Gefährlicher Kreisverkehr
: Rollerfahrer in Niedereschach meterweit durch die Luft geschleudert

Bei dem Unfall wurde ein Rollerfahrer im Kreisverkehr in Niedereschach samt Roller meterweit durch die Luft geschleudert, so Gemeinderat Rüdiger Krachenfels, der den Unfallschwerpunkt zum Thema machte.
Von
Albert Bantle
Niedereschach
Jetzt in der App anhören
Schon mehrere schwere Unfälle haben sich im Bereich des Kreisels am Ortsausgang von Niedereschach nach Horgen ereignet. Dort wird nach den Worten von Rüdiger Krachenfels, der dort Anwohner ist, nicht nur gerast, sondern regelmäßig auch die Vorfahrtsregelung missachtet.

Schon mehrere schwere Unfälle haben sich im Bereich des Kreisels am Ortsausgang von Niedereschach nach Horgen ereignet. Dort wird nach den Worten von Rüdiger Krachenfels, der dort Anwohner ist, nicht nur gerast, sondern regelmäßig auch die Vorfahrtsregelung missachtet.

Albert Bantle
  • Im Kreisverkehr bei Niedereschach wurde ein Rollerfahrer meterweit durch die Luft geschleudert.
  • Laut Gemeinderat Rüdiger Krachenfels missachten Autofahrer dort oft die Vorfahrt und rasen.
  • Der Kreisel ist groß ausgeführt, da Schwerlastverkehr und Busse viel Platz benötigen.
  • Die Verwaltung prüft bei der nächsten Verkehrsschau Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.
  • Ein Rettungshubschrauber fand vor Ort keinen Landeplatz – die Leitstelle wird kontaktiert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Unfall im Bereich des Kreisverkehrs am Ortsausgang von Niedereschach in Richtung Horgen war jetzt Thema in der Sitzung des Gemeinderats.

Bei dem Unfall war ein Rollerfahrer im Kreisverkehr unterwegs und hatte deshalb Vorfahrt. Von einem aus Richtung Deißlingen kommenden Autofahrer, der zudem viel zu schnell gewesen sei, sei er regelrecht auf die Schippe genommen und samt Roller meterweit durch die Luft geschleudert worden, berichtete Gemeinderat Rüdiger Krachenfels.

Er war selbst Zeuge des Unfalls und nahm dies in der Sitzung zum Anlass, die Verwaltung zu bitten,  im Zuge der nächsten Verkehrsschau vor Ort zu beraten, wie im dortigen Bereich der Verkehr verlangsamt werden könnte.

Fakt sei, dass dort ständig zu beobachten sei, wie angesichts des großzügig ausgebauten Kreisels vor allem Autofahrer aus Richtung Horgen und Deißlingen regelrecht durch den Kreisverkehr rasen, weil dort entsprechend Platz vorhanden sei.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Schwerlastverkehr und Busse

Er wisse zwar, dass der Kreisel so großzügig gestaltet wurde, weil dort sehr viel Schwerlastverkehr und auch Busse, die alle viel Platz benötigen, unterwegs seien. Trotzdem sollte dort etwas unternommen werden, um die Raser auszubremsen.

Der Unfall mit dem Rollerfahrer sei nicht der erste schwere Unfall im dortigen Bereich gewesen,  ganz abgesehen von den Beinaheunfällen. Gründe seien oft Raserei. Manche Verkehrsteilnehmer wüssten wohl nicht, dass der Vorfahrt hat, der sich im Kreisverkehr befindet.

Einsatzwagen Notarzt Rettungswagen Rettungsdienst Symbolfoto Blaulicht Schwabo OV LZ

Bei einem Unfall am Kreisverkehr wurde ein Rollerfahrer vereltzt. (Symbolfoto)

Lino Mirgeler/dpa

Bürgermeister Martin Ragg sagte zu, sich des Themas zusammen mit den Experten der Verkehrsschau anzunehmen. Im Zusammenhang mit dem von ihm geschilderten Unfall, ist Krachenfels zudem aufgefallen, dass der Rettungshubschrauber im dortigen Bereich keinen Landeplatz gefunden habe und erst viele hundert Meter weiter landen konnte.

Wir haben solche Dinge bei Baumaßnahmen immer auf dem Schirm.
Hartmut Stern
Ortsbaumeister

Er regte an, zu prüfen, ob man beispielsweise durch das Versetzen von Verkehrsschildern oder durch kleinere Umbauten im dortigen Bereich einen solchen Landepunkt für den Hubschrauber schaffen könnte.

Zudem regte er an, bei Straßenbaumaßnahmen, wie sie derzeit für die Fischbacher Ortsmitte geplant sind, oder bei der Erschließung von Neubaugebieten Landemöglichkeiten für den Hubschrauber einzuplanen.

Ortsbaumeister Hartmut Stern erklärte: „Wir haben solche Dinge bei Baumaßnahmen immer auf dem Schirm“.  Letztlich sei es aber immer der Pilot, der entscheide, wo er am besten landen kann. Das hänge mitunter einfach auch von den jeweiligen Wetterbedingungen ab.

Trotzdem möchte Stern wegen des von Krachenfels angesprochenen Landeplatzthemas mit der Leitstelle Kontakt aufnehmen.