Engagement in Brigachtal: Josef Vogt gibt kirchliche Ämter ab

Josef Vogt gibt seine kirchenpolitischen Ämter ab. Pfarrer Dominik Feigenbutz hat Josef Vogt in seinem letzten Gottesdienst in Brigachtal verabschiedet.
Hella SchimkatPfarrer Dominik Feigenbutz war zehn Jahre Seelsorger in der Katholischen Seelsorgeeinheit „Zwischen Brigach und Kirnach“. In seinem letzten Gottesdienst in der alten St. Martinskirche verabschiedete er Josef Vogt, der zur gleichen Zeit seine kirchenpolitischen Ämter abgab.
Im Gespräch mit unserer Redaktion nannte Vogt seine Beweggründe, sich von seinen Ämtern zu trennen: „Ich habe das Alter, wo ich nicht mehr überall mitmischen will. Auch wird es zum 1. Januar 2026 eine Veränderung in den Seelsorgebereichen geben, da möchte ich jüngeren Menschen die Gelegenheit geben, sich und eventuell auch neue oder andere Ideen einzubringen“, erklärt er.
Von 1990 bis 2010 sei er Vorsitzender des Pfarrgemeinderats gewesen, er habe mit Pfarrer Walter Mackert, Pfarrer Eberhard Murzko, Pfarrer Kriebl und unter anderem jetzt mit Dominik Feigenbutz zusammengearbeitet. Von 2019 bis heute sei er im Stiftungsrat tätig gewesen, erläutert er.
Große Veränderungen
Zum 1. Januar 2026 wird sich die Seelsorgeeinheit verändern, schildert Vogt. Im Katholischen Dekanat Schwarzwald-Baar wird es dann die neue Großpfarrei „Unsere Liebe Frau Villingen“ sowie die Pfarrei „Heilige Dreifaltigkeit Donaueschingen“ geben. Die bisherige Seelsorgeeinheit „Zwischen Brigach und Kirnach“ wird sich mit fünf weiteren Seelsorgeeinheiten zur Pfarrei „Unsere Liebe Frau Villingen“ zusammenschließen.
Jeder der beiden Pfarreien habe ein pastorales Zentrum mit einem leitenden Pfarrer mit Personalschlüssel und Pfarrern, die ihm zuarbeiten. Das sei jeweils ein pastorales Team mit Pfarrer, Diakon und Referenten, so Vogt.
Er hält es für die Gemeinde Brigachtal von Vorteil, dass ein Pfarrer, der auch für Unterkirnach, Pfaffenweiler und Tannheim zuständig ist, in das Brigachtaler Pfarrhaus ziehen wird, betont er. Es werde keinen Stiftungsrat geben, aber ein Kontrollgremium, jedes Gemeindeteam habe drei Sitze und dürfe selbst Entscheidungen treffen, so werde das Leben vor Ort am Laufen gehalten, unterstreicht er.
Josef Vogt ist aus der Küche bei jedem Patrozinium nicht mehr wegzudenken, mit seinem Küchenteam hat er an jedem Patrozinium für wohlschmeckende Mittagessen gesorgt, doch auch hier zieht er sich zurück. So bestehe die Chance für neue Konzepte, ist seine Meinung.
Weiterhin engagiert
Dass er sich nicht vollständig zur Ruhe setzt, dürfte jedem Bürger klar sein. Vogt bleibt Vorsitzender des Sozialdienstes katholischer Männer Schwarzwald-Baar (SKM) und betreut hier auch selbst Menschen, die zwar alleine leben, aber Behördengänge und ihre Finanzen sowie Einkäufe nicht mehr selbst schultern können. Bei der IHK hält er Vorträge, er macht junge Menschen fit für Prüfungen.
Der Heimatgeschichte, der seine ganz besondere Liebe gilt, wird er sich künftig noch mehr als bisher widmen. Und auch der jährliche Kulturelle Herbst in Brigachtal lebt nach wie vor von seinen Ideen und Kontakten: „Am Tag des offenen Denkmals nimmt Brigachtal erstmals teil, da müssen noch Erklärtafeln an dem Geschichtsweg an bestimmten Stellen aufgestellt werden“, unterstreicht er.
Auch SES, Senioren Experten Services, also Senioren helfen jungen Leuten, wird ihn in Zukunft beschäftigen – so schnell wird sich Josef Vogt also nicht zur Ruhe setzen.