Gefährliche Borkenkäfer
: Das sollten Waldbesitzer in Niedereschach jetzt beachten

Lange war es in diesem Jahr ruhig um den Borkenkäfer, doch aktuell ist der für die Fichtenbestände so gefährliche Borkenkäfer in den Wäldern in und rund um Niedereschach auf dem Vormarsch.
Von
Albert Bantle
Niedereschach
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Borkenkäfer

Borkenkäfer sind aktuell in den Wäldern in Niedereschach auf dem Vormarsch.

Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
  • Borkenkäfer breiten sich in und um Niedereschach aus, Fichtenbestände sind gefährdet.
  • Waldbesitzer sollen häufig kontrollieren und befallene Bäume sofort fällen.
  • Viele Traufbäume sind betroffen – der Wald bietet Stürmen nun mehr Angriffsfläche.
  • Hitze und Trockenheit schwächen Fichten, Harzabwehr bricht bei Massenbefall zusammen.
  • Holzpreise geben nach, Experten empfehlen langfristig den Umbau zu stabilen Mischwäldern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Waldbesitzer müssen nun auf der Hut sein. Regelmäßige Kontrollen, um neue Befallsherde frühzeitig zu erkennen, sind unerlässlich und betroffene Bäume sollten unverzüglich gefällt und aus dem Wald gebracht werden.

Was in diesem Jahr auffällt, ist, dass viele „Traufbäume“ befallen sind, die mit ihren tiefen Ästen im Normalfall den Wind abbremsen und somit den dahinterstehenden Baumbestand bei Stürmen schützen.

Wenn diese „Traufbäume“ wegen des Käferbefalls nun gefällt werden müssen, bietet der Wald Stürmen mehr Angriffsfläche. Die Borkenkäfer sind deshalb so gefährlich, weil sie sich rasant vermehren und die lebenswichtigen Saftbahnen von Nadelbäumen zerstören.

Die Käfer bohren sich unter die Rinde und legen dort Gänge an. Die schlüpfenden Larven fressen das Wachstumsgewebe. Dadurch wird der Transport von Wasser und Nährstoffen von den Wurzeln zur Krone unterbrochen. Der Baum vertrocknet und stirbt ab, obwohl unter Umständen noch genug Wasser im Boden wäre.

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Auffallend ist in diesem Jahr, dass viele Traufbäume betroffen sind. Bild: Bantle

Auffallend ist in diesem Jahr, dass viele Traufbäume betroffen sind.

Albert Bantle

Ein gesunder Baum wehrt sich mit Harz und verklebt die Gänge. Durch Hitze und Trockenheit, haben die Fichten jedoch Stress und zu wenig Wasser. Sie können kein Harz mehr bilden. Gehen hunderte Käfer gemeinsam auf einen Baum los, bricht die letzte Harzabwehr zusammen.

Duft lockt Artgenossen an

Der Duft des sterbenden Baumes lockt zudem noch mehr Artgenossen an, die dort auch ihre Eier ablegen. Stirbt ein Baum unbemerkt ab, fliegen von dort demzufolge zahlreiche neue Käfer in den restlichen Wald. Ganze Fichtenbestände können so innerhalb kürzester Zeit kollabieren.

Vor dem Hintergrund des steigenden Borkenkäferbefalls, haben auch bereits die bislang in diesem Jahr auf einem hohen Niveau liegenden Holzpreise nachgelassen, denn die Holzeinkäufer rechnen durch die Ausbreitung des Borkenkäfers in den kommenden Wochen mit einem verstärkten Holzangebot.

Borkenkäfer

Borkenkäfer gehören zu natürlichen Arten in Fichtenwäldern. Das Risiko der Massenvermehrung wird sich in fichtenreichen Wäldern nie ganz vermeiden lassen. Deshalb empfehlen Forstexperten den sukzessiven Umbau von Nadelwäldern in Mischwälder. Mischwälder sind stabiler gegen Stürme, Trockenheit oder Insekten und damit auch für die Folgen des Klimawandels besser gerüstet.