Finanzen in Mönchweiler: Rund 2,47 Millionen Euro investiert

Über die Finanzen der Gemeinde wurde in der Sitzung des Gemeinderats informiert. (Symbolfoto)
Bernd Wüstneck/ZB/dpa- Mönchweiler meldet Plus: Jahresrechnung 2025 schloss mit 863.000 Euro statt geplantem Minus.
- Sonderergebnis von 2,27 Mio. Euro hob das Gesamtergebnis auf 3,133 Mio. Euro an.
- Erträge stiegen auf 11,1 Mio. Euro, Aufwendungen auf 10,275 Mio. Euro – Investitionen bei 2,47 Mio.
- Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde liegt bei Null Euro, Rücklagen betragen 6,9 Mio. Euro.
- Eigenbetriebe: Kalte Nahwärme mit Verlust und 267.000 Euro Schulden, Wohnpark mit 3,6 Mio. Euro Schuld.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Laut Kämmerin Nicole Dold schloss der Gemeindehaushalt mit einem Plus von 863.000 Euro statt einem geplanten Minus von 355.000 Euro ab. Dank eines Sonderergebnisses von 2,27 Millionen Euro lag das Gesamtergebnis bei 3,133 Millionen Euro. Erfreulich sei, dass man so den Haushaltsausgleich erreiche.
Ein Grund war die um 62.000 auf 599.000 Euro gestiegene Grundsteuer, zurückzuführen auf gemeindeeigene Grundstücke. Gewerbesteuereinnahmen lagen mit 3,64 Millionen Euro fast doppelt so hoch wie geplant, hauptsächlich begründet durch Nachzahlungen.
Um 87.000 Euro auf 2,245 Millionen Euro stiegen Zuweisungen und Zuwendungen, sodass die Erträge von geplant 9,6 auf 11,1 Millionen Euro stiegen. Aufwendungen erhöhten sich von 9,97 auf 10,275 Millionen Euro.
Investive Einnahmen sanken von 3,88 auf 3,22 Millionen Euro, begründet durch Gelder, die erst später kommen. Investive Ausgaben sanken vor allem wegen Änderungen bei Zahlungen für Breitbandversorgung und die Erweiterung des Kinderhauses.
Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei Null Euro
Investitionen lagen bei rund 2,47 Millionen Euro. Mönchweiler sei eine der ganz wenigen Gemeinden im Schwarzwald-Baar-Kreis mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von Null Euro, so Dold. Allerdings weist der Eigenbetrieb Kalte Nahwärme einen Verlust von 28.134 Euro und Gesamtschulden von 267.000 Euro auf. Das sei aber nicht verwunderlich, weil erst diesen Oktober das erste Haus anschließe, so Dold.
Sorgen machte ihr der Eigenbetrieb Wohnpark mit einem Verlust im Jahr 2025 und Gesamtschulden von 3,6 Millionen Euro. Die müsse man eines Tages über den Haushalt ausgleichen.
Die Rücklagen stiegen auf 6,9 Millionen Euro. Das sei nur ein Buchwert, keine Liquidität. Damit könne man aber Fehlbeträge im Ergebnishaushalt ausgleichen, so Dold.
Gebäude soll sich selbst tragen
Andreas Staiger sah den Haushalt auf einem sehr guten Weg. Beim Wohnpark müsse man sich aber die Mieten anschauen, da geplant gewesen sei, dass sich das Gebäude irgendwann selbst trage. Nach Meinung von Bürgermeister Rudolf Fluck kann darüber erst nach notwendigen Sanierungen gesprochen werden. Die könnten laut Ortsbaumeister Bertold Fischer wahrscheinlich 2028 erledigt werden.
Lukas Weschle mahnte, mit den Mieten nicht bis zur Sanierung zu warten. Angesichts der von ihm kritisierten Bauzeit erklärte Fischer, dass die Sanierung im laufenden Betrieb geschehe, Mieter teilweise mindestens drei Monate nicht in der Wohnung sein könnten.
Willy Storz warb angesichts der Beratungskosten dafür, direkt zu einem Bausanierer zu gehen. Man müsse ausschließen, dass künftig Wasser eindringe, so Fischer. Den Laubengang müsse man mit einer Glasfassade verschließen.
Mängel sind vielfältig
Laut Fluck sind die Mängel vielfältig. Im Erdgeschoss müsse man die komplette Fassade abnehmen, brauche deshalb ein bei Sanierungen kompetentes Ingenieurbüro. Ziel müsse sein, das Projekt in zwei Jahren abzuschließen. Dann könne man über Miete reden. Ähnlich äußerte sich Thorsten Fitzon.
Staiger mahnte angesichts vieler geplanter Projekte erst einmal die zu erledigen, die schon liefen. Ähnlich sahen das Wolfgang Eich und Thorsten Fitzon. Trotzdem könne ein Blick in die Zukunft nicht schaden, so Willy Storz. Fluck mahnte die Bedeutung von Projekten zum Beispiel bezüglich der Energiewende an.
