Für CDU/CSU im Bundestag: Ehemaliger Bad Dürrheimer Staatssekretär Hansjörg Häfele wird 90

Hansjörg Häfele feiert am Sonntag seinen 90. Geburtstag. Das Bild zeigt ihn zusammen mit seiner Frau Ingeborg.
ZährlBad Dürrheim - Von 1976 bis 1980 war er Vorsitzender des Arbeitskreises Haushalt, Steuern, Geld und Kredit sowie von 1980 bis 1982 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Finanzen und Haushalt der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Hansjörg Häfele hat die Notwendigkeit von Haushaltsdisziplin und Sparsamkeit aus Erfahrung im Bundeshaushalt immer wieder von Neuem betont. Für seine politische Arbeit war ihm sehr wichtig, dass er von 1965 bis 1976 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Donaueschingen und seit 1980 als Abgeordneter des Wahlkreises Schwarzwald-Baar – ebenfalls direkt gewählt – in den Bundestag eingezogen ist.
Sieben Mal direkt vom Volk gewählt
Dazu sagt er: "Ich war ein freier Volksvertreter und wurde sieben Mal direkt vom Volk gewählt, so wie es die Verfassung vorsieht." Von 1982 bis 1989 arbeitete er dem damaligen Finanzminister Gerhard Stoltenberg als parlamentarischer Staatssekretär zu. "Stoltenberg reduzierte die Neuverschuldung, realisierte eine sanfte Steuerprogression und senkte den Spitzensteuersatz." Eine spannende Zeit wie Häfele berichtete. "Stoltenberg war ein angenehmer Mensch, der solide und erfolgreich gearbeitet hat." Häfele hat in seiner aktiven Zeit eine Reihe von Politikern, die die junge Bundesrepublik prägten, noch persönlich kennengelernt. Den ersten Bundeskanzler, Konrad Adenauer, schätzte er für seine Weitsicht und seine Unabhängigkeit. Dazu meinte Häfele, "dass Deutschland ohne Adenauer vom Osten geschluckt worden wäre." Menschlich großartig empfand er Ludwig Erhard, der die soziale Marktwirtschaft in Deutschland einführte. Die jetzige Koalition "sieht er etwas skeptisch", und trotzdem hofft er auf Erfolg für ihre vielfältigen Aufgaben.
Erfreut über die Wahl von Friedrich Merz
Angesichts der politischen Ereignisse "sieht er es auch als richtig an, dass Deutschland auf die Nato setzt". Erfreut zeigt er sich über die Wahl von Friedrich Merz zum CDU-Vorsitzenden. Sein demokratisches Verständnis drückt er mit folgenden Worten aus: "Demokratie verlangt den verantwortungsvollen Bürger, der bereit ist die Geschicke selber in die Hand zu nehmen." Nach Bad Dürrheim zog es das Ehepaar Häfele, nachdem sie 1975 einen passenden Bauplatz fanden. Bald hatte ihn der damalige Bürgermeister Otto Weissenberger für die Idee des KWA-Kurstifts (Kuratorium Wohnen im Alter) gewonnen. Häfele erkannte dies als wichtige soziale Aufgabe. Er gründete den Verein Bad Dürrheimer Altenwohnstift mit und trug das bis heute erfolgreiche Konzept mit. Von 1996 bis 2004 war er Mitglied des Verwaltungsrates und von 2005 bis 2008 gehörte er zum KWA-Aufsichtsrat.
Nach wie vor an Politik interessiert
Für Politik interessiert sich Häfele nach wie vor. Dankbar ist er, dass seine Frau Ingeborg immer interessiert und fachkundig dabei war. Sie hat ihn bei seinen Terminen begleitet, unterstützt und beraten.
Das Ehepaar zeigt sich vital, körperlich und geistig frisch. Gerne gehen die beiden zum Golfen und Wandern. Besonders lieben die Italienkenner das Markgräflerland, für Hansjörg Häfele die "Deutsche Toskana".
Der Geburtstag wird nach einem Kirchenbesuch nur im Kreis der Familie gefeiert. Der Freundeskreis wird, sobald es Corona zulässt, eingeladen.