Erweiterung des Gewerbegebiets
: Streit zwischen Dauchingen und Niedereschach um Verkehrsbelastung

Die beschlossene Erweiterung des Gewerbegebiets in Niederschach trieb den Dauchinger Gemeinderat um, der sich besorgt über die damit verbundene Verkehrszunahme durch Dauchingen zeigte.
Von
Rainer Bombardi
Oberndorf
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Gegen eine weitere Zunahme der Verkehrsbelastung für die Bewohner zum Beispiel in der Niedereschacher Straße spricht sich der Gemeinderat in Dauchingen aus. (Archivfoto)

Rainer Bombardi

Da die Zunahme insbesondere den LKW- und Schwerlastverkehr betrifft, regte Günther Haffa (Unabhängige Bürger, UB) für die Nachstunden eine Tonnagebegrenzung für Fahrzeuge an. „Wie können wir eine solche Maßnahme in die Wege leiten?“ fragte er besorgt und forderte als Minimum eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 durchzusetzen. Günter Klotz (UB) stimmte seinem Fraktionskollegen zu.

Jürgen Laufer (Freie Wähler) empfahl einen Blick ins Wahlprogramm von Niedereschachs Bürgermeister Martin Ragg zu werfen. „Dort ist von einer möglichen Südumfahrung die Rede, aber auch davon, dass die Steige an der Dauchinger Straße aus Sicherheitsgründen in Richtung Gemeindekern von Niedereschach gesperrt wird.“

Laufer appellierte, deutlich zu machen, dass der gesamte Mehrverkehr zu Lasten von Dauchingen geht, falls diese Situation eintritt.

Desolater und unbefriedigender Zustand

„Der Status Quo ist ein desolater und unbefriedigender Zustand, der für die Gemeinde sehr ärgerlich ist“, ergänzte Bürgermeister Torben Dorn, dass alle Bemühungen die Situation für Dauchingen zu verbessen bislang ins Leere liefen. „Unsere Bedenken und Sorgen interessieren bislang weder das Land, das Landratsamt noch Niedereschach“, appellierte Dorn an die Bevölkerung auf die Straße zu gehen und ihren Unmut kundzutun. „Wir haben bisher alles getan was möglich ist, leider vergebens“, ergänzte er. Auch von der Straßenverkehrsbehörde habe er diesbezüglich bislang keine zufriedenstellende Resonanz erhalten. „Wir müssen deutlich machen, dass der Lärm und die gesamte Verkehrsbelastung und der Lärm zu Lasten von Dauchingen geht.“

Dorn ergänzte, dass die viel diskutierte Südumfahrung im Verkehrsministerium in der aktuellen Konstellation der Landesregierung keine Chance auf eine Realisierung habe. Trotz der grundsätzlich vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde sah Dorn eine Lösung des Problems unter den gegebenen Umständen in weiter Ferne. „Ich bin gegen Protestaktionen in der Art der Klimagegner“, war Mathias Schleicher (CDU) der Ansicht, über den Dialog mehr zu erreichen.

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