Diskussion in Niedereschach: Nachträgliche Kosten verursachen Ärger

Dass im Zuge Erweiterung des Schabenhauser Kindergartens nun ein Nachtrag in Höhe von 35 700 Euro auf dem Ratstisch landete, sorgte für eine längere Diskussion.
Albert BantleEin im Zuge der Erweiterung des Kindergartens Schabenhausen von der Verwaltung vorgelegter Nachtrag der für die Rohbauarbeiten zuständigen Firma Steudtner & Bantle für Blockstufen im Bereich des Lichthofes in Höhe von 35 735 Euro sorgte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates für eine rege Diskussion.
Rüdiger Krachenfels kritisierte, dass diese Maßnahme nicht von vorneherein im Leistungsverzeichnis berücksichtigt wurde und Louis Weisser unterstützte ihn bei dieser Aussage: „Vorher wäre besser gewesen“.
Ratsmitglied Michael Asal wunderte sich ebenfalls und interessierte sich dafür, „was da alles genau mit dabei ist“ für diese 35 735 Euro. „Es ist immer schlecht, wenn laufend Nachträge kommen. Privatpersonen ließen sich das nicht gefallen“, so seine Meinung. Und er fügte hinzu: „Man sollte von Anfang an wissen, was es kostet.“ Es müsse doch im Vorfeld klar gewesen sein, dass da was kommt.
Nachträge nicht zielführend und ärgerlich
Er finde diese ständigen Nachträge „nicht zielführend und ärgerlich und habe das Gefühl, dass dies bei Leistungen für die Kommunen leider „Standard“ sei. Zudem verzerrten Nachträge mit Blick auf die aufgeführten Kosten bei der ursprünglichen Vergabe der Maßnahme am Anfang das Bild.
„Nachträge sind immer ärgerlich“, so Ortsbaumeister Hartmut Stern in seiner Antwort. Im vorliegenden Fall sehe er dies aber positiv, denn es sei von Anfang an klar gewesen, dass da noch etwas komme. Es habe sich aus den örtlichen Begebenheiten heraus, die Asal als Fachmann auch akzeptierte, nachdem Stern diese erläutert hatte, im Vorfeld jedoch nicht absehen lassen, was da genau notwendig wird. „In einer perfekten Planung ist jedoch alles drin“, betonte Stern und gab Asal diesbezüglich recht.
Elisabeth Beck-Nielsen bewertete die Maßnahme als positiv. Aus ihrer Sicht sind Blockstufen besser als eine Böschung, die ebenfalls möglich gewesen wäre.
Höhenangaben des Gartens waren noch nicht geklärt
Im Zuge des Anbaus an den Kindergarten und das Haus der Vereine in Schabenhausen wurde die Verbindung des Mehrzweckraumes aus dem Untergeschoss zur Gartenebene mit Blockstufen geplant, so der Ortsbaumeister. Da zum Zeitpunkt der Ausschreibung der Stahlbetonarbeiten die Details und Höhenangaben des Gartens noch nicht geklärt waren, konnten laut Stern die Blockstufen nicht ausgeschrieben werden. Die Planungen seien nun fertig und die Firma Steudtner & Bantle habe für die Gemeinde ein Nachtragsangebot erstellt. Ein vergleichbares Angebot im Zuge des Anbaues an die Gemeinschaftsschule Eschach-Neckar aus dem Jahr 2021 ergab eine Preissteigerung von zwölf Prozent. Dies sei innerhalb von vier Jahren realistisch, da die Preise für Zement und Baustahl in diesem Zeitraum wesentlich gestiegen seien. Am Ende der Diskussion stimmte der Gemeinderat dem Nachtrag einstimmig zu.
Kindergartengruppe kann wieder einziehen
Mit Wohlwollen nahm der Gemeinderat zur Kenntnis, dass im Zuge der Kindergartenerweiterung der Altbau nun ertüchtigt ist und die bislang während der laufenden Bauarbeiten in die Schlierbachhalle ausgelagerte Kindergartengruppe wieder dort einziehen konnte. Und im Anbauteil seien die Glaserarbeiten „wie am Schnürchen“ gelaufen, so dass das gesamte Gebäude nun „dicht“ sei und die erforderlichen Innenarbeiten im Neubauteil unabhängig von der Witterung zügig fortgesetzt werden können.