Feuerwehrübung in Hochemmingen
: Rettung von Brandopfern geprobt

Die Hochemminger Feuerwehr zeigte ihr Können bei einer Übung an einem Wohngebäude.
Von
Rainer Bombardi
Oberndorf
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Die Rettung von Brandopfern erfolgte bei der Übung der ­Hochemminger Feuerwehr über eine Leiter.

Rainer Bombardi

Bei einer Übung alarmierte ein Zimmerbrand im Einfamilienhaus in der Reutestraße 30/1 die Abteilung Hochemmingen der Feuerwehr an einem goldenen Oktobertag.

Auf der viel befahrenen Straße in Richtung Waldcafé galt es nun rasch zu handeln. Die mit ihrem Tankkraftspritzenfahrzeug ausgerückte Wehr baute sogleich eine Riegelstellung auf, um ein Übergreifen des Brandes auf das angrenzende Nachbarhaus zu verhindern.

Parallel dazu drangen Atemschutzträger über die Eingangstüre in das Haus ein, während an der Giebelwand des Hauses die Einsatzkräfte verschiedene im Gebäude eingeschlossene Brandopfer über eine Leiter retteten.

Um eine Staugefahr vor dem weiträumig abgesperrten Brandherd und damit ein eventuell notwendiges Durchkommen weiterer Rettungsfahrzeuge zu vermeiden, erfolgte zeitgleich das Verkehrsmanagement, das den Autoverkehr zügig in Richtung Waldcafé umleitete. Der stellvertretende Gesamtkommandant Johann Merkel folgte der Probe mit Argusaugen und lobte einen problemlosen Übungseinsatz.

Unterstützung von Atemschutzträgern aus Bad Dürrheim

Dem Aufrechterhalten der Riegelstellung kam eine zentrale Bedeutung zu, da alles getan werden musste, damit sich das Feuer nicht ausbreitet. Inzwischen waren weitere Atemschutzträger aus Bad Dürrheim eingetroffen, um ihre Kollegen aus Hochemmingen bei der Suche nach weiteren Verletzten und Brandnestern abzulösen.

Zahlreiche Zaungäste begleiteten die von Jürgen Erath moderierte Hauptprobe. In bekannter Manier kommentierte er den Probenablauf mit einigen Hintergrundinformationen. Er beschrieb das Einatmen von Rauchgas als eine häufig unterschätzte Todesursache. Nur wenige Atemzüge des stark toxischen Rauchgases, das aus einem Gemisch von Kohlenmonoxid, Rußpartikeln und Blausäure bestehen kann, reichen für eine tödliche Vergiftung aus.

Erath informierte zudem, dass im Ernstfall die Feuerwehr nach einem Brand noch während Tagen mit der Wärmebildkamera die Einsatzstelle nach eventuell unentdeckten Glutnestern durchleuchtet, um einen erneuten Brandausbruch zu verhindern.

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