Feintechnikschule in Schwenningen: Zeichen für praxisnahe Ausbildung in der Region

Freuen sich über die herausragende Abschlussarbeiten an der Feintechnikschule (von links): Joachim Spitz, Robin Kauth, Niklas Naunapper, Christian Storz und Wolfgang Müller.
GewerbeverbandIm Rahmen der feierlichen Absolventenveranstaltung der Staatlichen Feintechnikschule wurde der Techniker-Innovationspreis verliehen.
Den Preis hat der Gewerbeverband Oberzentrum bereits zum zwölften Mal in Folge gestiftet und wurde von Joachim Spitz vom Vorstandsteam, Geschäftsführer der Firma Spitzdruck, überreicht, heißt es in einer Mitteilung.
Der GVO vertritt rund 400 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistung und freien Berufen. Insgesamt beschäftigen die Mitgliedsbetriebe über 12 000 Arbeitnehmer – das entspricht etwa einem Drittel aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.
Mit dem Technikerpreis würdigt der GVO herausragende Abschlussarbeiten, die innovative Lösungen für technische Herausforderungen bieten. Ziel ist es, den Fachkräftenachwuchs zu fördern und aufzuzeigen, wie wichtig praxisnahe Technikentwicklung für die regionale Wirtschaft ist.
Die Vorstellung der prämierten Technikerarbeiten übernahm Wolfgang Müller, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Infothek. Aus dem Abschlussjahrgang mit 65 Absolventen hatte die Jury drei Preisträger ausgewählt. Die ausgezeichneten Arbeiten der Schüler stammen aus den Bereichen Maschinenbau, Medizintechnik und Elektrotechnik – allesamt Schlüsselbranchen für die Region.
Die Preisträger
Niklas Naunapper überzeugte mit der „Evaluierung der strukturellen Beschaffenheit und Festigkeit eines 3D-gedruckten Wirbelkörpers“. Ziel seiner Arbeit war es, ein möglichst realistisches Modell eines menschlichen Wirbelkörpers zu entwickeln – sowohl in Form als auch in mechanischen Eigenschaften. Das Ergebnis: ein belastbares, präzises Modell mit großem Nutzen für medizinische Ausbildung und Forschung.
Christian Storz entwickelte in seiner Abschlussarbeit eine ausfahrbare Lautsprecher- und Lichtsäule für den Außenbereich. Die Konstruktion vereint funktionale Technik mit einem hohen Maß an Praxistauglichkeit – von der ersten Idee bis hin zum funktionsfähigen Prototyp inklusive vollständiger Dokumentation.
Flexibles und sicheres Arbeiten in Werkstatt und Produktion
Robin Kauth präsentierte mit seiner „universellen Schnellspannvorrichtung für spindelbetriebene Zug- und Druckwerkzeuge“ eine Lösung, die flexibles und sicheres Arbeiten in Werkstatt und Produktion ermöglicht. Die Vorrichtung spart Zeit, erhöht die Sicherheit und überzeugt durch durchdachtes, methodisches Vorgehen bei der Entwicklung.
Mit der Verleihung des Techniker-Innovationspreises setzen die Staatliche Feintechnikschule, das Steinbeis-Transferzentrum und der GVO gemeinsam ein Zeichen für technische Exzellenz und praxisnahe Ausbildung in der Region.