Förderung für Trossingen
: Jetzt kann das Harmonikamuseum digital durchstarten

Das Deutsche Harmonikamuseum in Trossingen macht seine einzigartige Sammlung fit für das digitale Zeitalter – mit Hilfe einer Landesförderung. Dabei hilfreich: das Jahr des Akkordeons.
Von
Daniela Schneider
Oberndorf
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Es hat geklappt: Das Deutsche Harmonikamuseum in Trossingen bekommt die erhoffte Förderung für ihr Digitalisierungsprojekt.

Daniela Schneider

Rund 15 000 Euro erhält das Harmonikamuseum aus einem Sonderprogramm des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums. Gemeinsam mit einem Eigenanteil stehen damit 16 700 Euro zur Verfügung, um die Bestände systematisch zu erfassen, wissenschaftlich zu prüfen und fotografisch zu dokumentieren. Start ist im Mai, das Projekt läuft bis Jahresende.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall: 2026 steht das Akkordeon als „Instrument des Jahres“ im Fokus. Für das Museum ist das ein willkommener Impuls.

Denn obwohl die Sammlung mit rund 1100 Exponaten zu den bedeutendsten ihrer Art weltweit zählt, sind viele Informationen bislang nur fragmentarisch zugänglich.

Wichtige Daten liegen teils in Listen, teils in analogen Karteien oder nur als Erfahrungswissen vor. Das erschwert die Forschung und birgt das Risiko, dass Wissen verloren geht.

Aufnahme in Datenbanken

Genau hier setzt das Projekt an. Die Bestände sollen in die Datenbank „museum-digital“ überführt werden – mit Anschluss an große Plattformen wie die Deutsche Digitale Bibliothek und Europeana. Gleichzeitig werden Datierungen, technische Details und Herkunftsinformationen überprüft und ergänzt. Aus einfachen Inventaren sollen belastbare Forschungsdaten entstehen.

Museumsdirektor Salvatore Martinelli betont in einer Pressemitteilung: „Mit der systematischen Qualifizierung unserer Bestände schaffen wir die Grundlage dafür, dieses kulturelle Erbe nachhaltig zu sichern und wissenschaftlich nutzbar zu machen.“ Die Förderung ermögliche es dem Deutschen Harmonikamuseum, „die Synergie des Jahres 2026 zu nutzen, um seinen weltweit einzigartigen Bestand aus dem ’analogen Schatten’ zu lösen und digital so aufzustellen, wie es der internationalen Bedeutung des Hauses entspricht“.

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