Erinnerung an Waltraud Oloff
: Vernissage in Unterkirnach zeigt Leben und Wirken der Künstlerin

Ihre Werke sind Kunstliebhabern in der Region in Erinnerung geblieben: Am 24. Oktober 2026 hätte Waltraud Oloff ihren 100. Geburtstag gefeiert. Eine Vernissage widmet sich ihrem Lebenswerk.
Von
Hella Schimkat
Unterkirnach
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Roland Dufner präsentiert Stolz einen Bildban über Waltraud Oloff.

Roland Dufner präsentiert stolz einen Bildband über Waltraud Oloff.

Hella Schimkat
  • Unterkirnach zeigt eine Vernissage zum Lebenswerk der Malerin Waltraud Oloff.
  • Termin: 24. Oktober ab 18 Uhr im Rathaus – Beginn mit Sektempfang.
  • Der Verein für Heimat- und Orchestriongeschichte organisiert, koordiniert von Roland Dufner.
  • 30 bis 40 Werke sind zugesagt, weitere Bilder werden noch angenommen.
  • Oloffs Sohn will teilnehmen und die Veranstaltung auf dem Cello begleiten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vielen Kunstliebhabern in Unterkirnach, Villingen und Umgebung sind die malerischen Werke von Waltraud Oloff unvergessen geblieben. Von 1951 bis zu ihrem Tod lebte sie in Unterkirnach, und gehörte dort auch dem Kreis der Hobbymaler an. Am 24. Oktober 2026 wäre sie 100 Jahre alt geworden.

Zu ihren Ehren findet am 24. Oktober im Rathaus von Unterkirnach eine Vernissage mit vielen ihrer Bilder statt. Die Ausstellung wird vom Verein für Heimat- und Orchestriongeschichte organisiert, alle Fäden laufen bei dem Vorsitzenden Roland Dufner zusammen.

Mal wieder, aber so ist es eben, wenn Dufner immer hilfsbereit und voller Ideen „hier“ ruft. Arbeit findet er immer. Dufner erzählt, dass er Anfang des Jahres eine Idee hatte: „Was könnten wir geschichtsmäßig veranstalten?“

Ausstellung zum 100. Geburtstag

Ein Vereinsmitglied sei dann darauf gekommen: Im Oktober hätte die Malerin Waltraud Oloff ihren 100. Geburtstag gefeiert. Die Idee sei bei allen gut angekommen, sagt Dufner. Der Verein habe sich direkt auf die Suche nach Gemälden der verstorbenen Künstlerin gemacht.

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Dann sei alles ganz schnell gegangen. Für den Verein sei vor allem Klaus Richter aus dem Röthenloch ein Glücksgriff gewesen. Er habe seine Kontakte spielen lassen und sei schnell fündig geworden, betont Dufner.

Besitzer von Gemälden nehmen Kontakt auf

Nun haben sich schon viele Künstler aus dem Künstlerkreis Unterkirnach bei ihm gemeldet, so auch Jolanta Fait, Monika Rothgängel und Jürgen Lindner. Und viele andere Besitzer von Gemälden. Sein Telefon würde jetzt pausenlos klingeln, scherzt er.

„Wir haben schon zwischen 30 und 40 Bilder, nehmen aber gerne noch weitere“, erklärt Dufner und meint, dass im Rathaus auf drei Ebenen sehr viel Platz für die Gemälde sei. Ein positiver Nebeneffekt: Dort würden sie auch besonders gut zur Geltung kommen.

Musikalische Begleitung gesichert

Dufner führt fort: Inzwischen sei er auch im Kontakt mit dem Sohn von Waltraud Oloff, der nicht nur seine Hilfe, sondern auch seine Teilnahme an der Vernissage zugesagt habe. Er wolle die Veranstaltung mit dem Cello begleiten.

Der offizielle Beginn der Vernissage ist am 24. Oktober ab 18 Uhr mit einem Sektempfang im Rathaus von Unterkirnach.

Eine bewegte Geschichte

Waltraud Oloff wurde 1926 in Stuttgart-Feuerbach geboren. Ihr Vater war Landarzt in einer Praxis in Lichtenstein-Unterhausen bei Reutlingen, wo die Familie 1932 hinzog. In ihrer Jugend besuchte sie das erste Semester an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart unter Professor von Grävenitz. Nach Kriegsende ging sie an die Freie Kunstschule Stuttgart, 1967 wechselte sie an die Sommerakademie Salzburg. Stadtmotive, wie die vielen Motive der Altstadt Villingen, sowie Landschaften und Porträts nahmen einen großen Teil ihrer Arbeiten ein. Oloff malte, in einer Zeit, in der „abstrakt“ und „verfremden“ modisch waren, ganz realistisch, und zwar so, dass jeder das Motiv wiedererkennen konnte. So besteht das Bild „Markt in Villingen“ aus vielen unterschiedlichen Markttagen – ein Unterschied zwischen realistischer Ansicht als Momentaufnahme und malerischem Realismus. Oloff sagte über sich, dass ihr wegen des Krieges die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten freier Studienjahre nicht möglich gewesen waren. Sie sei vorwiegend auf sich selbst angewiesen gewesen. Ein großes Glück sei ihr das Elternhaus gewesen, denn Vater und Mutter seien seit Generationen aus künstlerisch tätigen Familien gekommen. Vielfalt mit geringen Mitteln zu erzeugen, sei für sie sinngebend gewesen – für ihren Lebensstil wie auch für ihre Malerei.