtischen Gebäude“ verantwortlich.

Fünf Abschnitte genehmigt

Diese Denke war nicht immer so. Im 19. Jahrhundert hatte man für dieses altmodische Zeug keinen Sinn mehr und riss vieles ab, auch in Villingen, erinnerte Anita Auer als Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Immerhin, welche Stadt kann von sich sagen, dass noch 80 Prozent der inneren Stadtmauer erhalten sind.

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Und die Stadtverwaltung ist sich dieses kulturellen Erbes bewusst und die Bewahrung Verpflichtung. Und gemäß dem Zeitgeist durchaus auch ein nicht zu unterschätzendes Vermarktungsmerkmal.

Da müsse man sich auch bei den (Glücks)- Spielern der Glücksspirale bedanken, warf Marina Roßmann von Lotto Baden-Württemberg ein. Rund drei Millionen Euro werden jährlich Denkmalschutz-Projekten zur Verfügung gestellt, rund 1600 Projekte wurden in den vergangenen Jahren unterstützt.

Die nächsten fünf Sanierungsabschnitte an der Stadtmauer sind bereits genehmigt, war von Christine Blessing zu erfahren. Auf solche Zuschüsse sei man schon angewiesen, sonst verschiebt sich alles nach hinten und in noch kleineren Schritten.

Und es gebe noch genug relativ gut planbare Abschnitte rund ums Städtle. Christine Blessing hofft, dass sie bis zur Rente einmal ganz drum rum war, ehe alles wieder von vorne anfängt.