Fasnet in Villingen
: Pfarrfasnet wird zum fröhlichen Quiz

St. Konrad entfacht ein dreistündiges närrisches Feuerwerk im vollen Gemeindesaal. Die Zuschauer dürfen mitraten.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die lange Männer-Unterhose wird zum Verwandlungsobjekt bei einer besonderen Modenschau bei der St. Konradsfasnet in Villingen.

Sabine Streck

„Das ganze Leben ist ein Quiz“ singt der Hape Kerkeling der St. Konradsfasnet, Claus Dinser, begleitet von „Omma“ Katharina Hirt am Samstagabend vor begeisterter närrischer Zuschauerschar im vollen Haus des St. Konradsgemeindesaals. Wie jedes Jahr wurden wieder alle Register der fröhlichen Unterhaltung im Fastnachtskostüm gezogen.

Der ganze Abend war ein Quiz. Der „famose Quizmaster“ (Luis Dinser), seine in rosarotem Tütü bekleidete Assistentin Lea Zimmermann sowie die Kandidaten Moritz Zimmermann und Moritz Haas zogen eine skurrile Show ab, bei der schließlich die Millionen derjenige gewann, der die Gunst von Walter hatte, um am Schluss doch wieder alles zu verlieren. Eine herrliche Persiflage auf Ratesendungen im Fernsehen.

Auch das Publikum wurde zum Ratekandidaten: „Wo liegt St. Konrad? – in Kapstadt, Neustadt oder in der Südstadt?“ Oder: „Wie heißt der Fanclub von Dekan Fischer? – Omas für Josef, Ministrantenclub Münster oder Fischerman-Friends? fragten Katharina Hirt und Claus Dinser, die wieder gewohnt routiniert Regie und durchs Programm führten. Für die pfiffigen Zuschauer kein Problem. Sie hoben jedes Mal das richtige der auf den Plätzen liegenden Kärtchen.

Herzbeben zum Auftakt

Das dreistündige närrische Feuerwerk für die ganze Familie begann mit „Herzbeben“. Mona Krieg, Nicole Stumpf, Elea Seeberg, Lea Nuber, Bryanna Arringo und Marlene Fuhrmann tanzten sich unter der Leitung von Karin Krieg und Anja Grüßer in die Herzen des Publikums. Fester Bestandteil der Pfarrfasnet ist „Vogelfrei“, das Sängertrio von Bernd Gässler, Karl Mühleisen und Herbert Seemann mit ihrem Medley von Narros, Stüblegemütlichkeit und Fastnachtsseligkeit. Schlag auf Schlag löste ein Höhepunkt den anderen ab.

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Atemberaubend fantasievoll und zum Brüllen komisch war die Modenschau des VA-Teams mit Ute Schaumann, Mariusz Lison, Johanna Moser, Andreas Schmidt, Ceci Rottler, Michael Armbruster, Karin Merker, Birgit Huger und Waltraud Ebner. Da wurde eine lange weiße Herrenunterhose zum universalen Kleidungsstück. Ob eine Servierschürze mit Geldtäschchen oder ein chices Bolero für den Abend, der Verwandlungskunst war keine Grenze gesetzt.

Smartphonist Berthold Ummenhofer forderte den Saal auf „schaltet euer Handy a, dass ich mit euch schwätze ka“. Er nahm spitzfindig das Zeitalter von Smartphone aufs Korn und kam schließlich zum Schluss, wie es früher doch schön war, „ohne das Ding“.

Nach einer kurzen Pause, um die Lachmuskeln zu schonen, ging es weiter mit den unnachahmlichen „Losemol“. Auch das Duo Walter Ebner und Dieter Czeke mit ihren Gitarren gehören zum St. Konradsabend dazu. Was für eine Stimmung, als alle den Refrain von „S’ Becke Belinda“ oder „Sie hät ä Dasche debi“ mitsangen.

James-Bond-Parodie

Noch einmal gehörte der Pfarrjugend die Bühne mit einer augenzwinkernden James-Bond-Parodie. Linus Feustel, Max, Matti und Mara Lison, Matthias Keller, Moritz Zimmermann, Pascal Strohmeier und Amelie Hebsacker ließen den Helden alt aussehen, als er mit einem Lastenfahrrad Jan Ullrich verfolgte und schließlich in der Schubkarre abtransportiert wurde.

Den Knaller brachten zum Schluss die Dirty Dancers Klaus Ebner, Uwe Fischer, Klaus Hahn, Stefan Singer, Siegfried Kaiser und Armin Gut unter der Leitung von Heike Hahn. Sie schwebten als Tanzpaare im rosafarbenen Kleidchen oder im schwarzem Outfit mit Turnschläppchen über die Bühne, bejubelt und beklatscht. Den endgültigen Schlusspunkt setzte traditionell die Rentnerbänd.

Wieder haben es die Macher der St. Konradsfasnet geschafft, zu denen auch das Technikteam um Uwe Smidt und die vielen Helfer gehören, geballte Fröhlichkeit, Einfallsreichtum und Wortgewandtheit zu einem närrischen Füllhorn zu machen.