Forst Bad Dürrheim: Biber ist Kostentreiber

Für das Bad Dürrheimer Forstrevier ist für 2026 ein Defizit kalkuliert. (Archivbild)
Wilfried StrohmeierMit einem Minus von knapp 90 000 Euro ist im Forsthaushalt 2026 zu rechnen. „Aber wir sind bestrebt, es besser hinzukriegen“, versicherte der Bad Dürrheimer Revierförster Matthias Berger bei der Präsentation der Zahlen in der Sitzung des Gemeinderats.
Ist es doch auch 2024 gelungen, statt eines ursprünglich geplanten Defizits einen Überschuss von mehr als 170 000 Euro zu erzielen. Der vom Biber angerichtete Schaden treibe die Kosten ebenso in die Höhe wie der Unterhalt von Waldwegen, erläuterte der Revierleiter.
Vorgesehenen Einnahmen von fast 570 000 Euro im Jahr 2026 stehen Ausgaben von gut 650 000 Euro gegenüber. Die Kulturkosten für Arbeiten wie das Pflanzen und die Pflege von Bäumen liegen bei etwa 103 000 Euro. Dies seien Investitionen in die Zukunft des Waldes, wies Berger auf die Bedeutung dieses Bereichs hin. An die 67 000 Euro machen Aufwendungen für Waldschutz, Bestandspflege und Erholungsvorsorge aus.
Die Holzernte schlägt mit rund 283 000 Euro zu Buche. Für einen Festmeter Holz fallen durchschnittlich 40,78 Euro an. Die Einnahmen aus Holzverkauf sind mit 469 000 Euro kalkuliert bei einem in der Forsteinrichtung eingeplanten Einschlag von 6596 Festmetern. Der Erlös beträgt circa 71 Euro je Festmeter.
Überwiegend vermarkte der Forst dieses Holz in der Region, erklärte Matthias Schupp, stellvertretender Leiter des Kreisforstamts. Ein Großteil gehe an Sägewerke in der näheren Umgebung und im Schwarzwald bis nach Buchenbach und Triberg. 2024 seien 3633 Festmeter und damit 42 Prozent an Stammholz angefallen, das dem Bau und der Möbelproduktion diene. Auf die Kategorie Stammholz-Palette seien rund 1462 Festmeter, das entspreche 17 Prozent, entfallen.
Für Klimaschutz wichtig
In der Industrie seien mit 1469 Festmeter 17 Prozent zur Verwendung gekommen. 20 Prozent oder 1707 Festmeter mache der Anteil in Sachen Energieproduktion aus. Weitere 337 Festmeter, beziehungsweise vier Prozent, seien als Derbholz im Wald liegen geblieben. Von großem Stellenwert sei die CO₂-Bindung, die der Bad Dürrheimer Wald mit einer Gesamtfläche von 1428 Hektar leiste. In der Gesamtstadt falle ein Ausstoß von 100 870 Tonnen an CO₂ an, mit 14 280 Tonnen binde der Wald 14 Prozent des CO₂ und spiele damit eine wichtige Rolle für den Klimaschutz, verdeutlichte Schupp.